Crazy Sherlock – Spielkritik

Ein schreckliches Verbrechen ist geschehen, aber der grosse Detektiv ist gerade mit einem anderen Fall beschäftigt. So sind wir bei Crazy Sherlock gefragt und sammeln Fakten, um im Ausschlussverfahren den Fall zu lösen.

Crazy Sherlock

5 unterschiedliche Kartentypen gibt es, die man getrennt mischt. Zuerst nimmt man von jedem Stapel eine Karte weg und legt sie verdeckt beiseite – das sind die Täter-Daten. Alle erhalten nun eine Karte jeder Farbe. Restkarten verteilt man gleichmässig untereinander. Das Übersichtsblatt platziert man übersichtlich auf dem Tisch. Und ganz wichtig: Der Megafon-Chip, mit dem man seine Theorie laut äussern darf.

Und so wird gespielt:

In der Grundvariante schauen sich alle ihre Handkarten an und merken sich, was sie sehen. Genau 15 Sekunden bleiben dazu. Entweder man verwendet einen Timer oder zählt ganz einfach laut mit. In den Bereichen Augen, Accessoires, Grösse, Uhrzeit und Ort erhält man Hinweise. Oder besser: Was man sieht, kann es nicht gewesen sein. Also alles gut merken!

Crazy Sherlock

Nach 15 Sekunden wandern die Karten weiter zur nächsten Person. Wieder bleiben 15 Sekunden, um sich die neuen Karten anzuschauen und die Erkenntnisse zu festigen. Dieses Prozedere wiederholt sich so lange, bis jemand meint, alles über den Täter zu wissen. Wer den Fall lösen will, schnappt sich das Megafon und äussert laut seine Vermutungen in sämtlichen Bereichen. Zur Kontrolle schaut man sich danach geheim die zur Seite gelegten Karten an.

Ist der Tipp korrekt, nimmt man sich eine Lupe und legt sie mit der 1 vor sich ab. Kann man die Lupe in einer nächsten Runde auf die 2 wenden, gewinnt man die Partie.
Ist ein Tipp falsch, verliert man allerdings eine Lupe. Zudem scheidet man für die aktuelle Runde aus. In eher seltenen Fällen bleibt eine Person übrig, weil alle falsch geraten haben. Die letzte Person erhält dann die Lupe.

Crazy Sherlock

Die Doctor Watson Variante spielt man nach demselben Kartenverfahren. Versucht jemand zu lösen, dürfen aber alle darauf wetten. Meinen alle, dass der Tipp korrekt war, gibt es die Lupe ohne Kontrolle. Herrscht keine Einigkeit, können auch die Mitspielenden auf eine Lupe hoffen, wenn sie den geäusserten Tipp richtig deuten. Die Watson-Variante spielt man bis 3 Lupen.


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Fazit zu Crazy Sherlock

Das Deduktionsspiel ist eines von vier Spielen aus der Irrlichter-Reihe des Verlags Nice Game. Kurze Regeln, schneller Spieleinstieg – das gelingt hier auf jeden Fall. Zudem mischt man mechanisch ein Karten-Drafting mit einem Deduktionsspiel. Die immer neuen Karten sollte man sich merken, um im Ausschlussverfahren unter Zeitdruck dem Täter möglichst schnell auf die Schliche zu kommen. Sherlock Holmes hätte seine Freude an uns, aber da gibt es natürlich ganz viele Möglichkeiten, um ungewollt Fehler zu generieren.
Mit der Watson-Variante kann man auch auf die anderen Detektive setzen oder ihnen widersprechen. Dadurch lässt sich mangelnde Schnelligkeit ein wenig ausgleichen.


Fakten zu Crazy Sherlock

Autor: Frédéric Morard
Illustrationen: Maxime Morin
Verlag: Nice Game

Spielerzahl: 3 – 5 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Täterwissen
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: kein 2er-Spiel
Beste Spielerzahl: 3 – 5 Personen
Richtet sich an: Familie

gutes Spiel

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