Toy Battle – Spielkritik

Man wähnt sich mitten im Film „Toy Story“ beim Anblick des 2 Personen-Spiels Toy Battle. Die Spielzeuge spielen verrückt und möchten das gegnerische Hauptquartier erobern. Und so mischt sich auch noch ein wenig „Nachts im Museum“ ins Spielgefühl.

Toy Battle

Insgesamt 8 Schlachtfelder stehen in diesem Duell-Spiel mit dem tollen Spielmaterial zur Verfügung. Schlachtfeld auswählen, Orden-Marker auf die mit Sternchen gekennzeichneten Felder legen, dazu einen hölzernen Plättchenhalter vor sich aufstellen. Die Truppen in der eigenen Farbe sind Spielzeugplättchen. 4 Truppen kommen zufällig aus dem Spiel, 3 Truppen ebenso zufällig auf den Plättchenhalter. Los geht’s!

Und so wird gespielt:

Spielerisch gibt es nur eine Auswahl aus 2 möglichen Aktionen. Entweder zieht man 2 zufällige Truppen aus seiner Reserve und stellt sie auf den Plättchenhalter. Dadurch können sie ab sofort genutzt werden. Auf dem Halter ist allerdings nur Platz für 8 Plättchen. Ist der Halter voll, muss man auf die zweite Aktion ausweichen. Mit der zweiten Möglichkeit wählt man eine Truppe aus und setzt sie aufs Schlachtfeld, immer mit dem Ziel, Land zu gewinnen.

Toy Battle

Beim Einsatz auf dem Feld gibt es einige, wenige Regeln zu beachten. Ein neues Feld, eine Basis, muss mit dem eigenen Hauptquartier verbunden sein. Verbindungen lassen sich nur mit eigenen Truppen herstellen. Legt man eine Truppe auf eine andere (eigene oder fremde), muss sie stärker sein. So lassen sich Truppenplättchen auch stapeln. Kontrolliert man mit seinen Truppen ein ganzes Gebiet, weil alle Basen rundherum besetzt sind, erhält man die dort ausliegenden Orden. Gewonnene Orden behält man bis zum Ende der Partie.

Nun besitzen die Spielzeugtruppen gewisse Fähigkeiten. Die lösen sie aus, sobald sie aufs Spielfeld gesetzt werden. Mit Ente, Einhorn, Dino, Roboter oder dem Piraten-Affen lassen sich lustige Dinge anstellen. Man kann mit ihnen Plättchen entfernen, Truppen nachziehen, gegnerische Truppen entfernen, Spielzeug ohne Verbindung aussetzen oder ein zusätzliches Spielzeug losschicken.

Toy Battle

Und ebenso entscheidend ist die Wahl des Schlachtfelds. Die Gebäude im Burgenland, der Wolkenstadt, am Sandstrand, im Swimmingpool und Co. haben unterschiedliche Auswirkungen, wenn man sie besetzt. So verändert auch die Wahl des Terrains das Spiel ein wenig.

Gewinnen lässt sich Toy Battle auf zwei Arten. Entweder man besetzt das gegnerische Hauptquartier, indem man eine durchgehende Strasse dorthin legt. Oder man erfüllt das Ordensziel der gewählten Landschaft, in der die Spielzeuge kämpfen. Sammelt man genügend Orden, gewinnt man ebenfalls.


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Fazit zu Toy Battle

Manchmal wäre es tatsächlich einfacher, würden die Spielzeuge zur nächsten Schlacht antreten. Mit ihren einzigartigen Fähigkeiten versuchen sie, den Weg ins gegnerische Hauptquartier zu finden. Im Spiel findet ein klassischer Verdrängungsmechanismus statt. Wer stärker ist, gewinnt das Duell. Nun muss man mit seinen Ressourcen passend spielen. Man kann Gebiete verteidigen, vorpreschen und rechtzeitig Truppen nachziehen. Da immer einige Truppen aus dem Spiel sind, muss man ein wenig erahnen, was noch kommen könnte. Das hat Einfluss auf die eigene Spielausrichtung.

Und nicht zuletzt kennt man in diesem Spiel keine Freunde. Man versucht, sein Gegenüber zu manipulieren, wo es nur geht. Täuscht man einen Vorstoss nur an, oder ist es eine Falle? Was erlaubt ist, darf gespielt werden – ohne Schonung! Toy Battle ist eine schönes, aber knallhartes Duellspiel mit taktischen Elementen. Ein wenig Schach mit Spielzeug, aber im deutlich vereinfachteren Rahmen.


Fakten zu Toy Battle

Autor: Paolo Mori, Alessandro Zucchini
Illustrationen: Paul Mafayon
Verlag: Repos

Spielerzahl: 2 Personen
Spieldauer: 15 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Starkes Spielzeug
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 Personen
Richtet sich an: Familie

gutes Spiel

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