Zwanzig Zentimeter – Spielkritik

Sind es tatsächlich Zwanzig Zentimeter oder doch weniger? Beim Schätzspiel der Kampfhummeln ist kein Thema tabu und keines zu „nischig“. Und obwohl es sich selber als „Das versaute Schätzspiel“ anpreist, sind auch jede Menge bekloppte Fakten unter den Fragen.

Zwanzig Zentimeter

Drei kleine Kartenspiele in der kleinen Box hat der Verlag veröffentlicht, in die man schnell einsteigen kann. Zwanzig Zentimeter ist ein Schätzspiel und eigentlich ein Quiz. Eine Frage, vier Antworten – wer sich richtig entscheidet, erhält einen Punkt. Zum Beantworten der Fragen nehmen sich alle vier Antwortkarten: Kirsche, Pfirsich, Aubergine und Melone. Mit den 124 Fragekarten kann man sofort starten.

Und so wird gespielt:

Jemand zieht eine Fragekarte und liest sie laut vor. Zu jeder Frage erhält man gleich vier Antworten, die je einem der Früchtchen zugeordnet sind. In bester „Wer wird Millionär“-Manier entscheidet man sich also für eine der Antworten und legt die vermutete Antwortkarte verdeckt vor sich aus. Haben sich alle für eine Antwort entschieden, überprüft man das Ergebnis.

Zwanzig Zentimeter

Das Spielprinzip ist also schnell erklärt und nicht neu. Die Fragen bewegen sich auf einem sehr breiten Spektrum. Da das Spiel ab 16 Jahren ist, dreht es sich manchmal auch um Geschlechtsteile und pikante Angelegenheiten, aber eben nicht nur. Wie auf dem Bild oben erkennbar ist, gibt es auch spezielle Fragen, die man thematisch nicht sofort einordnen kann und direkt eine Antwort darauf weiss.

Wer eine Frage korrekt beantwortet hat, erhält einen Punkt. Man nimmt die Antwortkarten zurück auf die Hand und legt sofort mit einer nächsten Frage nach. Das Spielziel legt man selber fest. Soll es eine fixe Punktzahl sein oder nach einer bestimmten Zeit enden?

Zwanzig Zentimeter

Die Kartenrückseiten liefern die Lösungen und erklären eine Situation auch genauer. Das ist wirklich gut gelöst und sehr informativ.


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Fazit zu Zwanzig Zentimeter

Der Titel des Spiel assoziiert nicht von ungefähr mit dem gleichnamigen Ballermann-Hit. Die Themen des Schätzspiels überschreiten die Gürtellinie in beide Richtungen immer wieder. So kommen in regelmässigen Abständen auch pikante Themen auf den Tisch. Es handelt sich hier eben um ein Partyspiel aus der Kampf gegen das Bünzlitum – Fabrik. Die einzelnen Fragen sind aber sauber aufgearbeitet und liefern immer Hintergrundwissen. Unter den über 100 Fragekarten gibt es trotzdem einige alltägliche Kuriositäten, bei denen man ganz unvoreingenommen raten kann. Kurz: Die Fragen sind klasse!

Spielerisch darf man keine Innovation erwarten. Zwanzig Zentimeter ist ein typisches Frage-Antwort-Spiel, bei dem man aus 4 Antworten auswählt. Ein Multiple Choice in einer kleinen Box, die man überall hin mitnehmen kann. Das Schätzspiel ist also nicht derart versaut, wie es sich selber anpreist. Man kann sehr gut über die angeschnittenen Themen diskutieren – mal hochstehend, mal auf Stammtisch-Niveau.


Fakten zu Zwanzig Zentimeter

Autorin: Angela Vögtli
Illustrationen: keine Angaben
Verlag: Kampfhummel Spiele

Spielerzahl: 2 – 6 Personen
Spieldauer: 30 – 60 Minuten
Altersangabe: ab 16 Jahren
Benötigt: Antworten auf diverse Fragen
Wiederspielreiz: ok

Geeignet für 2 Spieler: gut
Beste Spielerzahl: ab 3 Personen
Richtet sich an: Familie

Fazit - Spiel okay

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