Temple Twist – Spielkritik

Die nächste Expedition führt uns in den Dschungel. Bei Temple Twist erforschen wir einen alten Tempel und suchen Schätze. Nur bei guter Zusammenarbeit kommen wir mit Drehungen und dem Ein- und Ausbau der Wände ans Ziel.

Temple Twist

Vor dem ersten Spiel muss der Tempel aus den dicken Kartonteilen zusammengebaut werden. Das klappt dank einer guten Anleitung sehr gut. Einige Wände sind fest verankert, während andere flexibel platzierbar sind. In einem Grundspiel lernen wir die wichtigsten Funktionen kennen. Später ist das Spiel an verschiedenen Stellen veränderbar. Den Tempel stellen wir auf den Tisch und legen den Würfel unten in die Tür. 5 Wände platziert man zufällig, 2 Raumkarten werden aufgedeckt und eine Türkarte. Die 12 Startkarten verteilt man zufällig an die ganze Expedition. Drei Ausrüstungsplättchen kommen auf den Tisch.

Und so wird gespielt:

Im Grundspiel geht es darum, gemeinsam die aufgedeckten Räume zu erforschen und am Ende den Tempel durch die aufgedeckte Tür zu verlassen. Dabei dürfen die Handkarten nicht ausgehen, denn sie bestimmen die Aktionen und Möglichkeiten im Tempel. Der Würfel im Tempel ist unser Rucksack. Ihn schleusen wir durch den Tempel, indem er bei den Drehungen rollt und fällt. Berühren dürfen wir ihn dabei nicht. Wer am Zug ist, spielt eine Aktionskarte aus.

Temple Twist

Mit den Aktionskarten lässt sich das Tempelkonstrukt nach links oder rechts drehen, einmal, zweimal oder beliebig oft. Es lassen sich Wände ein- oder ausbauen oder gar versetzen. Beim Drehen des Tempels sollte man vorsichtig sein, der Würfel geht sonst seine eigenen Wege. Auf Aktionen darf man teilweise oder komplett verzichten, die Karte muss man trotzdem ausspielen. Mit Ausrüstungsplättchen kann man einmalig eine Karte mit einem Mitspielenden tauschen oder kommunizieren, wenn man nur noch eingleisige Aktionen hat (nur drehen oder nur Wände bearbeiten).

Liegt der Würfel am Ende eines Zuges in einem zu erforschenden Raum, dreht man die Raumkarte um und widmet sich dem nächsten Ziel seiner Expedition. So spielt man seine Aktionskarten bis man entweder alle geforderten Räume erforscht hat und das Ziel erreicht oder die Aktionskarten ausgehen, ohne die Zielerreichung. Wände oder der Würfel dürfen übrigens nie aus dem Tempel fallen, also schön vorsichtig drehen.

Temple Twist

Das Grundspiel ist eigentlich nur zur Eingewöhnung gedacht. Denn jetzt geht es richtig los. Mit Herausforderungskarten spielt man nach vorgegebenen Bedingungen, erfüllt zusätzliche Ziele, bekommt dafür im Gegenzug mehr Aktionskarten.
In der Expeditionsvariante bringen die Expeditionskarten die Vorgaben für Räume und Ziele in bestimmten Reihenfolgen. Neu kommt der Würfel-Effekt ins Spiel. Nur mit ihm kommt man zu neuen Aktionskarten.

Hier wird also nicht nur der Tempel erforscht, sondern das ganze Spiel nach und nach.


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Fazit zu Temple Twist

Das Konstrukt des grossen Tempels ist natürlich ein echter Hingucker. Im Grundspiel wirkt die Aufgabe erst einmal einfach, doch das Kennenlernen ist einfach sehr wohlwollend. Zudem erkennt man, dass der Würfel nicht immer so fällt, wie man es gerne möchte. Er kann manchmal erstaunliche Sprünge absolvieren. Nach einem erfolgreichen Grundspiel traut man sich an erste Herausforderungen oder gar ganze Expeditionen. Das ist gar nicht so einfach. Bedingungen verschärfen sich, Räume dürfen nicht betreten oder eine bestimmte Reihenfolge im Ablauf muss eingehalten werden. Gute Zusammenarbeit ist wichtig und mit den Aktionskarten muss man behutsam umgehen und vorausschauend planen.

Bei Temple Twist will nicht nur der Tempel entdeckt werden, auch spielerisch hangelt man sich zu immer höheren, kooperativen Bestleistungen. Das macht Spass und ist eine schöne Mischung aus Planung und Geschicklichkeit. Die Aufgabenstellungen sind sehr variabel.


Fakten zu Temple Twist

Autor: Bernhard Weber
Illustrationen: Johanna Rupprecht
Verlag: Kosmos

Spielerzahl: 1 – 4 Personen
Spieldauer: 30 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Gut geplante Expeditionen
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie

gutes Spiel

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