Prevail – Spielkritik

Wenn in naher Zukunft Mensch gegen Maschine kämpft, stecken wir mittendrin. Beim knallharten Kartenspiel Prevail holen wir die Kohle aus dem Feuer und möchten am Ende ganz einfach mit ein wenig Energie überleben. Ein düsteres Szenario.

Prevail

Das Kartenspiel aus der Schweiz wurde von Sven Frachebourg erfunden und gestaltet. Im Kern ist es ein knallhartes Battle Card – Spiel. Auge um Auge, Zahn um Zahn versucht man, alle Gegner am Spieltisch auszuschalten. Dazu benötigt man eine Energietafel mit einem Marker auf der 10 und einen gut gemischten Kartenstapel aus Aktions- und Angriffskarten. Alle erhalten 5 Handkarten und starten ins Ausscheidungsspiel.

Und so wird gespielt:

Prevail ist ein Spiel um Angriff und Verteidigung. Reihum führen alle ihre Spielzüge durch. Ein Spielzug startet mit dem Ziehen einer neuen Karte vom Nachziehstapel. Danach stehen verschiedenen Optionen offen, die man in beliebiger Reihenfolge durchführen darf. Um einen Angriff auf eine beliebige Person zu starten, benötigt man zwei gleichfarbige Angriffskarten. Spielt man sie aus, darf sich die angegriffene Person mit einem Würfelwurf oder einer Abwehrkarte (sofern vorhanden) verteidigen. Klappt das nicht, verliert sie Energie. Mit dem Energiemarker stellt man sofort die neue Zahl auf der Tafel ein.

Prevail

Hinterhalt, Überfall, Operation oder Anschlag haben unterschiedliche Auswirkungen und benötigen eine bestimmte Mindestzahl an Würfelpunkten zur Verteidigung. Ein Hinterhalt lässt sich nicht mit dem Würfel verteidigen. Fehlen passende Farbkarten zum Angriff, kann man mit einer lila Kopfgeld-Karte aushelfen. Sie funktioniert wie ein Joker. Ab 3 Personen darf jede nur einmal angegriffen werden. Spitzt sich die Lage im Finale mit 2 Personen zu, sind auch mehrere Angriffe hintereinander erlaubt.

Für viel Würze sorgen allerdings die Aktionskarten. Offensive Aktionen darf man mehrere in einem Spielzug durchführen, von den normalen Aktionen nur eine, sofern man die Karten dazu besitzt. Der Spielraum ist gross. So kann man regenerieren, neue Karten nachziehen, Karten rauben, Karten tauschen, sich gegnerische Karten ansehen usw. Da ist längst noch nicht alles genannt.
Und schliesslich darf man in einem Spielzug jeweils eine Karte tauschen, indem man eine eigene Karte ablegt und eine neue zieht, entweder vom Ablagestapel oder vom Nachziehstapel.

Prevail

Eine kluge Mischung der unterschiedlichen Aktionen bringt den Erfolg und minimiert die Energie der Mitspielenden. Manchmal kann man auch nur seine Kartenhand wieder aufbauen. Sollten einmal im eigenen Spielzug sämtliche Karten ausgehen, darf man am Ende des Spielzuges 3 Handkarten nachziehen. Dann greift der Notfallplan.

Bei Prevail gibt es unterschiedliche Spielmodi. Beim „Überleben“ spielt man so lange, bis nur noch jemand übrigbleibt. Mit „Systemausfall“, „Infektion“, „Netzwerk“ oder „Stahlwolf“ tritt man mit leichten Regeländerungen gegeneinander an, ohne dass sich der Spielablauf gross ändert. Bei sämtlichen Varianten spielt man so lange, bis nur noch eine Person Energie besitzt.

» Zur Webseite von Prevail


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Fazit zu Prevail

Das Battle Card – Spiel ist ein Produkt aus der Schweiz. Sven Frachebourg hat sehr viel Arbeit in sein Projekt gesteckt und das Ergebnis ist toll geworden. Die Grafik, die Webseite, Erklärvideos und sogar ein eigener Soundtrack – da kommt alles wie aus einem Guss. Auch spielerisch lässt das Spiel kaum Zeit zum Atmen. Die Aktionen und Angriffe fordern alle am Spieltisch permanent heraus. Da kämpft man eben noch um neue Energiepunkte, tritt schon die nächste Überraschung ein und man checkt ab, wie man am besten darauf reagiert. Das Verhältnis an Angriffs- und Aktionskarten ist ausgewogen und sorgt fast permanent für spielerische Akzente.

Einzig das Thema gerät etwas in den Hintergrund. Es fehlen die Illustrationen, die dem Weltuntergangsszenario noch die Krone aufgesetzt hätten. Bei einem Battle Card – Spiel duelliert man sich eben mit den Karten. Das macht man bei Prevail ziemlich intensiv – verschont wird niemand. Mit dieser schönen Vielfalt an Aktionen und Angriffsmöglichkeiten macht das auch Spass.


Fakten zu Prevail

Autor: Sven Frachebourg
Illustrationen: Sven Frachebourg
Verlag: VAID

Spielerzahl: 2 – 5 Personen
Spieldauer: 5 – 40 Minuten
Altersangabe: ab 12 Jahren
Benötigt: Die grössten Energiereserven
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 5 Personen
Richtet sich an: Familie

gutes Spiel

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