Twist Labyrinth – Spielkritik

Twist Labyrinth ist ein neues Brettspiel, das auf der Grundidee von Das verflixte Labyrinth beruht. Unter dem deutschen Namen Das verdrehte Labyrinth kann man sich schon eher vorstellen, wie das Spiel funktioniert. Denn während sich früher noch die Wegplättchen verschoben, dreht man heute an den Hecken. So oder so: Der Weg führt zum Ziel!

Twist LabyrinthAuf den ersten Blick erkennt man auf dem Spielbrett das altbekannte Labyrinth wieder. Der Boden bleibt diesmal aber stabil, stattdessen lassen sich die Hecken drehen und eröffnen den Spielern immer wieder neue Wege. Im Labyrinth sind verschiedene Gegenstände abgebildet. Sie werden allenfalls zum Ziel der einzelnen Spieler. Mit sechs Aufgabenkarten startet man von einer Ecke aus in den Zaubergarten. Die erste Aufgabenkarte liegt offen vor den Spielern und zeigt an, wohin der Weg führt.
Der Reihe nach darf jeder Spieler mit seiner Figur fahren. Dazu darf er einem freien Weg folgen und einmal auch eine Hecke um ein, zwei oder drei Felder drehen. Diese beiden Kombinationen können beliebig gewählt werden. Es ist erlaubt, zuerst zu laufen, eine Hecke zu drehen und noch einmal weiter zu gehen, so lange der Weg frei ist.

Twist Labyrinth 2

Im besten Fall erreicht man sein Ziel und hat seine aktuelle Aufgabe erledigt. Also dreht man die nächste Karte um. Bleibt man allerdings im Zaubergarten stecken und vollendet den Weg nicht, erhält man magische Unterstützung. Man zieht sich eine Magiekarte, die man in einem späteren Spielzug einsetzen darf. Genau zwei Kartensorten gibt es: Mit der Heckenkarte findet man immer ein Schlupfloch und schleicht selbst durch die dicksten Hecken. Waldfeen-Karten kann man nur im Doppel einsetzen. Dafür fliegt man mit ihnen quer übers Spielfeld von einer Waldfee zur anderen. Natürlich gibt es einige Feen im Labyrinth. Die magische Metro ist also wärmstens zu empfehlen. Magiekarten setzt man während des eigenen Spielzugs ein.

Twist Labyrinth 3

Hat ein Spieler alle Aufgaben erledigt, bestimmen die Mitspieler, durch welches Tor er das Labyrinth verlassen muss. Erst wenn er dort angekommen ist, gewinnt er.

Fazit:
Kennt man Twist Labyrinth schon, wenn man Das verflixte Labyrinth spielt? Nur im Grundsatz. Die Aufgabe, den schnellsten Weg im Labyrinth zu suchen, ist natürlich bekannt. Dass sich nun aber die Hecken drehen und sich nicht mehr der Boden bewegt, bringt ein ganz anderes Spielgefühl. Das Spiel wird dadurch auch schneller. Mit den Zweier- und Dreierhecken hat man schon ein paar Optionen offen. Wer nicht nur für sich schaut, versucht auch den Mitspielern eine Hecke in den Weg zu stellen. Die aktuelle Aufgabenkarte liegt ja offen, Pläne können jederzeit durchkreuzt werden. Das Glück beim Ziehen der Aufgabenkarten wird durch die Unterstützung der Magiekarten ein wenig ausgeglichen. Eine Hecken-Schlupfloch-Karte zum passenden Zeitpunkt ist nicht zu verachten.
Twist Labyrinth ist ein richtig kurzweiliges Familienspiel für die typische Ravensburger-Zielgruppe. Den Labyrinth-Freunden wird das Hecken-Drehen sowieso gefallen. Für die anderen ist es ein schönes Spiel, das die Oma ganz gut mit den Enkeln spielen kann.

Twist Labyrinth | Autor: Michael Feldkötter | Verlag: Ravensburger
Brettspiel für 2-4 Personen | Spieldauer: 15 Minuten | Ab 6 Jahren | Benötigt: Die passende Drehtür im Labyrinth | Wiederspielreiz: gross

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Auflösung des Frühjahrs-Gewinnspiels

Das Gewinnspiel von brettspielblog.ch gehört schon wieder der Vergangenheit an. Ich bedanke mich bei weit über 100 Teilnehmern, die ihr Glück versucht haben. Leider können nun nur vier Gewinner ihr Spiel entgegennehmen. Die glücklichen Gewinner wurden durch den Zufallsgenerator bestimmt und haben bereits eine Benachrichtigung erhalten. Ich wünsche ihnen jetzt schon viel Spass mit ihrem Spiel!

Brettspielblog Logo 2Spannend war natürlich die Auswertung der Lieblingsspiele aller Teilnehmer. Sie hat vor allem eines aufgezeigt: Die Leserschaft von brettspielblog.ch ist sehr breit aufgestellt und bewegt sich vom einfachen Familienspieler bis hin zum anspruchsvolleren Vielspieler. Und das hier sind die meistgenannten Lieblingsspiele der Wettbewerbsteilnehmer:
Mombasa
Monopoly
Die Piraten der 7 Weltmeere
Die fiesen 7
Qwixx
Brändi Dog
Das verrückte Labyrinth

Was für eine schöne Mischung. In der grossen Spiele-Vielfalt findet jeder irgendwo seinen Favoriten. Und der Grundsatz bleibt: Spielen soll einfach Spass machen!

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Hoppy Floppy’s Möhrchen Jagd

Die Spielschachtel in Form eines grossen Ostereis macht deutlich: Es wird Ostern. Hoppy Floppy spürt den Frühling und sammelt die ersten Möhrchen ein. Hoppy Floppy’s Möhrchen Jagd ist ein thematisch sehr schön umgesetztes Kinderspiel, bei dem es gar nicht so sehr ums Gewinnen geht.

Hoppy Floppy's Möhrchen Jagd 1Das Spielmaterial animiert schon ohne Regeln zum Spielen. Kinder wissen sofort, was sie mit dem grossen Häschen anstellen können und greifen nach den ersten Möhren, um sie in den Körben zu deponieren. Damit haben sie das Spiel schon fast kapiert. Eigentlich gibt aber die Drehscheibe den Takt an. Jeder Spieler dreht zuerst den Zeiger, um danach die gewünschte Aufgabe zu erfüllen.
Das Häschen funktioniert dabei wie eine grosse Zange, mit der man die entsprechenden Möhrchen greifen muss. Dabei geht es nicht um Geschwindigkeit, es stehen so viele Versuche zur Verfügung wie nötig.

Bei einer gedrehten Farbe nimmt man sich ein Möhrchen dieser Farbe aus dem Schachtelboden und legt es in sein Körbchen. Gibt es die gesuchte Farbe nicht mehr, ist der nächste Spieler an der Reihe. Und natürlich warten auch einige Überraschungen auf der Drehscheibe: Das diebische Häschen nimmt sich ein Möhrchen eines Mitspielers, das traurige Häschen darf in dieser Runde nichts sammeln. Und nach einem Missgeschick mit dem Korb muss man alle Möhrchen wieder in die Schachtel legen – so wird man wirklich zum traurigen Häschen. Besser ergeht es einem, wenn man noch einmal drehen oder sich eine beliebige Farbe aussuchen darf.

Hoppy Floppy's Möhrchen Jagd 2

Wer zuerst ein Möhrchen in jeder Farbe gesammelt hat, gewinnt das Spiel. Beim Sammeln mit kleinen Kindern ist aber oft der Weg das Ziel.

Fazit:
Hoppy Floppy’s Möhrchen Jagd ist ein sehr schönes Kinderspiel. Das Spielmaterial ist toll und bis zur eiförmigen Schachtel abgestimmt. Die Kleinsten lernen dabei mit den Farben umzugehen, das Spiel mit der Häschenzange zieht die Kinder an. Den kleinsten Spielern geht es häufig gar nicht um den Sieg, das Hin und Her der Möhrchen ist interessanter. Einzig das Leeren des Korbs trifft die Kinder hart. Wenn die Frustbewältigung noch nicht so ausgereift ist, kann man auch darüber wegsehen. Hoppy Floppy’s Möhrchen Jagd ist ein guter Einstieg in die Spielwelt und passt thematisch natürlich bestens zu Ostern und in die Frühlingszeit.

Hoppy Floppy’s Möhrchen Jagd | Autorin: Nancy Balter | Verlag: Game Factory
Kinderspiel für 2-4 Personen | Spieldauer: 15 Minuten | Ab 3 Jahren | Benötigt: Farbige Möhrchen im Korb | Wiederspielreiz: gross

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Letzte Chance beim Gewinnspiel

So schnell können zwei Wochen vergehen. Vier Spiele gibt es beim Frühjahrs-Gewinnspiel von brettspielblog.ch  zu gewinnen. Und nur noch ein Tag bleibt Zeit, um daran teilzunehmen.

Also – packt die letzte Chance um Die fiesen 7, Die Zwerge: Das Duell, Color’Yam und ABC SRF 3 ON AIR zu gewinnen. Die Teilnahmebedingungen sind ganz einfach: Lieblingsspiel nennen, Daten eingeben, fertig! Viel Glück!

» Hier geht’s zum Gewinnspiel

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Beasty Bar – New Beasts in Town – Spielkritik

Das Geschäft in der angesagtesten Bar der Stadt läuft gut. Es vergeht keine Nacht, in der die Tiere nicht Schlange stehen vor dem Tor zum Himmel. Beasty Bar – New Beasts in Town bringt nun sogar neue Tiere in die Stadt. Nach altbekanntem Muster kann das Spiel mit den Tieren von Beasty Bar kombiniert, aber auch eigenständig gespielt werden.

Beasty Bar - New Beasts in Town 1Beasty Bar – New Beasts in Town spielt sich grundsätzlich genau gleich wie sein Vorgänger. Nur eine kleine Änderung tritt ein, die einer neuen Tierkarte, dem Geier, zu verdanken ist. Dazu später mehr.
Die Tiere stehen immer noch Schlange vor der Beasty Bar. Mit vier Handkarten legen die Spieler reihum ein neues Tier vor den Bar-Eingang und befolgen die Aktionen. Manche Tiere stellen ständige Ansprüche, denen man in jeder Runde gerecht werden muss. Besteht die Warteschlange aus 5 Tieren, erhalten die ersten beiden Tiere Einlass in die Bar und haben ihr Ziel erreicht. Das letzte Tier fliegt raus und landet auf der DAS WAR’S-Karte. Dort liegen alle Tiere ab sofort offen aus – das ist neu vor der Beasty Bar.

Beasty Bar - New Beasts in Town 2

Wiederum überzeugen die Tiere und ihre Eigenschaften. Besonders gelungen ist immer die Beschreibung der einzelnen Charaktere: Das Lama ist immer flüssig, das Nashorn mutiert vom Spiesser zum Rambo und der Pfau zeigt den hohen Tieren, wer ein Rad abhat. Tja, und dementsprechend verhalten sie sich auch in der Warteschlange vor der Bar. Das Lama bespuckt das Tier vor ihm, bis es sich angeekelt verzieht, das Nashorn vertreibt das Tier mit dem höchsten Kartenwert von seinem Platz und der Pfau setzt sich selbstbewusst vor das stärkste Tier der Reihe. Der Geier kann sogar bereits ausgeschiedene Tiere wieder zurück holen. Das oberste Tier des DAS WAR’S-Stapel macht ein Comeback und greift wieder ins Spiel ein.
Vor der Beasty Bar ist alles möglich und nichts ist sicher. Ständig verändert sich die Reihenfolge in der Schlange. Tiere verabschieden sich, neue kommen hinzu. Die Karten werden zufällig nachgezogen, nach 12 Karten ist Schluss. Wer die meisten Tiere in die Bar gebracht hat, gewinnt. Bei Gleichstand entscheidet eine Punktetabelle, denn es gibt eindeutig Tiere, die es leichter haben ganz nach vorne zu kommen.

Beasty Bar - New Beasts in Town 3

Beasty Bar – New Beasts in Town kann problemlos als eigenständiges Spiel gespielt werden. In Kombination mit Beasty Bar eröffnen sich aber tolle, neue Spieleigenschaften. Die Karten aus beiden Spielen können vorgängig ausgewählt werden, jeder Zahlenwert darf allerdings nur einmal im Stapel vorkommen. Mit den restlichen Karten hat man die Möglichkeit, gleich anschliessend eine Revanche-Partie zu spielen.

Fazit:
Nachdem Beasty Bar schon überzeugt hat, bringen die neuen Tiere natürlich frischen Wind vor die Bar. Und sie erledigen ihre Arbeit überzeugend. Es ist herrlich, wie sich die Reihenfolge immer wieder phantasievoll verändert. Die Tiere der neuen Generation sind gefühlt ein wenig aggressiver. Oder anders gesagt: Rücksicht ist keine Stärke und Stärke setzt sich nicht immer durch. In voller Spielrunde entfaltet das Spiel seine ganze Kraft. Das Geschehen wechselt hin und her. Ein wenig Glück, ein wenig Unberechenbarkeit – und trotzdem kann man sich durchaus merken, welche Karten schon gespielt sind. So ganz planlos sollte man sich nicht vor die Bar stellen.
Die Kombination mit allen Karten, wenn man sie denn hat, macht ebenfalls grossen Spass. In diesem Fall weiss man nämlich gar nicht, für welche Karten sich die Mitspieler entschieden haben. Und mit den restlichen Karten lässt sich eine schnelle Revanche spielen, in der die vermeintlich schwachen Karten gleich noch einmal überraschen. Ein flottes Kartenspiel mit tierisch, überraschenden Wendungen.

Beasty Bar – New Beasts in Town | Autoren: Stefan Kloss & Anna Oppolzer | Verlag: Zoch
Kartenspiel für 2-4 Personen | Spieldauer: 20 Minuten | Ab 8 Jahren | Benötigt: Geeignete Mittel gegen drängelndes Getier | Wiederspielreiz: gross

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