Dodo Ahoi! – Spielkritik

Der bunte Dodo war schon einmal unterwegs. Vor einiger Zeit rollte sein Ei langsam den Berg hinunter. Nach der Rettung auf ein Boot suchen wir nun bei Dodo Ahoi! eine passende Insel, die sich als Brutplatz eignet. Kein einfaches Vorhaben, da der Vogel ein wenig wählerisch ist.

Dodo Ahoi

Erneut starten wir in ein kooperatives Abenteuer. Die Mission ist klar: Wir müssen die richtige Insel erreichen, ohne dass das Ei vom Boot rollt. Das Boot ist denn auch ein wackliges Ding, das schnell zur Seite kippt. Mit der Schräglage kommt auch das Ei ins Rollen. Also schnell den Spielplan mit der Inselwelt auslegen. Vor dem ersten Spiel steckt man das Boot zusammen. Sechs Inselkärtchen kommen auf einen Stapel, nur das oberste ist sichtbar. Der Spielplan wird mit der Spielfigur, dem kleinen Boot, und einigen Wassertieren bestückt. Alle nehmen sich 3 Spielkarten auf die Hand. Mit dem Loslassen des Wackel-Eis auf dem Boot geht es los.

Und so wird gespielt:

Die Aktionen erfolgen abwechselnd im Uhrzeigersinn. Wer am Zug ist, spielt eine Karte in die Mitte auf den Spielplan. Während die erste Karte noch frei wählbar ist, müssen folgende Karten entweder dieselbe Farbe oder dasselbe Symbol besitzen. Spielt man eine passende Farbe, zieht man das kleine Boot auf dem Spielplan auf ein benachbartes Feld waagrecht oder senkrecht.

Dodo Ahoi

Die offen ausliegende Inselkarte zeigt das erste Ziel des Bootes. Besitzt man einmal keine passende Karte, zieht man einfach eine nach, ohne etwas zu unternehmen.
Während der Bootsfahrt kann man auf Wassertiere treffen. Diese Plättchen sammelt man ein und kann sie später nutzen.
Erreicht man die gewünschte Insel, wendet man die Inselkarte. Dodo ist leider etwas wählerisch. Er möchte sich noch eine andere Insel anschauen und so geht die Reise über mehrere Etappen weiter. Das Erreichen einer Insel soll aber belohnt werden. Jetzt darf der Dodo auf dem grossen Boot verschoben werden. Wir erinnern uns: Während der Partie rollt das Ei langsam weiter und es soll nicht vom Boot fallen. Mit dem Versetzen des Dodos kann man einen Ausgleich schaffen und die Balance halten.

Die Plättchen mit den Wassertieren darf man im eigenen Zug zusätzlich nutzen. Spielt man sie aus, bewegt man die Dodo-Figur auf dem Boot an die entsprechende Position des Wassertieres. Mit einer guten Absprache und etwas Weitsicht lassen sich dadurch schwierige Situationen an Bord vermeiden.

Dodo Ahoi

Erreicht man die letzte Insel des Kartenstapels, ist Dodo zufrieden. Es ist die Insel seiner Träume und er beginnt mit dem Nestbau. Gemeinsam ist das Abenteuer gewonnen.
Fällt das Ei früher von Bord, ist das Spiel verloren.


Monatlich den brettspielblog.ch – Newsletter erhalten
Spielend auf dem Laufenden sein. Regelmässige Informationen erhalten. Nichts verpassen. Kurz, knackig und spielend einfach…


Fazit zu Dodo Ahoi!

Das langsam rollende Ei ist erneut ein Hingucker. Man glaubt es kaum, dass so etwas funktioniert, aber ganz langsam bewegt sich das Ei von Seite zu Seite. Dadurch erhält man immer wieder zusätzliche Spielzeit, um die passenden Karten zu legen und die Inseln zu erreichen. Der Fahrplan ist zufällig. Mit etwas Glück liegen die Inseln nahe beisammen, mit viel Pech muss man weite Reisen unternehmen. Das Ausspielen der Karten nach Farben und Mustern ist eingängig und nicht neu. Bei Dodo Ahoi! (erhältlich ab 19.79 Euro) mischt es sich mit dem Zeitspiel und der Geschicklichkeitsaufgabe des Ausbalancierens.

Durch das Sammeln der Wassertiere erhält man Möglichkeiten, um zwischendurch einzugreifen, wenn die Bootsfahrt einmal länger dauert. Spannung und Hektik wechseln sich ab im zweiten Abenteuer von Dodo, das man unabhängig davon spielen kann, ob man das erste Abenteuer kennt oder nicht. Durch die kooperative Aufgabe schmerzt auch eine Niederlage weniger. Die kann es durchaus geben, da man das Spiel in der Gruppe koordiniert angehen muss. Eine richtig schöne Aufgabe für den nächsten Familienspielnachmittag. Schön, dass es das lustige Ei in ein weiteres Spiel geschafft hat.


Fakten zu Dodo Ahoi!

Autoren: Frank Bebenroth, Marco Teubner
Illustrationen: Lisa Guisquier
Verlag: Kosmos

Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Spieldauer: 25 Minuten
Altersangabe: ab 7 Jahren
Benötigt: Die passende Insel
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie

gutes Spiel

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert