Linyo – Spielkritik

Die Aufgabe bei Linyo ist klassisch einfach: würfeln, entscheiden, Linie ziehen. Doch an welchem der vier Startorte verlängert man und wie weit will man gehen? Es sind die kleinen Entscheidungen, die am Ende über den Sieg entscheiden.

Linyo

Das Roll & Write – Spiel erinnert ein wenig an Snake, das sich ganz zu Beginn auf den Mobiltelefonen verbreitet hat. Denn auch hier werden die Linien immer länger, und sie dürfen sich auf keinen Fall kreuzen. Alle erhalten zuerst einen Zettel mit kleinen Quadraten in den drei Spielfarben. Mit einem ersten Wurf erhalten alle vier Farben. Nun wählt man, entsprechend der Farben, vier Startfelder für seine Linien auf dem eigenen Zettel und trägt dort einen Kreis ein. Damit ist Linyo startklar.

Und so wird gespielt:

Die vier Würfel zeigen nur Farben, die man in kleinen Quadraten gut verteilt auch auf dem eigenen Spielzettel findet. Alle sind immer gleichzeitig am Zug. Würfelt jemand eine neue Kombination, sind alle gefordert, auf ihrem Zettel eine geeignete Fortsetzung ihrer Linien zu finden. Für jede Würfelfarbe darf man eine Linie um ein Feld weiter ziehen. Somit kann man eine Linie um bis zu 4 Felder verlängern.

Linyo

Den Ursprung haben die Linien bei ihren Startpunkten. Einmal gestartet, befinden sie sich später irgendwo im Spielfeld. Die Linien dürfen sich niemals kreuzen. Einmal benutzte Felder sind tabu. Auf einigen Feldern findet man einen Bonusstern. Endet man mit seinem Spielzug dort, erhält man ein zusätzliches Feld in einer beliebigen Farbe geschenkt. Mit diesem Sonderfall ist sogar eine einmalige Erweiterung um 5 Felder möglich.

Irgendwann gibt es kaum freie, passende Felder mehr auf dem Zettel. In jedem Spielzug muss man eine Linie um mindestens 2 Felder erweitern. Schafft man das nicht, weil der Platz zu knapp wird oder die Würfelfarben nicht passen, muss man eine Linie abbrechen. Das macht man, indem man ein Kreuz am Ende einer Strecke notiert. So minimiert sich die Anzahl der Linien auf dem eigenen Zettel und damit auch die Möglichkeiten in einem neuen Wurf. Ein freiwilliges Abbrechen der Linien ist nicht erlaubt.

Linyo

Hat mindestens eine Person am Ende einer Runde alle Linien abgebrochen, endet die Partie. Alle zählen nun in jeder Reihe die Anzahl der freien Felder. Wer in der Summe die wenigsten freien Felder besitzt, gewinnt das Spiel.

Zwei unterschiedliche Seiten auf den Zetteln bieten ein wenig Abwechslung. Zur Steigerung des Schwierigkeitsgrades erhöht man ganz einfach die Anzahl der obligatorischen Felder in einem Spielzug. Muss man mindestens 3 Felder in jedem Zug verlängern, macht das die Sache schon deutlich schwieriger, mit 4 Felder wird es zu einem extremen Spiel.


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Fazit zu Linyo

Das kleine Würfelspiel ist eine klassische Knobelaufgabe. Würfeln, sich auf dem eigenen Zettel orientieren und seine Linien verlängern. Mit jedem Wurf bilden sich längere Bleistiftschlangen auf dem Zettel. Das Spielprinzip ist ganz einfach und alle sind immer am Spiel beteiligt. Um am Ende um den Sieg mitspielen zu können, muss man regelmässig viele Felder eintragen. Nur auf Sicherheit zu spielen und das Minimum an Feldern zu belegen, wird spielerisch zu einem Bumerang. Sobald sich jemand mit seinen Linien festfährt, endet das Spiel allenfalls mit noch zahlreichen leeren Feldern. Das eigene Glück ist auch vom Tempo der Mitspielenden abhängig.

Man muss also eine gute Mischung finden aus dem Verlängern der Linien und dem Freilassen von Feldern, damit möglichst lange möglichst viele Optionen offen bleiben. Wie immer beim Würfeln bleibt eine Glückskomponente, die sich nicht beeinflussen lässt. Es bleiben trotzdem genügend Möglichkeiten, um seine Felder zu füllen. In jeder Runde sind kleine Entscheidungen gefragt. Das macht das Spiel klassisch gut.


Fazit zu Linyo

Autor: Florian & Steffen Benndorf
Illustrationen: Christian Opperer
Verlag: KENDi Games

Spielerzahl: 2 – 6 Personen
Spieldauer: 15 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Lange Linien
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 6 Personen
Richtet sich an: Familie

gutes Spiel

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