Unter den süssen Tieren findet man ganz unterschiedliche Charaktere. Alle haben ihre Stärken und können hin und wieder auch sehr bockig sein. Bei Alpaka suchen wir unsere Herde zusammen und bringen die Tiere auf die Weide. Ein Deckbau-Spiel mit tierischen Überraschungen.

Mit einigen Jungtieren, den Crias, starten wir in die Partie. Auch Karten für vier neue Gehege sind in unserem Startdeck mit dabei. Viel spannender sind aber die unterschiedlichen, tierischen Charaktere in der Auslage. Adlige Alpakas und Snobs gehören immer dazu. Sonst darf man sich eine Mischung aus 6 Stapeln mit braunen Tieren und 4 Stapeln mit weissen Tieren zusammenstellen. Je vier Karten der gewählten Charaktere legt man auf dem Tisch aus. Für die erste Partie empfiehlt sich eine vorgeschlagene Mischung.
Und so wird gespielt:
Das eigene Startkartendeck mischt man gut durch und zieht danach 5 Karten auf die Hand. Danach sind alle Mitspielenden der Reihe nach am Zug. Mit dem Kauf neuer Alpakas versucht man, seine Herde zu verbessern und vier eigene Gehege mit je zwei Tieren zu füllen. Denn nur Tiere im Gehege bringen am Ende Punkte. Die Handkarten geben die Spielmöglichkeiten vor.

Fast jedes Alpaka besitzt eine Fähigkeit, die man in seinem Spielzug nutzen darf. Besitzt man mehrere Tiere mit Fähigkeiten auf der Hand, darf man jede davon nutzen, sofern das möglich ist. Die Charaktere der Tiere lassen vieles zu. Einige manipulieren, andere sorgen für einen Tausch, wieder andere fordern eine Freilassung von Tieren. Muss ein Tier freigelassen werden, kommt es wieder auf den Kartenstapel der Auslage in der Tischmitte. Jedes Tier bringt aber auch ein Einkommen. Mit diesem Geld kann man einmal pro Spielzug ein neues Tier kaufen. Neugekaufte Tiere und Tiere mit verwendetem Einkommen legt man auf den eigenen Ablagestapel. Diese Karten kommen ins Spiel, wenn man einen neuen Nachziehstapel mischt.
Ebenfalls nur einmal pro Zug darf man eines seiner Alpakas in ein Gehege platzieren. Um ein neues Gehege zu erstellen, muss man eine Gehege-Karte abgeben. Das geht nur, wenn man die entsprechende Karte gerade in der Hand hält. Ein Tier, das man ins Gehege sperren will, muss man natürlich ebenfalls in der Hand halten. Im Gehege gibt es kleine Regeln. Es darf kein Tier mit dem gleichen Namen doppelt vorkommen. Tiere legt man immer von links nach rechts aus und ein neues Gehege darf man nur bauen, wenn man es sofort braucht.

Hat man seine Handkarten nach den eigenen Wünschen genutzt, legt man restliche Karten ab und zieht 5 neue Handkarten nach. Ist der Nachziehstapel des eigenen Decks leer, mischt man seinen Ablagestapel durch und erhält die Karten erneut auf die Hand.
Am Ende ist Alpaka auch ein Wettlaufspiel. Wer seine vier Gehege zuerst füllt, beendet das Spiel nach Ablauf der Runde. Wer die wertvollsten Tiere in seinen Gehegen hat, gewinnt.
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Fazit zu Alpaka
Mittlerweile gibt es mehrere Spiele in der mittleren Box von Game Factory (Birdie, Foxy). Auch Alpaka wurde wieder von Stefano Tartarotti sehr liebevoll illustriert. Man kann sich dem Charme des Tieres kaum entziehen, erst recht nicht, wenn es noch in humorvoller Art unterschiedliche Rollen annimmt auf den Karten. Spielerisch haben wir hier ein klassisches Deckbauspiel. Mit den eigenen Handkarten versucht man sich zu verbessern, indem man neue, wertvollere Karten eintauscht und die Tiere rechtzeitig im Gehege in Sicherheit bringt. Das ist nötig, um an Punkte zu gelangen und auch eine Art Wettlauf mit der Zeit.
Das Erscheinen der Handkarten ist natürlich zufällig und so gilt es, aus den aktuellen Möglichkeiten das Beste zu machen. Jetzt besitzen die Alpakas auch noch spannende Fähigkeiten, die während der Partie oder erst am Ende des Spiels in Kraft treten. Somit kann man ein wenig spekulieren und hin und wieder auch hinterhältig sein. Der Wikinger befreit bei allen das wertvollste Lama auf der Hand, der Akademiker sorgt für einen Extrazug, der Partyplaner bringt ein neu gekauftes Tier direkt auf die Hand. Es gibt sehr viele fähige Alpakas, die man beliebig für eine Partie kombinieren kann. Einzig der Snob (lässt 2 Tiere frei) und die Königsfamilie (keine Fähigkeit, aber wertvoll) sind immer mit dabei.
Das Kartenspiel spielt sich sehr flüssig, die Karten wandern hin und her und man optimiert seine eigene Herde mit gelegentlichen Störfeuern. Wer seine Tiere klug einsetzt und rechtzeitig seine Schäfchen, äh Alpakas ins trockene bringt, gewinnt in diesem munteren Tauschspiel.
Fakten zu Alpaka
Autor: Christian Giove
Illustrationen: Stefano Tartarotti
Verlag: Game Factory
Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Spieldauer: 30 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Wertvolle Alpakas
Wiederspielreiz: gross
Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie




