Selbst das Leben als Influencer ist nicht mehr einfach. Auf Reisen müssen alle Posts rechtzeitig abgesetzt werden. Und so starten wir beim Stichspiel Traveluencer auf eine Reise zu den beliebtesten Plätzen der Welt, so dass uns die Herzen zufliegen.

Im Spiel gibt es Post-Karten in den Bereichen Essen, Landschaft und Architektur, erkennbar an unterschiedlichen Farben. Die Zahlenwerte auf den Karten variieren von 1 bis 9. Einige Briefmarken-Karten mit dem Wert 0 mischt man in den Kartenstapel. In die Tischmitte legt man eine Weltkarte. Rundherum platziert man zufällig 7 Post-Karten, vorerst verdeckt. Eine Souvenir-Karte mit der Doppel-Null bekommen alle in den persönlichen Vorrat. Und schliesslich erhalten alle 14 Handkarten.
Und so wird gespielt:
Zuerst schauen sich alle ihre Handkarte an und reichen drei Karten an ihren linken Nachbarn weiter. Erst jetzt deckt man die 7 Karten auf, die um die Weltkarte liegen. Es sind die Trumpffarben in den kommenden 7 Stichrunden, gut an der Nummerierung zu erkennen. Bei Traveluencer gelten die normalen Regeln eines Stichspiels, doch man muss mit seinen Handkarten haushalten über die 7 Spielrunden.

Wer eine Runde startet, spielt Karten aus. Dabei wählt man eine Farbe und eine beliebige Anzahl an Karten, mit der man die kleinstmögliche Zahl bildet. Aus einer roten 2 und einer 4 wird also die 24. Weitere Personen müssen diese Farbe bedienen. Hat man die Farbe nicht mehr auf der Hand, weicht man aus. Allenfalls ist die aktuelle Trumpffarbe eine Alternative?
Der höchste Wert in der ausgespielten Farbe gewinnt den Stich, eine Trumpfkarte ist aber stärker, als ein hoher Wert aus mehreren „normalen“ Karten. Je nach Anzahl eingesetzter Karten für den aktuellen Stich erhält man Herzen zur Belohnung.
Speziell sind die 0 und die 00 – Karten. Man darf sie jedem Gebot anhängen. Die 00-Karte muss aber im Startgebot gespielt werden, während die 0-Karte nicht im letzten Gebot liegen darf.
Über 7 Runden spielt man seine Handkarten aus und holt sich bei einem Stich Herzen. Ein gutes Kartenmanagement ist wichtig, denn sind die Handkarten zu früh weg, bezahlt man das in jeder weiteren Runde ohne Karten mit 2 Herzen. Hat man am Ende noch Karten in der Hand, kostet das ebenfalls ein Herz pro übriggebliebener Karte.

Mit „Unerwarteten Event-Karten“ kann man das Spiel weiter variieren. Vor Runde 2, 4 und 6 sorgen die Eventkarten für wechselnde Bedingungen am Tisch und die Regeln werden kurzzeitig ausgehebelt.
Insgesamt spielt man drei Durchgänge, in denen man Herzen sammelt und auch für jeden Stich ein Herz erhält. Wer am Ende die meisten Herzen unter seine Posts bekommen hat, gewinnt das Spiel.
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Fazit zu Traveluencer
Die Posts auf Reisen müssen wohl überlegt sein. Mit den Handkarten überbietet man sich Runde für Runde, um an die Herzen zu gelangen. Je mehr Karten man für einen Stich einsetzt, umso mehr Herzen trudeln ein. Das Kartenmanagement ist bei Traveluencer sehr wichtig, denn man möchte seine Karten weder zu früh wegspielen, noch am Ende in den Händen halten.
Spielmechanisch macht das Spiel nicht viel neu. Es folgt den bekannten Regel vieler Stichspiele. Mit den Event-Karten sorgt man für überraschende Momente, eben auch ein wenig ausser Plan. Das Thema ist äusserst zeitgemäss und gut umgesetzt, inklusive der Herzen für die Punkte. Zu zweit verwendet man Spezialregeln, am besten und spannendsten spielt sich das Kartenspiel zu dritt oder zu viert. Achtung: Das Kartenspiel ist aktuell nur auf Englisch erhältlich. Das Spielmaterial ist bis auf die Event-Karten allerdings sprachneutral.
Fakten zu Traveluencer
Autor: Ryo Nakamura
Illustrationen: Daniel Cunha
Verlag: Broadway
Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Spieldauer: 30 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Herzen unter den Posts
Wiederspielreiz: gross
Geeignet für 2 Spieler: es geht
Beste Spielerzahl: 3 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie




