Der Zug der Abenteuer – Spielkritik

Eigentlich beginnt der Urlaub und wir sitzen im Zug in Richtung Sonne, da scheint mit einem Knall plötzlich alles verändert zu sein. Der Zug der Abenteuer entführt uns in eine rätselhafte Geschichte, aus der wir nur mit mathematischen Kenntnissen entfliehen können.

Der Zug der Abenteuer

Der Einstieg ins Abenteuer ist ganz einfach. Schnell den Kartenstapel bereit gelegt, dazu ein Booklet, mit dem man Hilfe erhält oder die Lösungen überprüft. Nach einer kurzen Anleitung auf Karte 1 kommt man sofort ins Spiel. Die wichtigsten Mechanismen werden kurz erklärt und mit Karte 3 startet die Reise.

Und so wird gespielt:

Wie immer bei solchen Rezensionen: Ich verrate hier keine Geheimnisse. Man kann das Spiel danach ganz unvoreingenommen geniessen. Noch immer sitzen wir im Zug, doch die Umgebung hat sich total verändert. Mit den ersten Karten erscheint eine lange Dampflok auf dem Tisch, die mehrere Waggons zieht. Mit diesem Bild rätseln wir in den nächsten Minuten. Jede Karte kann uns unterschiedliche Informationen bringen, die uns der Lösung des Rätsels näher bringt.

Der Zug der Abenteuer

Wir hören schon bald die Stimme von Balduin, einem Magier, der einem bösen Fluch ausgeliefert ist. Sein alter Meister Alaric hat Balduin vorne in der Lok eingesperrt. Der Zug fährt unaufhaltsam vorwärts und kann nicht mehr bremsen. Wir müssen nicht lange überlegen und versuchen, zu helfen. In einem Wagen ganz hinten erhalten wir unsere ersten Hinweise. Mit dem Wenden einer Karte erkennen wir verschiedene Möglichkeiten oder Gegenstände. Grüne Zahlen auf den Karten führen uns zu neuen Karten. Dort gibt es Neuigkeiten nachzulesen oder man findet Gegenstände und neue Bilder.

Oft gibt es im Text auch Rätsel. Die sind alle mathematischer Natur. Als Erstes muss man ein Zahlenschloss öffnen. Die korrekte Kombination erhält man über ein Rätsel mit Grössenvergleich. Später stolpert man über weitere Themen: Masse, Winkelberechnung, Bruchrechnen, Dezimalzahlen etc. Für jedes Rätsel erhält man verschiedene Lösungen angeboten. Entscheidet man sich für eine Lösung, schlägt man im beiliegenden Booklet bei den roten Lösungszahlen nach und erhält sofort eine Rückmeldung.

Der Zug der Abenteuer

Die Karten treiben uns in der Geschichte ständig voran. Steht man einmal mathematisch auf dem Schlauch, kann man sich im Booklet einen Tipp holen, ohne dass man gleich die Lösung präsentiert bekommt. Ob es am Ende reicht, um Balduin zu retten?


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Fazit zu Der Zug der Abenteuer

Das Spiel ist als Rätsel-Challenge angeschrieben. Es hat einen Escape-Charakter ohne effektiven Zeitdruck. Der Zug bewegt sich voran und wir suchen nach einer Lösung, um den Fluch zu bekämpfen. Die Aufgaben sind alle mathematischer Natur, doch zwischendurch muss man auf den Karten auch einiges lesen. Die Story ist also ebenso wichtig wie das Knobeln. Sehr gut gefällt mir der schnelle Einstieg und auch das Booklet mit den möglichen Lösungen ist der Zielgruppe angepasst. Ähnlich wie bei einer mathematischen Lesespur kommt man voran und streift ganz nebenbei diverse Themen. Der Zug der Abenteuer wird als Rätsel ab der 5. Klasse angepriesen. Das Abenteuer kann man mit einer Pausen-Karte jederzeit unterbrechen und zu einem späteren Zeitpunkt in Angriff nehmen. Alles ist durchdacht und perfekt für den Einsatz im Unterricht vorbereitet. Ein sehr gutes Einstiegsabenteuer in dieses Genre, das niemanden überfordert.


Fakten zu Der Zug der Abenteuer

Autor: Stefan Heine
Illustrationen: Lion Fleischmann
Verlag: Oetinger

Spielerzahl: 1 – ?? Personen
Spieldauer: 120 – 180 Minuten
Altersangabe: ab 11 Jahren
Benötigt: Mathematische Kenntnisse
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 1 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie

gutes Spiel

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