The Lie – Spielkritik

Die Karten auf der Hand wählt man alle selber aus. Doch bei The Lie weiss man nie, was man genau erhält. Die beiden Kartenseiten besitzen nämlich nur jeweils eine Gemeinsamkeit – entweder die Farbe oder den Kartenwert. Lasst euch überraschen und macht das Beste daraus.

The Lie

Das Kartenspiel ist schnell für die erste Phase vorbereitet. Um seine Karten zu wählen, muss man sie vom Tisch ziehen. Also alle Karten gut auf dem Tisch verteilen. Die Karten sind doppelseitig bedruckt mit Zahlen in unterschiedlichen Farben. Vorne und hinten sind sicher nicht identisch, entweder die Zahl oder die Farbe sind aber gleich.

Und so wird gespielt:

Zuerst wählt man also seine Handkarten. Dazu zieht man Karte für Karte vom Tisch und nimmt sie in die Hand. Eine neue Karte fügt man links oder rechts an. Es ist verboten, die Reihenfolge zu verändern oder eine neue Karte mittig einzufügen. Nach 12 Karten ist die Hand komplett.
Die Kartenrückseiten geben nur beschränkt Hinweise darauf, was sich auf der Vorderseite befindet. Es ist immer ein entweder/oder – Entscheid: Farbe oder Zahlen sind gleich. Mit einem guten Blatt kommt man bedeutend besser durch die nächste Phase des Spiels.

The Lie

Nun wird The Lie zu einem Stichspiel. Man spielt eine, zwei oder drei Karten, die in der gleichen Farbe nebeneinander auf der Hand liegen. Dazu nennt man laut den Zahlenwert, den man auf den Tisch legt. Eine blaue 2 und eine 3 kündigt man also als „23“ an. Damit ist die nächste Person an der Reihe. Sie muss in derselben Farbe den Wert überbieten oder passen. Alle dürfen nur ein Mal ausspielen. Wer den höchsten Kartenwert legt, gewinnt den Stich und darf neu ausspielen.

Auf der Hand können sich während der Partie Farblücken schliessen. Spielt man einige Zahlen weg, rücken dadurch vielleicht andere Farben zu einer starken Kombo zusammen. Das Ziel des Spiels: Alle Karten müssen weg. Je schneller man die eigenen Karten loswird, desto besser rangiert man in der aktuellen Runde.

The Lie

Die Personen auf den ersten drei Rängen erhalten Preiskarten. Sie dürfen sich eine bestimmte Anzahl an Karten aus der Auslage vom Tisch ziehen. Wieder orientiert man sich ein wenig an der Kartenrückseite. Punkte gibt es aber am Ende für die Zahl auf der Kartenvorderseite.
Insgesamt drei Runden absolviert man, in denen man neue Handkarten wählt und wieder in die Stichrunde geht. Wer am Ende mit seinen Preiskarten in der Summe die meisten Punkte präsentiert, gewinnt.


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Fazit zu The Lie

Was hat das Kartenspiel denn mit einer Lüge zu tun? Nun, hier lügen die Karten, und zwar jede einzelne. Immerhin kann man sich zu 50% darauf verlassen, was man auf der Vorderseite findet, immer in der Hoffnung, dass es auch die gewünschten 50% sind. Das erzeugt die Spannung in der ersten Phase, in der man seine Kartenhand selber zusammenstellt. Man freut sich, wenn man grössere Farbblöcke bilden kann, ist sich aber nie ganz sicher, was man erhält. So wählt man seine Anlegestellen links oder rechts auf der Kartenhand möglichst geschickt aus.

Ob man eine gute Mischung an Karten erhalten hat, erkennt man in der zweiten Phase. Jede Karte, die man in einen Stich werfen kann, ist eine gute Karte. Gewinnt man sogar einen Stich, spielt man danach auch schwierige Kombinationen oder tiefe Werte weg. Und selbst der Gewinn einer Runde garantiert noch keine sicheren Punkte. Noch einmal muss man sich den Lügenkarten stellen beim Ziehen der eigenen Punkte.
Das alles hat etwas Faszinierendes, aber auch etwas Unberechenbares. Da aber alle Personen am Tisch vor demselben Dilemma stehen, bleibt eine Partie bis zum Schluss spannend. Man weiss nie, wer mit seiner Kartenhand den Durchbruch schafft.


Fakten zu The Lie

Autoren: Eloi Pujadas, Eugeni Castaño
Illustrationen: Noelia Jiménez
Verlag: Kosmos

Spielerzahl: 2 – 6 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Gleichfarbige Zahlenkombinationen
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: es geht
Beste Spielerzahl: 3 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie

gutes Spiel

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