Das Spiel ist zwar nur in einer kleinen Schachtel, doch bei Cut it spielt man gleich mehrere unterschiedliche Phasen durch. Erst würfelt man, danach schneidet man Teile seines Zettels ab und am Ende puzzelt man alles wieder zusammen.

Die Schachtel ist voll, sogar 4 Scheren gehören zum Inhalt. Zu Beginn nehmen sich alle eine Schere, einen Stift und einen Zettel. Dort muss man den Wertungsteil kurz abtrennen, bevor es losgeht. Jemand nimmt sich die Würfel. Die Sanduhr und die Rang-Chips benötigt man erst in der zweiten Phase des Spiels.
Und so wird gespielt:
Alles startet mit einem Würfelwurf, der die Vorgaben für die erste Runde bringt. Grün, gelb, blau und pink – diese Farben findet man auch auf den kleinen Quadraten des Schnittbogens. Zudem gibt es dort noch schwarze Felder und bunte Joker. Nach einem ersten Studium des Wurfergebnisses macht man maximal zwei Schnitte in seinen Bogen. Mindestens vier Felder muss man dabei abschneiden. Entlang der Linien sollte man mindestens einen Puzzle-Punkt schneiden, sonst lässt sich der Schnipsel in der zweiten Phase nicht verwenden und bringt Minuspunkte.

Das abgeschnittene Stück wird in jeder Runde gewertet. So als Orientierung: Die 100 Felder schneidet man bis zum Ende der ersten Phase in 10 Teile. Für die Rundenwertung hält man sich an die Würfel. Zeigt ein Würfel eine Zahl, muss man auf dem abgeschnittenen Stück mindestens so viele Felder in der Würfelfarbe haben, um die angezeigten Punkte zu erhalten. Bei einem Fragezeichen bringt jedes Feld der entsprechenden Farbe einen Punkt. Eine leere Seite bringt keine Punkte für diese Farbe. Joker-Felder kann man für genau eine Farbe werten.
Über 10 Runden würfelt man neu, schneidet und schreibt sich Punkte gut. Ein Schnipsel, der keine Punkte liefert, wird mit 5 Minuspunkten bestraft. Boni erhält man dafür, wenn es mehr Punkte gibt, als in der Runde davor. Oder auch, wenn man nur einen Schnitt macht für einen neuen Schnipsel. Besitzt man 10 Schnipsel, endet die erste Spielphase.

Für die zweite Phase benötigt man die Sanduhr. Nun haben alle Personen 3 Minuten Zeit, um ihre Schnipsel zu einem ganzen Stück zu puzzeln. Dabei muss man sich an den zerschnittenen Puzzle-Punkten orientieren. Mindestens ein Puzzle-Punkt muss an einen farblich identischen Puzzle-Punkt angrenzen. Felder dürfen nicht überlappen. Wer fertig ist mit seinem Werk, nimmt sich das Rangplättchen mit den meisten Punkten vom Tisch. Die Partie endet, wenn sämtliche Rangplättchen vom Tisch sind oder die Sanduhr fertig ist.
Für übriggebliebene oder falsche Puzzleteile gibt es Minuspunkte in der Anzahl der Felder auf dem entsprechenden Schnipsel. Beim Gesamturteil zählen aber die Punkte aus der ersten Phase inklusive der erreichten Boni und die Punkte aus der zweiten Phase. Wer am meisten Punkte mit seinen Schnipseln erreicht, gewinnt.
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Fazit zu Cut it
Das sieht alles ziemlich bunt und nach Basteln aus, doch Cut it hat es in sich. Erst einmal mit dem Spielmaterial: Würfel, Scheren, Schnipselblock, Stifte – viel mehr Materialien wären mir für ein Spiel auch nicht eingefallen. Und so vielseitig ist auch das Spiel selber. Erst schneidet man nach Würfelvorgaben seine Schnipsel. Da steckt man im Dilemma. Ich empfehle eindeutig, auf die Puzzle-Punkte zu achten. Sie erleichtern die zweite Phase eindeutig. Doch viel mehr Punkte winken eben mit der richtigen Anzahl an Farbfeldern oder einem regelmässigen Bonus durch einen Einzelschnitt oder einer höheren Punktzahl. In der ersten Phase wird der Grundstein für eine hohe Punktzahl gelegt, wenn man die Würfelvorgaben gut umsetzt.
In der zweiten Phase droht eher ein Punkteverlust, wenn es beim Puzzeln mit den Puzzle-Punkten und den Farben nicht aufgeht. Wer in der ersten Phase zu geizig war, wird es büssen. Cut it ist eine Knobelaufgabe über mehrere Phasen und überhaupt nicht belanglos. Man muss sich der Auswirkung seines Schneidens bewusst sein, um am Ende gross rauszukommen.
Fakten zu Cut it
Autoren: Elisabeth & Günter Burkhardt
Illustrationen: Melanie Friedli
Verlag: Game Factory
Spielerzahl: 1 – 4 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 10 Jahren
Benötigt: Gute Schnitte
Wiederspielreiz: gross
Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 1 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie




