Alles ist sehr minimalistisch, wenn sich die hölzernen Spielsteine in einer Reihe zu immer neuen Türmen erheben. Bei Stakko spielt man im direkten Duell seine Scheiben auf die gegenüberliegende Seite. Wer bildet am Ende den höchsten Turm?

Stakko ist ein reines 2 Personen-Spiel. Zu Beginn legt man mit den grauen Scheiben eine Strasse zwischen die Duellierenden. Das Ende der Strasse bildet je eine rote Scheibe. Auf die roten Scheiben platziert man seine Spielsteine – 9 schwarze Steine oder 9 weisse Steine bilden einen grossen Start-Turm.
Und so wird gespielt:
Gezogen wird abwechselnd. Wer an der Reihe ist, zählt zuerst die Anzahl seiner eigenen Türme. Ein Turm ist im eigenen Besitz, wenn die oberste Scheibe die eigene Farbe trägt. Zu Beginn ist das also einer. Entsprechend der Anzahl eigener Türme, bewegt man einen seiner Türme auf dem Weg vorwärts. Die Schrittzahl muss genau eingehalten werden, doch man darf seinen Turm beliebig teilen. Auch eine einzelne Scheibe darf bewegt werden.

Und so vermehren sich einerseits die Türme, weil man damit eine grössere Anzahl an Schritten generieren will. Andererseits übernimmt man fremde Türme, wenn man seine Scheiben irgendwo draufsetzen kann. Das Ziel aller Bemühungen ist die rote Scheibe auf der gegenüberliegenden Seite. Dort muss man möglichst viele Scheiben platzieren. Jede Scheibe zählt am Ende, auch wenn sich in den unteren Regionen fremde Scheiben befinden, die man unterwegs übernommen hat. Das Ziel muss mit der korrekten Schrittzahl erreicht werden.
Entsteht zwischenzeitlich eine einseitige Blockade, bei der jemand nicht mehr ziehen kann, spielt die andere Person weiter ihre Züge. Die Partie endet, wenn niemand mehr korrekt vorwärts ziehen kann. Wer dann den höchsten Turm auf der gegenüberliegenden Seite besitzt, gewinnt das Spiel.

Wer es noch taktischer mag, darf auch die grauen Scheiben verschieben, wenn ein eigener Turm draufsteht. Dadurch kann sich das Spielfeld ganz plötzlich verkleinern.
In einem total offenen Spiel ist auch die rote Scheibe nicht mehr tabu. Man darf sie ebenfalls vorwärts ziehen. So verändert sich das Ziel ebenfalls. Die letzte Scheibe wird ganz einfach zum neuen Zielstein.
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Fazit zu Stakko
Ein abstraktes Duellspiel erwartet uns bei Stakko. Die Regeln sind simpel: Türme zählen, Scheiben vorwärts ziehen, Zielstein erreichen. Am Ende ist das aber gar nicht so einfach, wie es klingt. Erst baut man seine Schrittmöglichkeiten aus, um sie rechtzeitig wieder einzudämmen, weil man das Ziel mit der korrekten Schrittzahl erreichen muss. Feindliche Übernahmen vereinfachen die Planung nicht. Noch pikanter wird es, wenn auch die grauen oder gar die roten Scheiben mitmischen. Dann checkt das Hirn hochtourig sämtliche Möglichkeiten ab, um den perfekten Spielzug zu finden.
Alles findet spielerisch in einer Linie und mit zahlreichen Holzscheiben statt. Es ist eindrücklich, welche Spieltiefe plötzlich entsteht. Wer vorausschauend denken kann, ähnlich wie beim Schach, besitzt spielerische Vorteile. Die Lernkurve steigt über mehrere Partien. Und mehrere Partien sind gut möglich, denn die Spielzeit ist ebenso knackig, wie das Spiel selber.
Fakten zu Stakko
Autor: Laurent Escoffier
Illustrationen: Ajsa Zdravkovic
Verlag: Steffen Spiele / Helvetiq
Spielerzahl: 2 Personen
Spieldauer: 15 Minuten
Altersangabe: ab 9 Jahren
Benötigt: Den grössten Turm am Ziel
Wiederspielreiz: gross
Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 Personen
Richtet sich an: Familie




