Jurassic Zoo – Spielkritik

Der Jurassic Zoo steht kurz vor der Eröffnung. Aus mehreren Filmen wissen wir, dass das unter Umständen kein einfaches Unterfangen ist. Daher bauen wir noch die letzten Gehege, um die Tiere in diesem Flip & Write – Spiel sicher einzusperren.

Jurassic Zoo

Die bekannten Autoren Matthew Dunstan und Phil Walker-Harding haben wieder einmal ein knackiges Flip & Write – Spiel erschaffen, bei dem man ein wenig räumlich denken muss. Einen Stapel mit Zahlenkarten mischt man gut durch und legt ihn bereit. Drei zufällig gezogene Aufgabenkarten legt man offen auf den Tisch. Es gibt zwei Spielblöcke mit unterschiedlichen Vorgaben. Für die erste Partie starten alle mit einem Zettel von Block A.

Und so wird gespielt:

Von der Spielmechanik her ist das Spiel ganz klassisch aufgebaut. Runde für Runde deckt man zwei Karten auf. Mit den zufälligen Zahlenkombinationen bildet man ein Rechteck, das man auf dem eigenen Zettel einzeichnet. Damit zieht man sozusagen einen Zaun in seinem Zoo. Sperrt man dadurch Tiere ein, umso besser. Jeder einzeln eingezäunte Triceratops oder Tyrannosaurus bringt Punkte. Etwas anspruchsvoller sind die Besucherzentren. Auch sie müssen unabhängig mit einem Zaun gesichert sein, besitzen aber eine klare Grössenangabe.

Jurassic Zoo

Deckt man die Karten 3 und 5 auf, so zieht man einen Zaun mit einer Fläche von 3 x 5 Quadraten auf seinem Zettel. Der erste Zaun muss an den linken Blattrand angrenzen. Danach müssen die weiteren Zäune an bisherige angrenzen oder ihre Linien kreuzen. So lassen sich aus grossen Gebieten zu einem späteren Zeitpunkt kleinere machen. Alle spielen immer zeitgleich und zeichnen jede Zahlenkombination in ihren Zoo ein.

Insgesamt vier Joker besitzt man, mit denen man ganz für sich allein einen Zahlenwert erhöhen oder verkleinern kann. Mehr als 6 oder kleiner als 1 darf ein Wert dabei nie sein. Zäunt man ein Tier allein in einem Gebiet ein, streicht man es ab und notiert sich die Punkte mit einem Kreuz. Verändert man ein Gebiet nachträglich, ist das nicht mehr relevant.
Ein Besucherzentrum möchte in einer Fläche der angegebenen Grösse stehen. Das Zentrum mit der drei fordert also ein Gebiet aus drei Planquadraten. Auch für Besucherzentren notiert man die Punkte sofort, wenn eine Bedingung erfüllt ist.

Jurassic Zoo

In jeder Partie liegen drei zufällige Auftragskarten aus. So muss man beispielsweise eine bestimmte Anzahl Tyrannosaurier werten oder vier Gebiete mit nur einem Feld besitzen. Wer zuerst ein Ziel erfüllt, erhält 5 Punkte, alle weiteren Personen noch 2.
Nach genau 15 Runden mit Zahlenkombinationen endet die Partie. Mit der Summe aus den Gehegen für die Triceratops, die Tyrannosaurier, die Besucherzentren und die Aufträge ermittelt man den Gewinner.

Auf einem zweiten Zettel kommen die Brachiosaurier ins Spiel. Sie möchten unbedingt zu zweit in einem Gehege sein, ohne weitere Saurier. Dafür bringen sie satte 6 Punkte ein. Die restlichen Bedingungen bleiben wie gehabt


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Fazit zu Jurassic Zoo

Eine Weile lang sind die Flip & Write – Spiele wie Pilze aus dem Boden geschossen. Nun konnten die beiden bekannten Autoren wieder eines veröffentlichen. Das kleine Spiel macht, was man von ihm erwartet. Damit man die Rechtecke passend ziehen kann, benötigt man ein wenig räumliches Vorstellungsvermögen. Einzelne Flächen bringen kaum die benötigten Punkte. Man muss die Flächen bearbeiten, sie durchkreuzen oder teilen, um all die Bedürfnisse der Tiere im Zoo zu erfüllen.

Und schliesslich muss man auch die Besucher sichern und die lukrativen Zentren perfekt einbauen. Mit den Aufträgen setzt man allenfalls Schwerpunkte, die man möglichst schnell ansteuern soll. Am Ende sollte man die Punkte aber ganz einfach holen, wenn man es kann.
Jurassic Zoo erfindet das Genre nicht neu, aber es ist ganz klassisch gut und knifflig mit seinen verschachtelten Formen. Alle spielen gleichzeitig und suchen die besten Positionen für ihre Gehege. Am Ende entstehen total unterschiedliche Lösungen.


Fakten zu Jurassic Zoo

Autoren: Matthew Dunstan, Phil Walker-Harding
Illustrationen: Stephan Lorenz
Verlag: TOPP frechverlag

Spielerzahl: 1 – 6 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Perfekte Zäune
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 1 – 6 Personen
Richtet sich an: Familie

gutes Spiel

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