Im Jahr 2000 wurde das Kartenspiel Zoff im Zoo von der Jury „Spiel des Jahres“ empfohlen. Und noch immer ist der tierische Klassiker gefragt. Jetzt ist eine Neuauflage bei Heidelbär Games erschienen. Die Tiere sorgen für weitere Schreckmomente im Zoo.

Tierisch tolle Karten erwarten uns bei diesem Kartenspiel. Die zahlreichen Tierarten stehen im Mittelpunkt, nennen aber auch die Tiere, vor denen sie Respekt haben und sich erschrecken. Mücken und das Chamäleon lassen ihren speziellen Charme wirken. Alle 60 Tierkarten werden gleichmässig verteilt. Die Punktekarten legt man bereit. In einem ersten Durchgang startet man ein Einzelspiel.
Und so wird gespielt:
Im Grunde genommen ist Zoff im Zoo ein Stichspiel, bei dem man zuerst alle seine Handkarten wegspielen muss. Das macht man, indem man ausliegende Tiere erschreckt oder in der Anzahl überbietet. Im eigenen Spielzug gibt es eine Auswahl an Möglichkeiten, aus denen man genau eine wählt. Liegt noch keine Karte auf dem Tisch spielt man ein Tier oder mehrere gleiche Tiere aus. Dazu macht man eine Ansage: „Ein Löwe!“

Die nächste Person kann nun überbieten. Der Löwe hat Angst vor dem Elefanten. Also würde es reichen, einen Elefanten auszuspielen, um den Löwen zu vertreiben. Mehr Tiere der bereits ausliegenden Art machen ebenfalls Angst. So kann man alternativ auch 2 Löwen in die Mitte legen. Vor wem die Tiere sich fürchten, liest man in der Sprechblase auf den Karten ab. So können sich ganze Tierketten über die einzelnen Spielzüge bilden. Nur der Orca fürchtet sich vor niemandem.
Kann oder will man nicht spielen, passt man. In der nächsten Runde kann man trotzdem wieder mitbieten.
Haben eine ganze Runde lang sämtliche Personen gepasst, darf man den Kartenstapel einsammeln und neue Tiere ausspielen. Das hilft enorm, um seine Kartenhand zu bereinigen.
Mit dem Chamäleon gibt es einen Joker, der sich jedem Tier anschliessen kann. Etwas nutzlos erscheint auf den ersten Blick die Mücke. Niemand fürchtet sich vor ihr, doch man kann aus einer Mücke einen Elefanten machen. Das macht eine Einzelmücke plötzlich zu einem mächtigen Tier.

Ganz flott spielt man Runde für Runde und bietet sich tierisch voran. Je eher man seine Karten wegspielt, desto mehr Punkte holt man. Grundsätzlich kann man nach einer Einzelrunde das Spiel beenden, doch bei Zoff im Zoo ist das eigentlich erst der Start ins Teamspiel. Mit der Ausgangslage der ersten Runde bildet man Teams. Die können sich in folgenden Durchgängen vor der Partie mit einem Kartentausch unterstützen. Schwache Teammitglieder können von ihren starken Partnern zudem Kartenhilfe anfragen während der Partie.
Punktekarten holt man sich im Team. Sammelt man auch noch Löwen, gibt das Extra-Punkte. Mindestens ein Igel sollte jeder für sich persönlich auch im Kartenstapel haben, sonst kostet das einen Punkt. Über mehrere Runden mischt man immer neue Teams. Wer zuerst 19 Punkte gesammelt hat, gewinnt.
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Fazit zu Zoff im Zoo
Das Kartenspiel hat nun schon einige Jahre auf dem Buckel. Aber es macht immer noch tierischen Spass. In erster Linie kommt es mit viel Charme daher. Die Illustrationen sind einfach toll, auf beiden Kartenseiten. Während das Einzelspiel ganz einfach zu bewältigen ist, geht es nachher nahtlos in den Team-Modus über, der noch einmal zusätzliche Möglichkeiten bietet mit dem Kartentausch und der Unterstützung. Anhand der Punktzahl bilden sich in jedem Durchgang neue Teams. Auch das trägt zu einem meist ausgewogenen Spiel bei.
Bald lernt man die Tiere und ihre Schreck-Ketten kennen. Je nach Kartenhand muss man seine Spielweise anpassen, um in die hohen Punkteränge zu kommen. So manche unscheinbare Mücke hat die Pläne schon durchkreuzt. Mindestens 4 Personen muss man allerdings sein, um eine Partie zu starten.
Fakten zu Zoff im Zoo
Autor: Frank Nestel
Illustrationen: Doris Matthäus
Verlag: Heidelbär Games
Spielerzahl: 4 – 7 Personen
Spieldauer: 20+ Minuten
Altersangabe: ab 10 Jahren
Benötigt: Alle Karten weg
Wiederspielreiz: sehr gross
Geeignet für 2 Spieler: kein 2er-Spiel
Beste Spielerzahl: 4 – 7 Personen
Richtet sich an: Familie




