Koffer, Katze & Sombrero – Spielkritik

Oma Hilde ist eine ziemlich verrückte Frau. Sie sammelt im Urlaub alles, was sie kriegen kann und so herrscht beim Gepäckband immer grosses Chaos. Bei Koffer, Katze & Sombrero sorgen wir für Ordnung und sortieren nach bestem Wissen und Gewissen.

Koffer, Katze & Sombrero

Die 40 Zahlenkarten bilden beim Spiel das Gepäckband. In den Farben schwarz, rot, gelb und blau rutschen die Zahlen von 1 bis 10 über das Band. Die lustigen Souvenirs verkommen ein wenig zur Nebensache. Alle erhalten zu Beginn 7 Chips in Form von Gepäck-Etiketten. Das Gepäckband bildet man aus 7 aneinander gereihten Karten, im Anschluss folgt der Nachziehstapel.

Und so wird gespielt:

Koffer, Katze & Sombrero ist ein Kartensammelspiel. Runde für Runde pflückt man einen Gegenstand vom Band. Um Ordnung ins Gepäck zu bringen, orientiert man sich dabei natürlich an der Farbe und am Zahlenwert der Karten. Der Reihe nach wählen alle ihren gewünschten Gegenstand aus Oma Hildes Urlaub. Die erste, vorderste Karte ist kostenlos. Man darf sie einfach nehmen. Will man sich weiter hinten beim Laufband bedienen, legt man auf jede Karte, die man überspringt einen seiner Chips. Besitzt man zu wenig Chips, ist die Reichweite eingeschränkt.

Koffer, Katze & Sombrero

Die eben gewählte Karte legt man vor sich in die eigene Auslage. Dort bildet man für jede Farbe eine eigene Reihe und legt die Karten leicht überlappend aufeinander. Wichtig ist: eine neue Karte derselben Farbe muss einen höheren Wert aufweisen. Ist das nicht der Fall, legt man die neue Karte verdeckt in die Reihe. Mit einer nächsten Karte darf man wieder bei einem beliebigen Wert beginnen.

Das Laufband macht seinem Namen alle Ehre. Ist eine Karte weg, rutscht man mit den Gegenständen nach. Eine neue Karte kommt ganz hinten aufs Band. Entscheidet man sich für eine Karte mit Chips, füllt man den eigenen Chips-Vorrat ganz nebenbei wieder auf und ist bei der nächsten Kartenwahl flexibler.
Lässt sich das Laufband nicht mehr mit neuen Karten auffüllen, spielt man die Runde noch zu Ende. Nun zählen bei der Wertung alle Zahlenwerte der offen ausliegenden Karten. Für die verdeckten Karten zieht man einen Punkt ab. Jeder Chip im eigenen Besitz ist ebenfalls noch einen Punkt wert.

Koffer, Katze & Sombrero

Soweit das Grundspiel. Wer ein wenig Pfiff ins Spiel bringen will, muss aber unbedingt auf die Sonderkarten zurückgreifen. Sie ergänzen oder verändern die Grundregeln des Spiels. Dann gibt es neue Ziele oder veränderte Bedingungen. So darf man beispielsweise eine 4 kostenlos vom Laufband holen oder die Reihe mit der kleinsten Summe scheidet am Ende aus. Jeweils drei zufällige Karten legt man in einer Partie aus und passt sich somit den neuen Bedingungen an. Es lohnt sich, diese Karten ins Spiel einzubeziehen.


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Fazit zu Koffer, Katze & Sombrero

Karte wählen, Reihen bilden und hohe Werte sammeln – im Grunde ist das Sammelspiel schnell verstanden. Mit den Chips muss man ein wenig haushalten, da man sonst plötzlich die eigene Auswahl einschränkt und andere den Vorzug bei den hohen, punktereichen Karten erhalten. Natürlich sind die hohen Karten begehrt, sorgen aber auch für den einen oder anderen Minuspunkt, wenn man seine Reihen wieder zurücksetzen muss.

Das Grundspiel ist fast ein wenig belanglos. So richtig Spass macht das Kartensammeln erst mit den Sonderkarten. Je nach Kombination muss man seinen gewohnten Sammelpfad verlassen und anders vorgehen. Ich würde sie auf jeden Fall sofort ins Spiel einbeziehen. Noch selten war das Salz in der Suppe so wertvoll wie mit den Sonderkarten in diesem Spiel. Das einfache Kartenspiel verändert sich mit den unterschiedlichen Bedingungen in jeder Partie ein wenig – und das mit einfachen Mitteln. Bleibt am Ende nur noch die Frage: Woher hat Oma Hilde die Mona Lisa?


Fakten zu Koffer, Katze & Sombrero

Autor: Christian Kudahl
Illustrationen: Felix Wermke
Verlag: AMIGO

Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Sortierte Souvenirs
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie

gutes Spiel

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