Die Aufgabe ist simpel: Zahlenreihen in auf- oder absteigender Form bilden. Doch schon bei der Kartenwahl muss man bei Up or Down? ständig kleine Entscheidungen treffen. Geht der Plan bis zu letzten Karte auf oder muss man Kompromisse eingehen?

Ein Kartenstapel mit Zahlenkarten steht im Mittelpunkt des Interesses. Je nach Anzahl teilnehmender Personen ist der Spielraum grösser oder kleiner. Mit den Rastern auf den Karten lässt sich das übrigens sehr leicht sortieren – eine gute Idee. Von jeder Zahl gibt es nur eine Karte, zudem verteilen sich 6 Farben gleichmässig unter allen Zahlen. Kartenstapel mischen, je drei Handkarten verteilen und auf dem Tisch einen verdeckten und einen offenen Nachziehstapel platzieren. Zudem legt man 6 Karten rund um diese Nachziehstapel, schön nach ihrem Wert sortiert.
Und so wird gespielt:
Der Reihe nach führen alle eine Aktion durch, der Ablauf bleibt immer gleich. Erst spielt man eine seiner Handkarten in die Auslage der 6 Karten auf dem Tisch. Da die Karten dort ihren Werten entsprechend sortiert sind, muss man die Karte passend einsortieren. Zwischen die 20 und die 34 passt also die 25. Als Belohnung darf man sich danach eine benachbarte Karte nehmen, die man gleich vor sich in die persönliche Auslage platziert. In diesem Fall also die 20 oder die 34.

In der persönlichen Auslage darf man bis zu drei Kartenreihen anlegen, die man entweder auf- oder absteigend weiterführen muss. Mit der ersten Karte stellt sich die Frage noch nicht konkret, aber schon mit der zweiten gibt man die Spielrichtung der Reihe an. Am Ende des Spielzugs zieht man eine Karte nach, ein offener und ein verdeckter Kartenstapel stehen dabei zur Auswahl.
Bei Up or Down achtet man auf zwei Ziele. Zuerst sollen möglichst lange Reihen entstehen. Wie erwähnt, darf man bis zu drei Reihen vor sich bilden. Um richtig zu punkten benötigt man aber auch gleiche Farben in seinen Reihen. Für die Wertung multipliziert man nämlich die Anzahl der Karten mit der Anzahl der am häufigsten vorkommenden Farbe in der Reihe.

Nicht immer erhält man die Karte, die man gerne möchte. Passt es einmal überhaupt nicht, muss man eine Reihe räumen und startet die mit der neuen Karte gleich wieder. Jede abgeräumte Karte bringt am Ende wenigstens noch einen Punkt. Doch es ist klar, mit einer Reihenwertung liegt bedeutend mehr drin.
Gegen Ende spitzt sich die Situation noch einmal zu, denn es wird bis zu letzten Handkarte gespielt. Es wäre besonders bitter, wenn man mit der letzten Karte noch eine Reihe räumen müsste.
Wer mit seinen Reihen und den abgelegten Karte die meisten Punkte holt, gewinnt dieses Kartensammelspiel.
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Fazit zu Up or Down?
Sind wir ehrlich, die Spielschachtel sieht etwas altbacken aus und man weiss nicht so genau, was man bei diesem Kartenspiel erhält. Doch Up or Down? ist ein echter Kramer & Kiesling und diese beiden Autoren enttäuschen nicht. Das Kartensammelspiel besitzt einen doppelten Sammelmechanismus. Die Karte, die ich nachziehe führt mich erst zu der Karte, die ich eigentlich in einer meiner Reihen einsetzen will. Meist ist es kein Problem, eine grosse Reihe zu kreieren. Doch mit diesen Punkten allein wird man kaum gewinnen. So entscheiden oft die zweite oder die dritte Reihe über den Sieg. Mit gleichen Farben schafft man sich einen tollen Multiplikator für die Wertung.
Der schönste Aufbau nützt allerdings nichts, wenn man am Ende die letzten Karten nicht unterbringt.
Up or Down? hat kleine Feinheiten, mit denen man die grossen Resultate herausspielt. Der Mechanismus für das Sammeln der Karten ist simpel und doch knifflig, weil man einmal um die Ecke denken muss. Trotz biederem Äusserem ist das also ein richtig schönes Kartensammelspiel.
Fakten zu Up or Down?
Autor: Wolfgang Kramer & Michael Kiesling
Illustrationen: Marek Bláha
Verlag: ABACUSSPIELE
Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Spieldauer: 30 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Lange Zahlenreihen
Wiederspielreiz: gross
Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie




