Die Fabelwesen stehen Schlange, um in unsere Geschichten zu kommen. Kapitel um Kapitel reihen wir bei Fantasy Ink mit Karten aneinander und setzen unsere Würfel passend ein. Der Wettlauf für 2 Personen bleibt bis zum Ende spannend.

Zu Beginn legen beide Personen eine Zeitleiste vor sich aus. Die Siegbedingungen gibt es in einer Standard-Form, man kann aber auch zufällige, individuelle Ziele im Duell setzen. Auf einer Kapitelleiste setzt man zwei Tintenfässer für die Punktewertung. 15 Würfel in drei Farben legt man bereit, 63 Karten mit Fabelwesen mischt man gut durch und bildet einen Nachziehstapel.
Und so wird gespielt:
Die Partie startet mit einer doppelten Kartenauswahl. Vom Nachziehstapel nimmt man 4 Karten in die Hand, 2 behält man, 2 gibt man seinem Gegenüber. Mit diesen Karten füllt man die erste Reihe seines Spielbereichs. Diesen Vorgang führt man gleich noch einmal durch, damit ist auch die zweite Reihe des Spielbereichs mit 4 Karten gefüllt. Die Startperson würfelt mit sämtlichen Würfeln. Den Würfelpool lässt man unverändert liegen. Wer nicht beginnt, erhält dafür ein Joker-Plättchen.

Damit liegt alles auf dem Tisch. Abwechselnd wählen beide Personen immer einen Würfel. Die Fabelwesen fordern, ähnlich wie beim Kniffel, gewisse Kombinationen: einzelne Zahlen, Reihenfolgen, Summen etc. Einen gewählten Würfel legt man auf eine beliebige Karte. Kann oder will man keinen Würfel nehmen, entfernt man ihn vom Würfelpool und nimmt sich dafür ein Joker-Plättchen. Mit den Jokern kann man die Farbe eines Würfels ignorieren oder einen Zahlenwert um 1 erhöhen oder mindern.
Die Fabelwesen füllen unsere Geschichte mit neuen Kapiteln. Ist eine Karte mit Würfeln gefüllt, legt man sie in die eigene Sammlung. Manche Karten bringen zudem sofortige Effekte. Die Fabelwesen sortiert man nach ihren Elementen: Erde, Wasser oder Feuer. Schwarze Karten sind keinem Element zugeteilt. Ein Sammeln lohnt sich trotzdem. Man erhält ebenfalls neue Kapitel und darf die Karten später einsetzen, um die Würfel neu zu werfen. Neue Würfelzahlen gibt es sonst nur, wenn sämtliche Würfel unter den Spielenden verteilt sind.

Sind alle Würfel verteilt, bereitet man die nächste Runde vor. Dazu schiebt man die Karten der Fabelwesen eine Reihe nach unten. Am Ende der dritten Reihe fallen sie vom Spielfeld und bringen Minuskapitel für jedes noch freie Würfelfeld. Wieder verteilt man neue Karten, nach dem gleichen Muster wie zu Spielbeginn. Alle abgelegten Würfel von erfüllten Aufgaben würfelt man nun neu und die Auswahl beginnt von vorne.
Um den Wettstreit der Geschichtenerzählerinnen und -erzähler zu gewinnen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Entweder man sammelt eine bestimmte Anzahl einzelner Symbole (Erde, Wasser, Feuer) oder erreicht 20 Kapitel. Mit unterschiedlichen Siegbedingungen wird der Weg ans Ziel weniger durchschaubar. Und mit Spezialtinten-Karten erhält man optional persönliche Effekte zugeteilt, die man nutzen darf. Es sind Kleinigkeiten, die den Spielverlauf leicht verändern können.
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Fazit zu Fantasy Ink
Rein thematisch fühle ich das Spiel nicht ganz, doch die Karten mit den Fabelwesen sind wunderschön gestaltet und die Aufgaben leicht verständlich. Das Sammeln der Würfel fällt leicht und wird durch den Zeitdruck verstärkt. Natürlich nimmt man gerne neue Kapitel mit, doch die Karten sollen eben auch nicht unten aus der Sammlung rutschen und zu Strafpunkten führen. Je nachdem, wie viele Würfel gerade im Einsatz sind, verkürzen sich die folgenden Spielrunden und es bleibt weniger Zeit zum Erfüllen der Aufgaben.
Während des Spiels kann man vier Ziele anvisieren, über die man eine Partie gewinnt. Mit den zufälligen Siegbedingungen und den Spezialtinten-Karten setzt man weitere Meilensteine, die allenfalls die Spielausrichtung beeinflussen. Daher sollte man schon bei der Kartenvergabe in jeder Runde gut darauf achten, welche Karten man seinem Gegenüber anbietet. Insgesamt ein locker zu spielendes Würfelsammelspiel mit kleinen, aber feinen Kniffen. Fantasy Ink spielt sich flüssig und ist meist eine sehr knappe Entscheidung gegen Spielende.
Fazit zu Fantasy Ink
Autor: Luc Rémond
Illustrationen: Oliver Schlemmer
Verlag: Kosmos
Spielerzahl: 2 Personen
Spieldauer: 25 Minuten
Altersangabe: ab 10 Jahren
Benötigt: Viele Dinos in Reihen
Wiederspielreiz: sehr gross
Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 Personen
Richtet sich an: Familie




