Die Stifte rollen wieder bei Pick a Pen – Hacker. Es ist bereits das vierte Spiel, bei dem die bunten Stifte als Würfel dienen und Zahlenvorgaben liefern. Diesmal setzt man seine Zahlen beinahe Sudoku-artig ins Raster der drei Level.

Spielerisch füllen wir in drei verschiedenen Level die Matrix aus, wir füllen Zahlen in ein Raster. Dazu gibt es in jedem Level unterschiedliche Regeln. Ein dicker Block liefert viele leere Level-Vorlagen. Das macht die Vorbereitung einfach: Level wählen, Zettel nehmen, Stifte bereitlegen. Die 5 Buntstifte haben hinten wieder eine Folie aufgeklebt, die auf jeder Seite des Sechsecks eine Zahl präsentiert.
Und so wird gespielt:
Wir waren schon bei den Riffen, in den Gärten und in den Schatzkammern unterwegs. Diesmal ist das Thema deutlich mathematischer – es geht um Zahlenkombinationen. Doch keine Angst, es gibt wenig zu berechnen, vielmehr ordnet man die Zahlen nach vorgegebenen Regeln in das Raster des gewählten Levels. Die rollenden Buntstifte liefern die Vorgaben. Jemand rollt zuerst die Stifte, alle wählen sich danach reihum einen der Stifte aus. Neben der Farbe ist natürlich die gerollte Zahl am Ende des Stiftes ganz wichtig für die Auswahl. Dieser Mechanismus ist in allen Level gleich: rollen, wählen, Zahl eintragen. Ein Eintrag ist immer zwingend, bis ein Raster komplett gefüllt ist.

Level 1 ist der Codebreaker. Es ist das einfachste Spiel. Eine neue Zahl trägt man an eine beliebige Stelle in ein 4×5 – Raster ein. Die Regeln lauten: Keine Zahl oder keine Farbe darf in einer Reihe oder Spalte doppelt vorkommen. Ist das der Fall, streicht man die entsprechenden Zahlen durch. Sie zählen nicht mehr für die Wertung, sind aber trotzdem noch vorhanden. Am Ende zählt man in den Reihen die Summen der übriggebliebenen Zahlen. Wer die höchste Summe hat, gewinnt.
Level 2 ist der Codex. Hier gibt es ein 4×4 – Raster, in das man keine Zahl doppelt in Reihen und Spalten setzen darf. Nach dem Setzen einer Zahl kann man aber immer entscheiden, ob man eine Reihe oder Spalte werten will. Das geht auch, wenn sie noch nicht komplett gefüllt ist. Punkte gibt es für die Zahlen der zuletzt gesetzten Farbe. Es darf in jedem Zug nur eine Reihe oder Spalte freiwillig gewertet werden. Volle Reihen und Spalten muss man werten. Muss man bei einer ungewerteten Reihe oder Spalte eine Zahl doppelt schreiben, erhält man dort keine Punkte. Mit der höchsten Gesamtpunktzahl gewinnt man auch hier.

Level 3 ist das Enigma. Im 5×5 – Raster muss man Kombinationen aus benachbarten, gleichen Zahlen und benachbarten, gleichen Farben generieren. Mindestens zwei Felder der beiden Kombinationsmöglichkeiten müssen in einer Reihe und Spalte sein, um in die Wertung zu kommen. Gibt es die Kombinationen, multipliziert man die Anzahl der jeweiligen Felder.
In allen 3 Level gibt es Bonuspunkte, wenn man in allen Reihen und Spalten punktet.
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Fazit zu Pick a Pen – Hacker
Das System mit den rollenden Buntstiften trägt auch in diesem Spiel wieder viel zum Knobelspass bei. Doch Pick a Pen – Hacker ist diesmal eine äusserst zahlenlastige Angelegenheit. Ähnlich wie bei einem Sudoku kombiniert man die passenden Zahlen ins entsprechende Raster. Die Stifte dazu wählt man Runde für Runde neu aus. Ist man erst gegen Ende an der Reihe, ist die Auswahl natürlich deutlich eingeschränkter oder gar unpassend. So ist man bei Level 1 oft gezwungen, Zahlen zu streichen, was ein eher negatives Spielgefühl hinterlässt. Auch bei Level 2 geht nicht jeder Plan auf, doch man kann zumindest mit geschicktem Timing beim Werten einen drohenden Punkteverlust vermeiden.
Am besten gefällt mir Level 3, bei dem man passende Kombinationen generieren muss – und zwar in Reihen und Spalten. Dort kann man Farben sammeln, aber auch gleiche Zahlen benachbarn. Man wertet das, was bei der Planung aufgegangen ist. Das alleinige Platzieren von Zahlen ist eine eher trockene Angelegenheit, funktioniert aber bei allen Level sehr gut. Nun gibt es aber die drei Vorgänger-Spiele der Pick a Pen – Reihe schon. Sie wirken thematisch und in der Aufgabenstellung einfach frischer. Da liegt bei mir die Hacker-Version klar auf Rang 4.
Fakten zu Pick a Pen – Hacker
Autor: Reiner Knizia
Illustrationen: Marlies Barends
Verlag: AMIGO
Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Spieldauer: 30 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Perfekte Zahlenreihen
Wiederspielreiz: ok
Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie




