Immer wieder treffen neue Fossilien im Museum ein, die wir möglichst perfekt in den Regalen unterbringen. Ambar ist ein Sammelspiel, bei dem man die Ordnung nie aus den Augen verlieren sollte. Das wundervolle Spielmaterial ist ein echter Hingucker.

96 schöne Spielsteine in vier Farben mit den Zahlen von 1 bis 6 – mehr gibt es da nicht in der Spielschachtel. Die Spielsteine legt man verdeckt auf den Tisch. Für den Spielaufbau schnappt sich jeder vier Steine in verschiedenen Farben und legt sie in beliebiger Reihenfolge verdeckt in einer Reihe vor sich aus. Das macht man gleich noch einmal. Schliesslich nimmt man für den Abschluss der Reihe weitere 2 Steine in den Farben der ersten beiden Steine. Nun liegen 10 Spielsteine schön geordnet vor allen Personen.
Und so wird gespielt:
Vielleicht sollten wir zuerst einmal das Ziel verinnerlichen. Wer seine Steine möglichst gleichmässig und hoch stapelt, hat gute Chancen auf den Sieg. Und damit starten wir bereits mit dem Ordnen der Fossilien. Gespielt wird reihum. Nacheinander führen alle zwei Aktionen durch, wobei es mit der zweiten nicht immer klappt.

Zuerst wählt man aus der grossen Auslage auf dem Tisch einen Stein. Das kann ein verdeckter Stein sein, den man wendet. Es kann aber auch ein offen ausliegender Stein sein. Offene Steine stehen erst im Laufe der Partie zur Auswahl.
Als zweite Aktion platziert man den gewählten Stein in seinem Regal. Die Grundsteine für die eigenen 10 Stapel wurden vor Spielbeginn gelegt. Nun kann man einen seiner Startsteine durch den neuen Stein ersetzen. Der Startstein kommt offen in die allgemeine Auslage. Oder man legt den neuen Stein auf einen offen ausgelegten Stein in seinem Regal, das nun wächst.
Natürlich gibt es im Museum ein Ordnungssystem, das man einhalten muss. Die sichtbaren Steine müssen immer aufsteigend von links nach rechts ausliegen. Dabei ist es erlaubt, dieselbe Zahl noch einmal zu legen.
Zwei Dinge sind nicht erlaubt. Ein identischer Stein (Farbe und Zahl) darf nicht sichtbar im Regal liegen. Deckt man bei der ersten Aktion einen identischen Stein auf, endet der Spielzug sofort.
Und ein Stapel darf niemals zwei Steine höher sein, als seine beiden angrenzenden Stapel. Am Rand vergleicht man mit dem einzigen Nachbarstapel.

Bei Ambar kann man sich aber auch eine Belohnung sichern. Platziert man gleichfarbige Steine mit einer Zahl um 1 höher oder 1 tiefer nebeneinander, erhält man einen Extrazug. Dadurch liegen manchmal ganze Kettenzüge drin, mit denen man seine Regale füllt.
Liegen keine verdeckten Steine mehr in der Auslage, geht es in die Endphase. Alle nehmen sich noch offene Steine, bis es keine passenden Optionen mehr gibt. Entweder müssen alle passen oder es gibt keine Steine mehr in der Auslage.
Nun vergleicht man die Ebenen seiner Regale. Wer könnte die höchste Ebene komplett mit Steinen füllen? Bei einem Gleichstand vergleicht man die Anzahl der Steine in der nächsten Ebene.
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Fazit zu Ambar
Ambar ist ein richtiges Wohlfühlspiel. Die bunten Spielsteine sind ein echter Hingucker, damit spielt man wirklich gern. Man sammelt Runde für Runde neue Steine und hofft, sie passend ins eigene Regal einzusortieren. Die möglichen Extrazüge sind verlockend, doch man kann sich mit gleichfarbigen Steinen auch das eigene Regal verbauen. Die Feinheiten sind am Ende entscheidend, ob die letzten Spielsteine das Regal noch wachsen lassen.
Beim Ziehen neuer Steine ist ein wenig Zufall im Spiel. Deckt man einen identischen Stein auf, ist bereits die nächste Person an der Reihe. Doch das kann sich schon einige Spielzüge später ändern, wenn mit den offenen Steinen auf dem Tisch ganze Kettenzüge möglich sind. Die Regale wachsen, und mit ein wenig Erfahrung kann man sich merken, welche Zahlen noch verdeckt auf dem Tisch liegen. Ambar ist ein sehr schönes, flottes Sammel- und Sortierspiel, bei dem oft erst am Ende die Entscheidung fällt.
Fakten zu Ambar
Autor: Nuno Santos
Illustrationen: Robin Lagofun
Verlag: Mebo Games
Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Spieldauer: 30 Minuten
Altersangabe: ab 7 Jahren
Benötigt: Geordnete Regale
Wiederspielreiz: sehr gross
Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie




