Sneaky – Spielkritik

Die ersten spielerischen Erinnerungen an meine Kindheit führen mich zu den Farbwürfeln. Bei Sneaky zockt man mit den passenden Farben um die grösste Beute und die Farbwürfel stehen im Zentrum des kurzen Würfelspiels.

Sneaky

7 Farbwürfel gehören zum Spiel, dazu Räuberkarten mit den Werten von 1 bis 3. Mit den Handschellen kann man zudem um einen Mehrheitenbonus spielen. So nehmen sich zu Beginn alle zwei Handschellenkarten. Als offene Auslage legt man eine 1er-, eine 2er- und eine 3er-Räuberkarte unterschiedlicher Farbe offen auf dem Tisch bereit. Die restlichen Räuberkarten liegen gemischt als Nachziehstapel bereit.

Und so wird gespielt:

Sneaky ist ein kleines Zockerspiel und bedient sich am bekannten Push your luck-Mechanismus. Oder anders ausgedrückt: Hört man rechtzeitig mit seinem Spielzug auf oder verspielt man alles? Wer am Zug ist, würfelt mit sämtlichen 7 Farbwürfeln und sieht sich das Resultat an. Mindestens einen Würfel muss man passend auf eine Räuberkarte legen. Ist das nicht möglich, endet der Spielzug bereits und die nächste Person ist an der Reihe.

Sneaky

Es ist auch erlaubt, mehrere Würfel passend abzulegen. Nach einem geglückten Wurf entscheidet man, ob man weitermachen will oder nicht. Bei jedem weiteren Wurf nimmt man die übriggebliebenen Würfel und der Vorgang beginnt erneut. Bereits platzierte Würfel darf man nicht mehr entfernen in seinem Spielzug.
Ein Aufhören lohnt sich erst, wenn man mindestens einen Auftrag erfüllt hat und die gewünschten Farbwürfel auf einer Räuberkarte liegen. Dann darf man die Karte zu sich nehmen, wenn man den Spielzug nach dem Ablegen eines obligatorischen Würfels freiwillig beendet.

Gesammelte 1er-Karten legt man verdeckt vor sich ab, sie bleiben fest im Besitz. Gesammelte 2er- und 3er-Karten legt man auf einem Stapel offen vor sich aus. Sie können in den weiteren Spielzügen von den Mitspielenden ebenfalls erobert werden, wenn man die passenden Farbwürfel drauflegt.

Sneaky

Bleiben noch die Handschellen. Sie bringen bis zu 5 Bonuspunkte, wenn man am Spielende die meisten Handschellen besitzt. Zusätzliche Handschellen erhält man, wenn man in einem Spielzug zwei Karten aus der offenen Auslage erwischt (nicht bei den Mitspielenden). Holt man keine Karte aus der offenen Auslage, muss man eine Handschelle abgeben. Besitzt man am Spielende keine Handschellenkarte, muss man sogar noch 2 Punkte abziehen.

Der Reihe nach versuchen also alle Banditen mit den 7 Würfeln Beute zu machen. Die offene Auslage auf dem Tisch füllt man immer wieder auf drei Karten auf. Wendet man die letzte Karte des Nachziehstapels und legt sie offen auf den Tisch, dürfen alle noch einen letzten Spielzug durchführen. Am Ende zählen alle Räuberkarten, die Handschellen sorgen noch für 5 Bonuspunkte bei einer Mehrheit oder Minuspunkte, wenn man keine besitzt.


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Fazit zu Sneaky

Noch einmal würfeln? Oder doch lieber Karten einkassieren? Bei Sneaky muss man seine Beute rechtzeitig ins Trockene bringen, sonst steht man mit leeren Händen da. In den ersten Runden geht es ganz gemächlich los, doch schon bald kann man auch bei den anderen Banditen zuschlagen und Karten abluchsen. Dadurch steigt aber fast unbemerkt das Risiko mit jedem Wurf. Schliesslich muss man auch von der Auslage mindestens eine Karte ziehen, um keine Handschelle zu verlieren. Das Würfelspiel benötigt keine grossen Erklärungen und spielt mit der Wahrscheinlichkeit jedes einzelnen Wurfes. Ein kleines Zockerspiel, bei dem man nicht zu gierig werden darf – inklusive Glückskomponente.


Fakten zu Sneaky

Autor: Jannik Walter
Illustrationen: Oliver und Sandra Freudenreich
Verlag: KENDi Games

Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Beute, Beute, Beute
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie

gutes Spiel

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