Das Kartenspiel Panika bedient sich an einem äusserst bekannten Spielprinzip. Mit der dazugehörigen App kommt viel Unberechenbarkeit ins Spiel, die für sehr unterhaltsame Momente am Spieltisch sorgt. Wer legt seine Karten zuerst ab?

Die App zum Spiel wird dringend benötigt. Sie ist der Zähler mit dem überraschenden „Platz-Mechanismus“, der zu einem zufälligen Zeitpunkt eintritt. Die App starten und das Smartphone für alle gut erreichbar auf den Tisch legen. Um die App zu bedienen braucht es aber Karten. Die verteilt man gleichmässig an alle Mitspielenden. Von einem persönlichen, verdeckten Kartenstapel nimmt man vier Karten in die Hand.
Und so wird gespielt:
Wie es sich für ein klassisches Kartenablegespiel gehört, muss man vor allem: Karten ablegen. Am häufigsten sind die reinen Zahlenkarten. Sie sind mit den Werten von 0 bis 4 ausgestattet. Es gibt aber auch einige Sonderkarten im Spiel, die einen gewissen Effekt erzielen. Tomaten, Karotten und Broccoli sorgen für ein gesundes Spielerlebnis. Grundsätzlich spielen alle reihum eine Karte. Ist es eine Zahlenkarte, tippt man so oft auf den Bildschirm des Smartphones, wie angegeben. Die App zählt schön mit und zeigt die aktuelle Summe gross an.

Bis zur Zahl 20 kann man bedenkenlos Karten ausspielen und tippen. Von 21 bis 30 kann der Zähler irgendwo platzen. Geschieht das, wenn man gerade selber tippt, erhält man von allen Mitspielenden eine Strafkarte untergejubelt. So lautet ein wichtiges Spielmotto: Bloss nicht platzen!
Alle spielen Zahlenkarten und tippen entsprechend oft auf den Bildschirm. Dabei nähert man sich stetig der kritischen Zahlenzone.
Mit einer Gemüsekarte tippt man 5-mal. Bei einer Kombination aus zwei gleichen Gemüsekarten muss man gar nicht tippen. Das doppelte Ausspielen gilt nur für gleiche Gemüsekarten.
Doch auch mit anderen Sonderkarten kann man auf das Tippen verzichten. Spielt man einen Richtungswechsel, tippt man ebenfalls nicht auf den Zähler. Dafür ist sofort die letzte Person wieder an der Reihe.

Mit der Tippt!-Karte müssen alle anderen der Reihe nach einmal auf den Zähler tippen. Die Karte ist besonders beliebt im kritischen Zahlenbereich. Mit der Spiel Zwei – Karte muss die nächste Person zwei Karten gleichzeitig ausspielen. Dadurch entstehen unterschiedliche Kombinationen. Bei Zahlenkarten tippt man die Summe, das gilt ebenso für eine Mischung aus Gemüse- und Zahlenkarte. Zwei gleiche Gemüsekarten sind eine Null. Spielt man eine Sonderkarte in die Kombi, löst man ihren Effekt immer als Zweites ein. Muss man zwei Sonderkarten spielen, gilt nur der Effekt der zweiten Sonderkarte.
Platzt der Zähler, erhält man Strafkarten von allen Mitspielenden. Der Zähler geht automatisch wieder auf Null und das Spiel geht weiter. Nach dem Ausspielen einer Karte zieht man jeweils auf 4 Handkarten nach.
Wer nur noch eine Handkarte besitzt, muss das laut ankündigen. Vergisst man das, erhält man Strafkarten. Wer zuerst sämtliche Handkarten weggespielt hat, gewinnt die Partie – ausser der Zähler platzt noch bei der letzten Karte. Doch das möchte niemand, oder?
Monatlich den brettspielblog.ch – Newsletter erhalten
Spielend auf dem Laufenden sein. Regelmässige Informationen erhalten. Nichts verpassen. Kurz, knackig und spielend einfach…
Fazit zu Panika
Das Spielprinzip ist ja äusserst klassisch. Da legt man reihum Karten ab und minimiert seinen Stapel, bis alle weg sind. Das ist nicht neu. Bei Panika ist die Panik durch die App aber deutlich spürbar. Da versucht man, andere in die Enge zu treiben, sich selber einen Notausgang zu sichern und das Platzen des Zählers weit von sich weg zu schieben. Doch der Zähler macht eben, was er will. Das ergibt besonders witzige, spannende, unterhaltsame Momente am Spieltisch. Zum Beispiel, wenn der Zähler auf 29 steht und das Platzen spürbar in der Luft liegt. Dieses Zufallselement der App kann Retter oder Zerstörer sein.
Und nicht zuletzt regiert die Schadenfreude beim Platzen und beim Verteilen der Strafkarten. Das Spiel ist klein, simpel und schnell erklärt. Es sorgt sofort für gute Unterhaltung am Spieltisch und für wellenförmige Spannung, spätestens nach der 20.
Fakten zu Panika
Autoren: Haim & Uri Shafir
Illustrationen: Marina Zlochin
Verlag: AMIGO
Spielerzahl: 2 – 6 Personen
Spieldauer: 15 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Timing beim Karten ablegen
Wiederspielreiz: sehr gross
Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 6 Personen
Richtet sich an: Familie




