Wenn der Mond seine Strahlen auf die Wiese schickt, erwachen die Feen, und es spriessen die bunten Pilze. Wer bei Fairy Ring rechtzeitig sein Mana sammelt, kommt gut durch den Winter. Dazu muss man sich in jeder Runde für die richtige Karte entscheiden.

Alle nehmen sich ein Stück Wiese, auf der sie ihre Pilze, das Dorf, wachsen lassen. Mit einer Startkarte erhält man eine erste Pilzkarte, auf der man seine Fee platziert. Auf einem Punkterad notiert man seine persönlichen Punkte. Zu Beginn steht da noch die 0. Die Spielkarten mischt man in zwei Stapel. 7 verdeckte Karten erhält man für die erste Spielrunde von Stapel 1 zugeteilt.
Und so wird gespielt:
Grundlage von Fairy Ring ist ein Karten-Drafting. Man wählt eine der zugeteilten Karte für seinen Spielzug aus und gibt die restlichen Karten weiter. Das ist auch die erste Aktion des Spiels. Unter dem eigenen Wiesenstück platziert man verdeckt die Karte, die man gleich verwenden will. Das können alle gleichzeitig erledigen. Die restlichen Karten legt man seitlich hin, die Startperson ist gut erkennbar an einem kleinen Tableau, auf das sie die Karten legen kann.

Die weiteren Aktionen spielt man reihum, beginnend bei der Startperson. Erst deckt man die gewählte Karte auf und platziert den Pilz oberhalb der Wiese in seinem Pilzdorf. Eine neue Pilzkarte legt man links oder rechts an einen bestehenden Pilz. Pilze derselben Art darf man auch stapeln, damit sie einen grösseren Effekt bringen.
Danach bewegt man seine eigene Spielfigur mit der Fee. Feen wandern grundsätzlich im Uhrzeigersinn von Pilz zu Pilz. Kommen sie am Ende einer Wiese an, wechseln sie auf die nächste und fliegen dort weiter. Jeder Pilz ist also ein neues Feld auf dem Rundkurs aller Feen.
Den aktuellen Bewegungswert findet man auf der Pilzkarte, die man eben ausgelegt hat. Zeigt die Karte eine 4, wandert die Fee also 4 Pilze weiter im Uhrzeigersinn. Am Ende landet sie auf einem Pilz und sammelt dort ihr Mana ein. Die bunten Pilze erzeugt auf unterschiedliche Art und Weise ihr Mana. Dazu später mehr. Landet man auf einem Pilz der eigenen Wiese, nimmt man das gefundene Mana selber. Bei einem Pilz einer anderen Person, erhält die Besitzerin oder der Besitzer des Pilzes das Mana. Hat man einen Pilz derselben Art auf der eigenen Wiese, wertet man ihn ebenfalls. Wer auf fremden Wiesen landet, sollte den Landungspilz also mit Bedacht wählen.
Mana nimmt man in Form von Plättchen aus dem Vorrat. Besitzt man 20 Mana, tauscht man sie sofort um in einen Siegpunkt, den man auf der eigenen Drehscheibe notiert.

Die einzelnen Pilzarten sorgen für unterschiedlichste Erträge. Der lila Pilz bringt die angegebene Zahl an Mana, der orange Pilz macht Ertrag aufgrund seiner Höhe, der gelbe Pilz orientiert sich an der Anzahl Pilze auf der eigenen Wiese. Der pinke Pilz bringt Mana in Höhe des Bewegungswerts der Fee, die auf ihm landet. Beim grünen Pilz zählt man die Glühwürmchen auf seiner Wiese und der blaue Pilz bringt nie Mana, wenn man auf ihm landet. Dafür erhält man Mana, wenn eine Fee an ihm vorbeifliegt.
6 Karten spielt man in dieser Art weg, die 7. Karte kommt aus dem Spiel. In einem zweiten Durchgang bekommt man 7 neue Karten, um seine Wiese zu erweitern. Wieder legt man 6 Karten aus. Wer am Ende die meisten Punkte geholt hat, gewinnt das Spiel. Bei einem Gleichstand entscheidet das Mana.
Mit Zielkarten kann man weitere Spielreize setzen. Erreicht man eines der drei ausliegenden Ziele, legt man eine Blume auf die entsprechende Zielkarte und notiert sich sofort einen Punkt auf dem Drehrad. Es lohnt sich, die Zielkarten beizuziehen. Das Spiel wird dadurch nicht viel komplexer.
Monatlich den brettspielblog.ch – Newsletter erhalten
Spielend auf dem Laufenden sein. Regelmässige Informationen erhalten. Nichts verpassen. Kurz, knackig und spielend einfach…
Fazit zu Fairy Ring
In der bunten und magischen Welt der Pilze und Feen lassen wir unsere Karten wandern. In jeder Runde wählen wir einen neuen Pilz, den wir auf unserer Wiese platzieren müssen. Gleichzeitig legen wir uns aber auch auf die Anzahl der Schritte fest, die unsere Fee im nächsten Zug zurücklegt. Je eher man am Zug ist, desto sicherer lassen sich die Bewegungsschritte kalkulieren. Macht man seinen Spielzug erst etwas später in der Runde, schiessen zuvor weitere Pilze aus dem Boden, die man nicht unbedingt in seine Schritte einberechnet hat. Dieses Pokern um die möglichen Landeplätze der Feen macht denn auch den grossen Teil des Spielreizes aus.
Spielerisch ist Fairy Ring eine einfache Angelegenheit: Karte wählen, Schritte machen, Mana einsammeln. Wer die richtigen Pilze anbaut, die zudem im Einklang mit anderen Wiesen stehen und auch noch seine Schritte perfekt vorausplant, der holt sich genügend Mana, um an viele Punkte zu kommen. Zwischen diesem Plan und der tatsächlichen Situation liegt aber auch viel Zufall im Spiel.
Fakten zu Fairy Ring
Autoren: Laurence Grenier, Fabien Tanguy
Illustrationen: Maud Chalmel
Verlag: Repos
Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Spieldauer: 40 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Gute Pilze für Mana
Wiederspielreiz: gross
Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie




