Migo – Spielkritik

Ein Migo ist ein Yeti. Nun sind die Bergsteiger beim gleichnamigen Kartenspiel in echter Gefahr, denn die Yetis fressen die Bergsteiger auf ihren Touren und verwenden deren Ausrüstung als Dekoration in ihren Höhlen. Hinter diesem groben Thema verbirgt sich ein einfaches Sammelspiel.

Migo

Das Thema ist aussergewöhnlich. Die 25 Expeditionskarten sind doppelseitig bedruckt mit Bergsteigern und ihrer Ausrüstung, hin und wieder verirrt sich ein Sherpa auf die Karte. Die Karten mischt man gut durch und legt sie in Spalten, leicht überlappend auf den Tisch. Die letzte Karte in der Spalte darf kein Sherpa sein, sonst muss man sie wenden.

Und so wird gespielt:

Der Spielablauf ist einfach. Nun bedienen sich alle reihum in der Auslage. Die letzten Karten einer Spalte sind frei, daher hat man immer eine Auswahl zwischen vier und fünf Karten. Die gewählte Karte legt man vor sich in die persönliche Sammlung. Dort werden sie nach ihrer Ausrüstung sortiert: Seile, Steigeisen, Eisäxte, Karabiner oder Wollhut. Beim Sammeln sollte man immer einen Blick darauf werfen, was man darunter freilegt. Die Nächsten freuen sich sonst besonders über die freigelegte Karte für ihre Sammlung.

Migo
Massentourismus in der zweiten Spielrunde

Zwei Besonderheiten gibt es. Nimmt man einen Sherpa aus der Auslage, wirft man ihn ab. Dafür darf man eine seiner Karten auf die Rückseite wenden. Allenfalls sortiert man sie zu anderen Gegenständen um. Nimmt man mit den Symbolen auch eine Flasche bei sich auf, darf man ein volles Flaschenplättchen aus dem Vorrat zu sich nehmen. Mit dieser Flasche hat man später die Option auf einen zusätzlichen Spielzug.
Sind alle Karten abgeräumt, folgt eine Rundenwertung.

Jedes Ausrüstungsteil ist einen Punkt wert, Wollhüte sogar 2. Eine leere Flasche kostet wiederum 2 Punkte. Mehrheiten eines Gegenstands sind besonders lohnenswert und gleich 4 Punkte wert. Wer die meisten Punkte sammelt, erhält eine Flagge. Mit zwei Flaggen gewinnt man die Partie.
In weiteren Spielrunden legt man sämtliche Karten neu auf dem Tisch aus und verändert die Formation. In der zweiten Runde gibt es eine grosse Pyramide (Massentourismus), in der dritten mehrere, kleine Pyramiden.

Migo

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Fazit zu Migo

Fressen oder gefressen werden – das Thema bei Migo ist echt aussergewöhnlich. Also sammeln wir Runde für Runde neue Bergsteigerartikel und verschönern unsere Höhlen. Das geht ziemlich schnell. Doch wie bei allen Irrlichter-Spielen gibt es einen kleinen Kniff. Hier bedeutet das: Wenn ich etwas nehme, lege ich auch etwas frei. Also sollte man unbedingt auch darauf achten, was andere durch die eigene Aktion erhalten. Sherpas und Flaschen sind wie kleine Goodies, doch sie sind eher selten. Am Ende zählt, was in der eigenen Sammlung ist. Mit veränderten Auslagen geht es in weitere Spielrunden. Mindestens zwei Runden muss man immer absolvieren. Das geht meist schnell und flott. Ein kurzer, knackiger Spielspass, der sich gut für unterwegs eignet, wie übrigens alle Spiele der Irrlichter-Reihe.


Fakten zu Migo

Autor: Bruno Faidutti
Illustrationen: Maxime Morin
Verlag: nice Game

Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Bergsteigerutensilien
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie

gutes Spiel

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