Auf grosser Expedition seilen wir uns bei Down in die Höhle ab. Dort locken viele Schätze, Ausrüstung und einige Trolle, die uns helfen wollen. Beim Würfel- und Sammelspiel wagt man sich langsam voran, um im richtigen Moment zuzuschlagen.

Die Höhle ist eine einfache Laufstrecke mit zahlreichen Feldern. Die belegt man vor dem Spiel in zufälliger Reihenfolge mit Chips, auf denen sich unterschiedliche Belohnungen befinden. Mit den Spielfiguren bildet man eine Seilschaft, bei der immer die hinterste Figur die Führungsrolle übernimmt. Mit einem Würfel bewegt man sich abwärts in die Höhle.
Und so wird gespielt:
Grosse Erklärungen benötigt das Würfelspiel nicht. Wer sich zuhinterst in der Seilschaft befindet, darf würfeln. Nun entscheidet die Person, ob sie die gewürfelte Zahl annehmen will oder nicht. Verzichtet sie, darf die zweithinterste Person die Zahl verwenden. So wandert die Wurfzahl allenfalls vorwärts bis zur ersten Person in der Reihe. Verzichtet auch die, beginnt das Prozedere von vorn mit einem neuen Wurf.

Nimmt jemand die Zahl an, wird die Spielfigur um die gewürfelten Felder in die Höhle bewegt. Leere Felder und andere Spielfiguren überspringt man dabei grosszügig und zählt sie nicht mit. Spannender als das Würfeln ist bei Down das Sammelverhalten. Bleibt man auf einem Feld stehen, nimmt man das Plättchen zu sich. Von allen Dingen findet man mehrere identische Exemplare in der Höhle.
Gegenstände (4x), Werkzeuge (3x) oder Edelsteine (3x) sammelt man vorerst einfach ein. Besitzt aber jemand 2 Exemplare von diesen Dingen, erhält die Person sofort alle Plättchen dieser Art, egal wo sie sich befinden. So kann man sich in der Höhle bedienen, aber auch bei den Mitspielenden, wenn sich schon identische Dinge in deren Sammlung befinden.

Zwei gesammelte Goldmünzen tauscht man gegen ein Wagenplättchen ein. Je eher man ein Wagenplättchen erhält, desto mehr Punkte bringt es. Goldschätze sind Unikate und bringen alleine sichere Punkte. Von den Trollen gibt es zwei Arten. Einer steigt in der Höhle nach oben und holt einen liegen gebliebenen Gegenstand, ein anderer steigt in die Höhle hinab und bedient sich dort. Es ist eine gute Möglichkeit, ein Set zu komplettieren.
Erreicht eine Spielfigur das letzte Feld, holt sie dort am Ende mit dem Wagenplättchen noch einmal letzte Punkte. In der Wertung zählen gesammelte Sets und einzelne Fundstücke in der Anzahl ihrer abgebildeten Symbole. Wer am meisten Punkte hat, gewinnt.
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Fazit zu Down – Expedition: Schatzjagd
Es ist wie so oft bei einem Spiel von Reiner Knizia: Es klingt erst alles ganz einfach, doch erst während der ersten Partie erkennt man die Auswirkungen des Sammelns. Bei Down ist es eine Frage des Timings. Will man vorpreschen und sich ein tolles Objekt sichern? Dadurch verliert man in der Seilschaft die frühe Würfelwahl. Oder rollt man die Höhle von hinten auf, übt sich in Geduld und geniesst das frühere Wahlrecht? Während ein Einzelstück noch verkraftbar ist, gönnt man niemandem ein zweites, identisches Fundstück, das mit einem Set sofort zu vielen Punkten führt. Das Klauen von Sammelstücken gehört hier zum Spiel.
Aber irgendwie kommt man um Kompromisse nicht herum. Das Würfelspiel verläuft flüssig, mit kleinen Entscheidungen. Ob man auf den nächsten Wurf hofft oder lieber sofort einsammelt, was man kriegt, hängt eben auch ein wenig vom Zufall ab. Entscheidend ist das alleine aber nicht, da das Sammeln insgesamt sehr belohnend ist. Ein ideales Familienspiel mit einer kurzen Spielzeit. Ein einfacher, aber nicht banaler Sammelspass.
Fakten zu Down – Expedition: Schatzjagd
Autor: Reiner Knizia
Illustrationen: Anna Obermüller
Verlag: EMF
Spielerzahl: 2 – 5 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Punktereiche Sets
Wiederspielreiz: gross
Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 5 Personen
Richtet sich an: Familie




