Es geht ziemlich bunt zu und her bei Chroma. Auf den einzelnen Karten findet man jeweils eine Farbe, allenfalls noch eine Aktion. Doch um seine Karten zu reduzieren, muss man sie an mehreren Seiten passend anlegen. Da hilft der Farbkreis weiter.

Die 100 Spielkarten mischt man gut durch und gibt allen 5 Karten auf die Hand. Die oberste Karte des grossen Nachziehstapels deckt man als Startkarte auf. Die Mitspielenden nehmen sich einen Farbkreis. Der ist wichtig, um passende Legestellen zu finden. Auf der Rückseite findet man eine Übersicht aller Effekte.
Und so wird gespielt:
Der Spielablauf bleibt immer gleich. Der Reihe nach führt man drei Schritte durch. Erst legt man eine Karte an. Eine neue Karte muss mindestens an eine bereits ausliegende Karte angrenzen, sind es sogar mehrere Karten muss der Farbverlauf überall eingehalten werden. Den Farbverlauf überprüft man mit dem Farbkreis. So darf man Grün an Dunkelgrün, Hellgrün, Gelb und Blau legen. Gleiche Farben dürfen nie angrenzend liegen.

Im zweiten Schritt führt man den Anlegeeffekt aus. Der ist eng mit der Positionierung der eben gelegten Karte verbunden. Hat man keine Karte gelegt oder nur an eine andere Karte angelegt, muss man eine Karte nachziehen.
Hat man an 2 andere Karten angelegt, bringt das keinen Effekt. Da man nicht nachziehen muss, spielt man mit einer Karte weniger.
Legt man an 3 andere Karten an, darf man eine weitere Karte als Joker irgendwo anlegen. Dazu wendet man die Karte. Ein Joker passt sich jeder Farbgruppe an.
Noch besser wird es mit 4 anderen Karten an der Seite. Dann spielt man gleich 2 Joker weg.
Zum Schluss nutzt man optional die Spezialfähigkeit, sofern eine auf der angelegten Karte aufgedruckt ist. So erhält man einen Extrazug oder zieht eine Karte von jemandem und gibt eine ab. Mit einem Magnet-Effekt zwingt man die Mitspielenden an die Magnetkarte anzulegen. Ein Schloss bewirkt das Gegenteil, man darf nicht an diese Karte anlegen.

Und schliesslich gibt es noch eine wichtige Regel im Spiel. Sobald man nur noch eine Karte in der Hand hält, muss man sie offen zeigen. Der Sieg will also verdient sein.
Das Spiel endet, wenn jemand seine letzte Karte weggespielt hat und keine Karte nachziehen muss. Ist der Nachziehstapel aufgebraucht, gewinnt die Person mit den wenigsten Handkarten.
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Fazit zu Chroma
Der Spielablauf ist nicht sehr komplex. Man legt eine seiner Farbkarten möglichst an mehrere Seiten passend an, um zu vermeiden, dass man eine Karte nachziehen muss. Mindestens zwei Seiten wären also ideal, um seine Kartenhand zu reduzieren. Das funktioniert natürlich nicht immer. Manchmal muss man sich eine gute Legeposition vorbereiten und hoffen, dass sie nicht jemand vorzeitig entdeckt. Das ist dann für mich auch ein Knackpunkt des Spiels: Es ist nicht sehr übersichtlich, obwohl oft nur eine Farbe auf den Karten zu sehen ist. Da man auf möglichst vielen Seiten passend anlegen will, kontrolliert man gefühlt ständig auf dem Farbkreis, was denn überhaupt passend ist. Da auf dem Spielfeld mit der Zeit auch unbespielbare Kombinationen entstehen, muss man immer sehr aufmerksam sein.
Dadurch wird die Einfachheit des Spiels ein wenig ausgehebelt. Die Suche nach der besten Position dauert und wird von jeder Person erneut durchgeführt. So empfehle ich Chroma auch nicht in grösseren Spielrunden. Die Wartezeiten sind dann zu lang. Dieses knackige Farblegespiel muss richtig erarbeitet werden. Das erwartet man nicht auf den ersten Blick.
Fakten zu Chroma
Autor: Vincent Sénécat
Illustrationen: Pierre Lippuner
Verlag: Game Factory
Spielerzahl: 2 – 6 Personen
Spieldauer: 30 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Farbkombinationen
Wiederspielreiz: ok
Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie




