Biddle – Spielkritik

Wie viele Würfe benötigt man, um eine vorgegebene Kombination zu würfeln? Schnell spaltet sich die Spielgruppe in zwei Teile und die Wette gilt. Bei Biddle pokert man um die höhere Punktzahl, die man nur mit den passenden Zahlen erhält.

Biddle

Ein kleines Spielbrett für die Gebote und die Punkte liegt im Zentrum bereit. Alle nehmen sich kleine Holzwürfelchen in ihrer Farbe und warten auf die erste Aufgabe. Die kommt sofort vom Stapel der Aufgabenkarten, bei dem man die oberste Karte aufdeckt. Die Partie ist damit lanciert. 6 Würfel liegen spielbereit.

Und so wird gespielt:

In der ersten Phase machen alle der Reihe nach eine Ansage. Wie oft muss man würfeln, um die vorgegebene Kombination auf der Aufgabenkarte zu erreichen? Die Startperson macht eine erste Ansage. Die Summe aller Würfel soll am Ende grösser als 30 sein. Das will sie mit 5 Versuchen erreichen. Sie legt ihren Holzwürfel auf die Stufe mit der 5.
Alle folgenden Personen besitzen drei Möglichkeiten. Sie können sich dem Gebot anschliessen und legen ihren Holzwürfel ebenfalls zur 5. Natürlich darf man auch unterbieten. In diesem Fall legt man seinen Spielstein auf ein beliebiges niedrigeres Feld.

Biddle

Und vielleicht ist der Zenit schon überschritten. Will man nicht gleichziehen oder unterbieten, steigt man aus. Man legt seinen Holzwürfel auf die violette Punkteleiste der aktuellen Runde und bietet dadurch auf ein Scheitern der Mission. Reihum dürfen noch weitere Gebote gemacht oder Gebote nachgebessert werden. Die Bietphase endet, wenn mindestens eine Person ausgestiegen ist und alle anderen Spielsteine auf derselben Stufe der Wurfzahl liegen. So geht es in der zweiten Phase ans Würfeln.

Mittlerweile gibt es zwei Teams. Die eine Fraktion will würfeln, die andere hält dagegen. Also muss die „Würfelgruppe“ beweisen, dass die Aufgabe lösbar ist. Sie würfelt so oft wie angeboten und darf in jedem Wurf Würfel rauslegen oder neu würfeln. Die Lage spitzt sich zu. Erreicht man die nötigen 30 Würfelpunkte?

Biddle

Schafft man die Aufgabe, legt man seine Holzwürfel in die blaue Punkteleiste der aktuellen Runde. Diese Punkte hat man auf sicher. Dafür müssen alle, die dagegen gewettet haben, ihre Holzwürfel wieder von der Leiste entfernen. Diese Runde bringt keine Punkte.
Verzockt sich die Würfelgruppe, gibt es für sie keine Punkte. Wer rechtzeitig ausgestiegen ist, behält die Punkte dagegen.

Über 10 Durchgänge erhält man neue Aufgaben, platziert Angebote und würfelt sie aus. Die Teams wechseln dabei ständig. Am Ende zählt man die Summe aller Punkte auf der Punkteleiste. Wer die höchste Zahl erreicht, gewinnt Biddle.


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Fazit zu Biddle

Das knackige Würfelspiel mit den zwei Phasen ist eine Mischung aus Zocken und Kniffel. Die verschiedenen Aufgabenkombinationen reichen weit und spielen natürlich mit der Wahrscheinlichkeit. Wer blind in die Partie geht und ständig unterbietet, wird kaum die nötigen Punkte für den Sieg holen. Das ist auch ein wenig das Manko des Spiels. Wer unbedingt würfeln will, unterbietet regelmässig, riskiert viel und scheitert. Das macht auf Dauer wenig Spass. Bei Biddle muss man die Aufgaben lesen können und sich rechtzeitig zurückziehen, wenn es eben unwahrscheinlich scheint. Das ist nicht für alle Spielenden immer ganz einfach.

In einer Spielrunde, die Biddle taktisch klug angeht und sich nicht ständig verlocken lässt, entsteht eine spannende Ausgangslage. Natürlich liegen Überraschungen jederzeit drin. Ein totale Sicherheit gibt es nicht, auch bei bester Berechnung der Wahrscheinlichkeit. Das ist wie bei Kniffel, nur kann man hier mit der Anzahl der Würfe jonglieren, wenn es die Gruppe zulässt. Dann sind viele Emotionen im Spiel. Und die Aufgabenkarten sind sehr vielseitig.


Fakten zu Biddle

Autoren: Ralf zur Linde, Carsten Rohlfs
Illustrationen: Markus Erdt
Verlag: AMIGO

Spielerzahl: 2 – 5 Personen
Spieldauer: 30 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Zock and Roll
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: es geht
Beste Spielerzahl: ab 3 Personen
Richtet sich an: Familie

gutes Spiel

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