Die grosse Reise – Spielkritik

Immer im Herbst zieht es einige Vögel Richtung Süden. Bei Die grosse Reise begleiten wir eine Vogelart und weichen allen Gefahren bestmöglich aus. Wer zuerst sein Ziel erreicht, gewinnt das Spiel. Dabei müssen wir die Fähigkeiten der Tier berücksichtigen.

Die grosse Reise

Auf dem grossen Spielbrett sehen wir die Karte Europas und Afrikas, auf der mehrere Routen der Vögel eingezeichnet sind. An zahlreichen Stationen kommen die Tiere vorbei, bis sie ihr Ziel erreicht haben. Dabei fliegt die Krickente natürlich weniger weit in den Süden als beispielsweise der Weissstorch. Alle wählen sich zu Beginn ihren gewünschten Vogel und nehmen sein Tableau. Einen Marker stellt man auf die Startposition der Karte Europas. Auf dem eigenen Tableau legt man alle seine Gefahrenmarker auf Null. Die Flugkarten mischt man gut durch und legt sie an den unteren Rand des Spielbretts.

Und so wird gespielt:

Über mehrere Runden fliegt man mit seinem Vogel und wählt bei jeder neu aufgedeckten Karte die Flughöhe. Mit dem ersten Aufdecken einer Karte entscheiden sich alle für die untere oder die mittlere Flughöhe und stellen ihre Vogelfigur auf die entsprechende Position der Karte. Da alle immer gleichzeitig spielen, sind die Entscheidungen schnell getroffen.

Die grosse Reise

Leider findet man nicht nur die drei Flughöhen auf der Karte. Oft lauern dort Gefahren für die Tiere. Im unteren Bereich können das Jäger sein oder Verschmutzung, in der Mitte kommen Winde auf oder der Greifvogel schnappt zu und ganz oben zu fliegen, treibt die Erschöpfung voran. Anhand von Symbolen erkennt man schnell die Auswirkungen der aktuellen Flughöhe.
Die eben erreichte Gefahr der Flughöhe trägt man auf dem eigenen Tableau ein, indem man seinen Marker in der entsprechenden Rubrik um eine Position nach rechts verschiebt.

Mit dem Aufdecken einer nächsten Karte kommen auch die Vögel voran. Beim Übertritt auf eine neue Karte darf man die Flughöhe so belassen, wie sie ist, oder um eine Position nach oben oder unten verändern. Wieder trägt man allenfalls angetroffene Gefahren auf dem eigenen Tableau nach. Je weiter man seinen Vogel auf den Karten rückt, desto mehr Schritte darf er auch auf dem grossen Spielplan zurücklegen. Ist man hingegen zu mutig, droht ein Absturz.

Die grosse Reise

Kommt einer der Gefahrenmarker ans Ende seiner Leiste, stürzt der Vogel ab. Er kann in der nächsten Runde wieder mitfliegen, macht aber aktuell leider keinen Schritt auf dem Spielplan. Um das zu verhindern, muss man frühzeitig aussteigen. Fliegt der Vogel auf der niedrigsten Flughöhe, und nur dort, kann man ihn von der Karte nehmen und die aktuelle Flugdistanz fixieren.
Solange noch Vögel im Kartenflug sind, zieht man neue Karten nach.

Auf dem Spielbrett fährt man danach die Anzahl der gewonnenen Karten-Schritte. Von 0 – 9 liegt alles drin. Die Gefahrenmarker stellt man zurück auf Start. Es kann sein, dass man mit einem kleinen Handicap auf die nächste Reise gehen muss, denn auch auf einigen Positionen des Spielbretts lauern Gefahren, die man bereits für die neue Runde bei sich einträgt.
Wer über mehrere Flugrunden sein Ziel zuerst erreicht, gewinnt das Wettrennen nach Afrika.


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Fazit zu Die grosse Reise

Insgesamt ist das Wettfliegen der Vögel auf unterschiedlichen Flughöhen eine sehr ausgeglichene Sache. Da wird ein „Push your luck“-Mechanismus zelebriert, bei dem man sich noch zwischen drei Stufen entscheiden muss. Die Vögel sind nach ihren Fähigkeiten eingestuft. Mit der Krickente muss man kleinere Schritte machen als mit dem Schwarzmilan. Das hat mit den einzelnen Fähigkeiten zu tun. Einige Tiere ignorieren Gefahren auch einfach, ein Greifvogel kann einem Schwarzmilan nichts anhaben. So muss man sich auf seinen Vogel einstellen und dementsprechend agieren. Ein allfälliger Absturz wird mit einem kleinen Bonus für die nächste Runde vergütet. Durch ein Aufwindplättchen darf man einen erneuten Absturz einmalig herauszögern.

Die grosse Reise spielt sich richtig flüssig vorwärts, auch in grösseren Spielrunden. Die kurzen Entscheidungen gelten der eigenen Flughöhe und den Gefahren. Und man legt das Risiko selber fest. Die Aufwindplättchen federn einen Crash etwas ab. Informationen zu den einzelnen Vogelarten runden das Angebot richtig schön ab. Das ist ein schönes, informatives Familienspiel.


Fakten zu Die grosse Reise

Autor: Charlec
Illustrationen: Maud Briand, Guillaume Tavernier
Verlag: Game Factory

Spielerzahl: 2 – 8 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Zugvögel am Ziel
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 8 Personen
Richtet sich an: Familie

gutes Spiel

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