Der eigene Teich soll ein richtiges Schmuckstück werden und so treiben wir die Gestaltung Karte für Karte voran. Bei Koi optimieren wir die Abläufe, um Zeit zu sparen. Das Brettspiel ist eine Weiterentwicklung des bereits erschienenen Bonsai.

Da ist ganz schön viel Material in der Schachtel. Die Fische sind auf kleinen Plexiglas-Plättchen und einige Accessoires kommen nur mit den entsprechenden Aufgabenkarten ins Spiel. Zu Beginn besitzen alle eine Quelle aus 5 Sechseckfeldern. Dazu kommen 2 Münzen, ein Glücksplättchen und je nach Startposition einige Ausgleichsplättchen für den Start. Auf dem eigenen Tableau, der Sensai-Tafel, gibt es ein Lager mit 5 Plätzen.
Für alle bereitet man eine Kartenablage vor, die mit 5 zufälligen Karten bestückt wird. Zudem wählt man für jede Partie 3 Aufgabenkarten. Dadurch beeinflusst man die Teichgestaltung, weil mit jeder Aufgabe zusätzliche Punkte zu holen sind.
Und so wird gespielt:
Wer Bonsai bereits kennt, kommt mit Koi schnell zurecht. Denn erneut wählt man im eigenen Spielzug zwischen Meditieren oder Arbeiten. Während man beim Meditieren eine neue Spielkarte zu sich holt, nutzt man beim Arbeiten seine Möglichkeiten und die der angestellten Gehilfen.

Beim Meditieren erhält man mit der Wahl einer Karte immer etwas. Gehilfen legt man neben sein Tableau. Sie bringen während der Arbeitsphase zusätzliche Aktionen. Meist kommt man zu Münzen, Wasserplättchen, Laub, Uferstücken oder zu einem neuen Koi, den man mit Münzen kauft. Die Fische gibt es übrigens in drei Grössen, was sich beim Preis bemerkbar macht. Sämtliche Plättchen, die man erwirbt, kommen ins Lager. Was am Ende des Spielzugs dort keinen Platz findet, muss abgeworfen werden. Das Lager lässt sich mit einer passenden Karte beim Meditieren auch erweitern. Für die meisten Karten erhält man zusätzlich eine Belohnung, frisch aufgedeckte Karten kosten eine Münze.
Glückskarten lassen sich jederzeit einlösen. Mit ihnen kommt man sofort zu Laub, Wasserplättchen, einem Uferstück oder einem Fisch, den man allerdings etwas teurer bezahlen muss.
Beim Arbeiten muss man sich für eine Aktion entscheiden. Grundsätzlich arbeitet man in dieser Phase immer am Teich und der Gestaltung und legt Plättchen an. Man kann 2 Wasserplättchen an seinen Teich anlegen, ein Laubplättchen oder es durch eine Seerose aufwerten, ein Uferplättchen anlegen oder es mit einer Laterne aufwerten, einen Koi im Teich aussetzen oder verschieben. Sämtliche Plättchen und Fische müssen aus dem eigenen Lager kommen, Seerosen und Laternen darf man aus dem Vorrat nehmen. Der Teich wird dadurch immer grösser und bunter.

Gehilfen erledigen sämtliche Arbeiten ebenfalls. Mit der Wahl eines passenden Gehilfen beim Meditieren schafft man sich eine gute Ausgangslage, um die Arbeiten effizient zu verteilen. Jeder Gehilfe darf in der Arbeitsphase einmal genutzt werden. Mit den Gehilfen vergrössert sich der Arbeitsradius.
Ist der Nachziehstapel beim Meditieren aufgebraucht, spielt man noch eine letzte Runde. Bei der Wertung zählen die eigenen Fische im Teich nach ihrer Grösse. Angrenzende Seerosen bringen einen Zusatzpunkt. Ist ein Fisch komplett von Wasser umgeben, zählt er die doppelte Punktzahl. Laternen bringen einen Punkt für jedes Plättchen, das in ihrem Lichtschein liegt. Beim Meditieren kann man auch Schriftrollen einsammeln, die Punkte für bestimmte Karten, Fische oder Gegenstände bringen. Jede Glückskarte ist am Ende noch einen Punkt wert.
Und nicht zu vergessen sind die Aufgabenkarten. Schafft man im eigenen Teich besondere Bedingungen, erhält man ein ganz besonderes Stück für die Gestaltung. Mit 5 Fischen erhält man beispielsweise eine Trauerweide, drei leere Wasserfelder bringen ein Wasserspiel. Mit diesen Accessoires kann man durch das geschickte Legen von Plättchen weitere Punkte generieren.
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Fazit zu Koi
Die Ähnlichkeit zu Bonsai ist nicht zu verbergen. Besonders mit den beiden Spielphasen (Meditieren oder Arbeiten) schafft das Spiel einen grossen Wiedererkennungswert. Den Ablauf fand ich damals schon nicht kompliziert, doch bei Koi puzzelt man ein wenig exakter an seinem Teich und der Gestaltung. Besonders mit den Aufgabenkarten variiert die Spielrichtung in jeder Partie. Man baut sich mit den Karten einen Spielmotor auf, den man in der Arbeitsphase möglichst effizient nutzen will. So ist die Meditieren-Phase ebenso wichtig, um an die passenden Karten zu gelangen, wie eine gut orchestrierte Arbeitsphase.
Und wie schon beim Vorgänger-Spiel steigt der Zeitdruck, sobald man sich eine schöne Strategie zurecht gelegt hat. Man möchte noch so viel machen, doch die Karten neigen sich dem Ende zu. Koi ist vielfältiger, bunter und ein wenig komplexer als Bonsai. Doch es wirkt geschmeidiger und runder in seinem Ablauf, bis hin zu den Wertungsmöglichkeiten und den unterschiedlichen Aufgaben. Damit gefällt es mir sogar noch ein wenig besser, als sein Vorgänger.
Fakten zu Koi
Autoren: Rosaria Battiato, Massimo Borzi, Martino Chiacchiera
Illustrationen: Emiliano Castellano
Verlag: Kosmos
Spielerzahl: 1 – 4 Personen
Spieldauer: 45 – 60 Minuten
Altersangabe: ab 12 Jahren
Benötigt: Den schönsten Teich
Wiederspielreiz: sehr gross
Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 1 – 4 Personen
Richtet sich an: Kenner




