Fee ist einen preisgekrönte Stute, doch seit letzter Nacht ist sie verschwunden. Wir machen uns auf die Suche nach dem Tier und folgen einer vielversprechenden Spur. Das entführte Pferd ist ein Rätsel- und Escape-Spiel mit einem mathematischen Fokus.

Wie beim Geschwisterspiel Der Zug der Abenteuer sind die Vorbereitungen gering und ein Einstieg sofort möglich. Die Spielanleitung hat auf der ersten Karte Platz. Den gesamten Kartenstapel legt man vor sich aus, ohne ihn zu mischen. Die Zahlen auf den Karten dienen zur Orientierung. Ein Booklet zur Kontrolle und für Spieltipps rundet das Angebot ab. Erste Karte lesen – loslegen!
Und so wird gespielt:
Wie man es von so manchen Escape-Spielen kennt, liest man sich erst kurz in die Story ein. Gerade bei dieser Reihe ist das Lesen und die Geschichte hinter dem Rätsel ein wichtiger Bestandteil. Ohne zu viel zu verraten: Die preisgekrönte Stute unserer Nachbarin Philippa ist verschwunden. Nicht sehr mitfühlend, sogar etwas merkwürdig, verhält sich deren Nachbarin Frau Zank. Sie ist nicht überrascht und gibt die Schuld für das Verschwinden Philippa.

Nach einem ersten Augenschein in der Nacht führen die Spuren allerdings zum Hof von Frau Zank. Dort sehen wir uns nun genauer um. Mit 10 Karten legen wir den Hof vor uns auf den Tisch. Das benötigt ein wenig Platz. Nach einem weiteren Teil der Geschichte dürfen wir auch schon eine Karte des Hofs wenden, denn wir konnten eine Stalltür öffnen.
Nun nimmt die weitere Geschichte ihren Lauf. Finden wir blaue Zahlen auf den Bildern, dürfen wir eine neue Karte lesen. Und regelmässig treffen wir auf neue Rätsel, die alle einen mathematischen Hintergrund besitzen: Rechnungen, Formen, Bruchrechnen, Prozente, Masse etc. Für die Lösung folgen wir den roten Zahlen. Im Booklet schlagen wir nach und überprüfen unsere Berechnungen.

Für richtige Lösungen erhalten wir neue Karten oder Gegenstände, die wir für die weitere Detektivarbeit brauchen. So forschen wir uns still und heimlich durch das Haus von Frau Zank.
Mit der Pause-Karte lässt sich ein Spiel problemlos unterbrechen. Man platziert die Karte an der zuletzt gelesenen Stelle im Stapel und kann zu einem späteren Zeitpunkt das Spiel fortsetzen. Ob wir Philippa die Stute Fee am Ende wieder zurückbringen können?
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Fazit zu Das entführte Pferd
Auch wenn in der Geschichte eine gewisse Wahlfreiheit vorgegaukelt wird, die Story folgt einem klaren roten Faden. Will man vorankommen, muss man gewisse Abzweigungen nehmen, um später zurückzukehren. So öffnen sich Türen und Stallboxen und man gewinnt ständig neue Erkenntnisse auf der Suche nach Fee. Regelmässig stösst man auf neue Aufgaben und Rätsel, die mathematische Kenntnisse einfordern. Kinder ab der 5. Klasse können sich an das Abenteuer wagen.
Stösst man trotzdem irgendwo an seine Grenzen, folgt man den Hinweisen und Tipps. Bei den meisten Aufgaben kann man sich auch durchraten, benötigt dafür aber mehr Zeit. Die Rätsel-Challenge-Reihe aus dem Oetinger Verlag ist ein gelungener Mix aus Story, Rätsel und Abenteuer – immer sehr belohnend ausgerichtet. Man will die Leserschaft erfolgreich durch das Abenteuer führen. Dieses Ziel wird ohne Wenn und Aber erreicht.
Fakten zu Das entführte Pferd
Autor: Stefan Heine
Illustrationen: Lion Fleischmann
Verlag: Oetinger
Spielerzahl: 1 – ?? Personen
Spieldauer: 120 – 180 Minuten
Altersangabe: ab 11 Jahren
Benötigt: Mathematik bei der Pferdesuche
Wiederspielreiz: gross
Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 1 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie




