Let’s schätz – Spielkritik

So viele Dinge im Leben werden mit Zahlen festgelegt. Doch wovon gibt es mehr und wovon weniger? Beim kooperativen Let’s schätz treffen wir unsere Einschätzungen und bringen Ordnung in unser Halbwissen, bis die Reihenfolge stimmt.

Let's schätz

Bei diesem Spiel kann man ohne Vorbereitungen und langes Regeln lesen ran. Vom riesigen Vorrat an Fragekarten zieht man sich 9 heraus und bildet einen kleinen Stapel. Dazu legt man eine zufällige Referenzkarte auf den Tisch, die einen ersten Zahlenwert liefert, an dem man sich orientieren kann. Das wars mit den Vorbereitungen und wir starten sofort in die erste Partie.

Und so wird gespielt:

Trotz kooperativem Spiel gibt es eine aktive Person, die die oberste Fragekarte vom Stapel nimmt und sie laut vorliest. Danach ist das Team gefragt. Wie ordnet man die Antwort ein? Antworten auf die vielen Fragen gibt es immer in Form einer Zahl. Im gesamten Spiel kommt keine Zahl doppelt vor, so müssten also immer klare Entscheidungen möglich sein. Da eine erste Referenzzahl schon auf dem Tisch liegt, einigt man sich bei der ersten Fragekarte, ob der Wert grösser oder kleiner ist als die ausliegende Zahl. Am Ende sollen alle Fragekarten mit aufsteigenden Werten nebeneinander liegen.

Let's schätz

Die Fragen sind thematisch bunt gemischt. Das macht auch den Reiz des Spiels aus. Weiss zufällig jemand, wie viele Zimmer es im Buckingham Palast gibt? Und war Joe Biden wirklich ein Sammler von Weihnachtsbäumen? Kann sich das Team nicht auf eine Antwort einigen, entscheidet die aktive Person. Denn schon mit der zweiten Fragekarte muss man flexibel denken. Neue Karten lassen sich auch zwischen bereits ausliegende legen. Und oft ist es eine äusserst knappe Angelegenheit mit den Zahlen.

So arbeitet man die 9 Fragekarten ab und ordnet sie fleissig auf dem Tisch, bis die Gruppe zufrieden ist. Danach geht es fliessend zur Wertung über, indem man mit dem Aufdecken der Karten beim vermeintlich kleinsten Wert beginnt.

Let's schätz

Auf der Rückseite der Karten stehen die korrekten Zahlen. Solange die Werte aufsteigend sind, lässt man die Karten in der Reihenfolge liegen. Deckt man eine Karte mit einem tieferen Wert auf, entfernt man sie aus der Reihe und legt sie als Minuspunkt vor sich ab. So kontrolliert man die gesamte Reihe und entfernt hoffentlich ganz wenige Karten.
Mit 10 Punkten startet man in die Wertung. Für jede falsche Karte zieht man einen Punkt ab. Auf einer Tabelle kann man am Ende nachlesen, wie gut die Teamleistung bei der Einschätzung der Ereignisse war. Je höher die Zahl, desto mehr Wissen (oder auch Glück?) war vorhanden.


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Fazit zu Let’s schätz

Das Kartenspiel ist so einfach konzipiert und trotzdem gibt es immer Diskussionen am Tisch. Neben Wissen mischt sich viel Halbwissen in eine Partie. Wer folgt wohl der richtigen Spur und kann die Werte korrekt einordnen? Je nach Zusammenstellung der Fragekarten kann eine Lösung einfacher sein. Doch in jeder Partie kommt man an einen Knackpunkt, an dem die Differenz eben eher klein ist. Welche Karte schätzt man dann höher ein als die andere? Einige Themen bringen überraschende Ergebnisse, andere erstaunen weniger. Schon mit der Referenzzahl kann man mehr oder weniger Glück haben – je nach Mischung der Fragekarten.

Let’s schätz ist ein interessantes Ratespiel, auch für grössere Gruppen. In jeder Runde erfährt man etwas Neues und ordnet die Situationen neu ein. Das macht Spass und ist in einer Gruppe auch sehr unterhaltsam. Das Resultat ist, wie so oft bei dieser Art von Spielen, nebensächlich. Mit dem einfachen und schnellen Zugang kann man das Spiel überall mit Erfolg auf den Tisch bringen.


Fakten zu Let’s schätz

Autoren: Billy Langsworthy, Deej Johnson, Matt Burtonwood
Illustrationen: Ajsa Zdravkovic
Verlag: Helvetiq

Spielerzahl: 2 – 8 Personen
Spieldauer: 15 Minuten
Altersangabe: ab 10 Jahren
Benötigt: Ordnung im Zahlenbereich
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: gut
Beste Spielerzahl: ab 3 Personen
Richtet sich an: Familie

gutes Spiel

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