Ninety Nine – Spielkritik

Auf der einen Seite sammelt man die Zahlenkarten in einer Reihe, auf der anderen spielt man sie möglichst schnell weg. Beim Kartenspiel Ninety Nine sucht man nach den besten Optionen, um möglichst schnell an seine Punkte zu gelangen.

Ninety Nine

Über 100 Zahlenkarten gibt es im Spiel. Sie besitzen die Werte von 0 bis 10 und sind in 10 Farben im Kartenstapel zu finden. Sämtliche Karten mischt man gut durch. Alle erhalten 6 Karten in die Hand, dazu einen verdeckten Stapel mit 15 Karten. In der Tischmitte platziert man 3 Infokarten und 2 Karten, die als Beginn für die Ablagestapel ausliegen. Zum Notieren der Punkte benötigt man noch Stift und Zettel.

Und so wird gespielt:

Der Reihe nach führen alle jeweils drei Aktionen durch. Die Reihenfolge der Aktionen ist vorgegeben. Erst legt man EINE Karte vor sich in die eigene Auslage. Dort sammelt man persönlich seine Karten, in jeder Runde eine. Die Zahlenwerte müssen dabei aufsteigend sein, dürfen aber Lücken aufweisen. Zudem darf keine Farbe doppelt ausliegen. Klappt das mit dem dem korrekten Auslegen einer neuen Karte nicht mehr, muss man die eigene Sammlung werten. Man erhält Punkte, indem man die Anzahl der Karten mit sich selber multipliziert. Je länger die Reihe, desto mehr Punkte wirft sie ab. Die Reihe darf auch freiwillig gewertet werden, auch erst nach dem Auslegen einer Karte.

Ninety Nine

Mit der zweiten Aktion spielt man seine Handkarten weg. Dazu gibt es zwei Ablagestapel in der Tischmitte. Besitzt eine Karte die gleiche Farbe oder ist sie um 1 grösser als die oberste, ausliegende Karte, darf man sie auf den entsprechenden Stapel legen. Kann man mit der obersten Karte die Summe 10 bilden, legt man eine Handkarte ebenfalls ab. Das Suchen nach den besten Kombinationen in einer ganzen Kettenaktion ist das zentrale Element bei Ninety Nine. Nach dem Wegspielen der Karten zieht man wieder neue vom persönlichen Nachziehstapel nach, bis man wieder 6 Handkarten besitzt.

Spielt man den eigenen Nachziehstapel leer, bringt das 15 Punkte. Es ist die zweite, grosse Möglichkeit, um an viele Punkte zu gelangen. Je häufiger man seinen Nachziehstapel wegspielt, desto mehr Punkte holt man. Ein leerer Nachziehstapel erhält sofort 15 neue Karten. Am Ende ist das Kartenspiel ein Wettrennen im Sammeln von Punkten. Wer zuerst 99 oder mehr Punkte erreicht, gewinnt die Partie sofort.

Ninety Nine

Hat man einige Partien hinter sich, kann man gut zur Profivariante wechseln. Dann erhält man einen kompletten Extrazug, wenn man sämtliche 6 Handkarten in einer Runde wegspielt. Man zieht also erneut Karten nach, legt eine Karte in die persönliche Sammlung und bedient die Ablagestapel. Wer gut plant, holt hier zu einem grossen Kettenzug aus, der zusätzliche Spannung bringt.


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Fazit zu Ninety Nine

Ninety Nine ist eine Mischung aus Kartensammelspiel und Wettrennen beim Ablegen der Karten. Man bedient in jedem Spielzug zwei Baustellen, mit denen man Punkte sammeln kann. In der persönlichen Sammlung liegen viele Punkte drin, man muss sie aber über mehrere Runden füttern. Das Wegspielen der Handkarten bringt ebenfalls viel ein, wenn man regelmässig seine Möglichkeiten sieht. Das ist nicht für alle Personen ganz einfach. Obwohl es nur drei Regeln beim Ablegen der Karten gibt, muss man sie geschickt kombinieren, um alle Handkarten wegzuspielen, sonst wird man schnell von den Mitspielenden überflügelt.

Ninety Nine besitzt eine spielerische Lernkurve. Die Suche nach den besten Kartenkombinationen ist vor allem für Optimierer spannend. Es lohnt sich, bald auf die Profivariante umzustellen. Dann liegen ganze Kettenzüge drin, die das Wegspielen der Handkarten zusätzlich belohnen. Auch wenn es nur 6 Handkarten in jedem Spielzug sind, man muss seine Möglichkeiten ausloten und sehen. Das kann in einer Runde zu viert zu gewissen Längen führen, bis man die Ablegemöglichkeiten verinnerlicht hat. Daher spiele ich die Profivariante des Spiels lieber zu zweit oder zu dritt.


Fakten zu Ninety Nine

Autor: Reinhard Staupe
Illustrationen: Oliver & Sandra Freudenreich
Verlag: KENDi Games

Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Spieldauer: 30 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Einen hohen Kartenfluss
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 3 Personen
Richtet sich an: Familie

gutes Spiel

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