Vorbereitungen braucht es kaum bei Greedy Goose. Schmeisst die Karten auf den Tisch und los geht’s! Ein schnelles Push your luck-Spiel mit eingängigem Mechanismus. Nur zu gierig sollte man bei diesem Kartensammelspiel einfach nicht sein.

Die Karten verdeckt auf dem Tisch ausbreiten und gut durchwühlen. Alle nehmen sich drei Karten in die Hand, darunter dürfen keine Aktionskarten sein und das Mass soll nicht überschritten werden (dazu später mehr). Und schon ist man bereit für das grosse Zocken, damit man am Ende noch die richtigen Karten in der Hand hält.
Und so wird gespielt:
Die Gänse sind ja unersättlich. Sie picken alles auf, was ihnen vor den Schnabel kommt. Nur Wiederholungen schätzen sie nicht besonders. Wer am Zug ist, muss eine Karte vom Tisch aufdecken. Danach können mehrere Situationen auftreten. Entweder man hört auf mit dem Aufdecken von Karten und nimmt alle offen ausliegenden Karten auf die Hand. Oder man deckt weitere Karten auf. Vorsicht: Liegen plötzlich zwei gleiche Karten auf dem Tisch, muss man alle Karten zu sich nehmen. Solange das nicht der Fall ist, entscheidet man nach jeder Karte, ob man weiter aufdeckt oder nicht.

Als dritte Möglichkeit kann man nämlich passen. Dann ist die nächste Person an der Reihe und muss zuerst wieder eine Karte aufdecken. Die Entscheidungen werden nach den gleichen Regeln getroffen. So geht das rundum mit Karte aufdecken, Karten nehmen, weitermachen oder passen.
Es gibt genau 5 unterschiedliche Karten im Spiel, erkennbar an den Farben. Sie besitzen die Werte von 1 bis 5. Wenn man Karten auf die Hand nimmt, findet eine Kontrolle statt. Von jeder Karte darf man nämlich nur so viele auf der Hand halten, wie es ihr Wert angibt. Besitzt man zu viele Karten einer Farbe, muss man sie abwerfen. Ganz schwierig ist das bei der 1er-Karte. Schon mit der zweiten 1er-Karte gibt man sie wieder ab.

Noch ungemütlicher wird es mit den Aktionskarten. Deckt man eine Aktionskarte auf, entscheidet man sofort, ob man sie nutzen will oder nicht. Man kann mit den Aktionen eine Karte verschenken, eine Karte klauen, sowie schenken oder klauen. Gerade beim Schenken kann man unliebsame Karten loswerden, einer anderen Person aber auch die Karte zu viel in die Hand spielen.
Sind alle Karten vom Tisch, endet die Partie. Zu diesem Zeitpunkt muss man möglichst viele Karten in der Hand halten. Jede Karte bringt einen Punkt, eine 1er-Karte sogar 3 Punkte. Man kann sich das Geschnatter am Tisch vorstellen, wenn ein Gewinner feststeht.
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Fazit zu Greedy Goose
Mit einem grundsätzlich einfachen Mechanismus erlebt man bei Greedy Goose ganz viele Gefühlsschwankungen. Man kommt nicht darum rum, zwischendurch Karten abzuwerfen. Am Ende muss das Timing stimmen, damit man viele Karten in der Hand hält. So kann das Passen ein ebenso kluger Schachzug sein, als auch ein Geschenk zur richtigen Zeit. Wer aufmerksam das Sammelverhalten am Tisch verfolgt, weiss, welche Karten man anderen unterjubeln muss. Das könnte also zu einer schnatterhaften Partie ausarten, bei der man sich nie zu früh auf seine Kartenhand festlegen sollte. Und nicht zuletzt spielt ein wenig Glück mit beim Aufdecken der Karten. Man muss eben manchmal genügsam sein bei diesem unterhaltsamen Kartenspiel.
Fakten zu Greedy Goose
Autor: George Feledichuk, Duvey Rudow, Leo Taylor
Illustrationen: René Amthor
Verlag: AMIGO
Spielerzahl: 2 – 6 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Zahlreiche Snacks
Wiederspielreiz: gross
Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 6 Personen
Richtet sich an: Familie




