Carnuta – Spielkritik

Fans von Asterix & Obelix kennen den Karnutenwald, in dem sich die Druiden trafen, um ihr Können zu demonstrieren. Und so machen wir uns bei Carnuta daran, unsere Zutaten zu sammeln, damit die Zaubertränke auch gelingen und Punkte bringen.

Carnuta

Das Spielmaterial sieht schon einmal grossartig aus. Man erhält ein eigenes Tableau, auf dem man seine Runensteine sammelt und die Buchhaltung über seine Kartensammlung führt. Zudem gibt es 2 Tages-Runen und 2 Nacht-Runen, sowie zwei Sichel-Plättchen. Mit einer zufällig gezogenen Startkarte geht es ab in den Wald.
Auf dem Tisch liegt eine Auswahl an Tages- und Nacht-Zutaten (jeweils 4 Karten) und restliche Runen-Steine.

Und so wird gespielt:

Der Reihe nach dürfen alle Druiden 2 Aktionen ausführen. Diese Aktionen sind beliebig kombinierbar. Da kann man eine Karte aus der offenen Auswahl nehmen. Eine neue Karte kommt auf die Hand. Am Ende eines Zuges darf man höchstens 3 Karten in der Hand halten. Oder man spielt eine Karte aus. Dazu muss man die Kosten in Form von passenden Runen bezahlen. In einigen Fällen muss man Runensteine nur wenden, in anderen gibt man Runen ab in den Vorrat. Eine ausgespielte Karte legt man vor sich ab.

Carnuta

Mit dem Spielen einer Karte muss man sofort den Marker auf seinem Tableau verschieben. Das ist in zweierlei Hinsicht wichtig. Erstens erhält man auf dem Weg beim Karten sammeln Boni (zusätzliche Runenfelder auf dem Tableau oder eine Bonus-Zutat) und zweitens endet das mit dem Ausspielen einer 11. Karte.
Als dritte Aktionsmöglichkeit nimmt man Runen aus dem Vorrat und füllt seine leeren Runenfelder auf dem Tableau. Man muss sich für eine Sorte entscheiden: Sonnen-Runen oder Mond-Runen. Mehr Runenfelder bekommt man als Bonus mit dem Ausspielen von Karten.

Die vierte Aktionsmöglichkeit ist das Umdrehen von eigenen Runen. Man wendet seine Runensteine so, dass alle dasselbe Symbol zeigen. Mit dem Kombinieren der Aktionen lässt sich ein Spielzug wunderbar vorbereiten, bevor man eine Karte ausspielt.
Gegen Abgabe eines Sichel-Plättchens darf man die ausliegenden Tag- oder Nacht-Zutaten auswechseln, um das Angebot zu verbessern.

Carnuta

Die eigentliche Herausforderung bei Carnuta ist aber das Sammeln der Karten. Kleeblätter bringen nicht einfach so viele Punkte. Vielmehr benötigt man eine andere Karte, die als Wertungsziel Kleeblätter in der Sammlung belohnt. So entscheidet am Ende die gelungene Kombi aus Zutaten und darauf notierten Wertungen, wer am Ende den Druidenwettstreit gewinnt.
Hat jemand die 11. Karte ausgespielt, gibt es genau noch eine Runde, bevor es zur Wertung geht.


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Fazit zu Carnuta

Bei Carnuta ist alles sehr durchdacht und läuft geschmeidig ab. Die vier Aktionsmöglichkeiten sind überschaubar und meist würde man gerne mehr als zwei Aktionen in einem Spielzug erledigen. So ist der Wettstreit der Druiden auch ein Wettlauf, bei dem man seine wenigen Aktionen möglichst optimal kombiniert, um Zeit zu sparen und auch 11 Zutatenkarten zu erhalten bis zum Spielende.

Denn jede Zutatenkarte besitzt ein Wertungsziel, für das man Punkte erhält. Je mehr Karten, desto mehr Punkte liegen drin bei einer guten Sammlung. Carnuta bedient sich einem indirekten Sammlungsziel, das man erst verstehen muss. Einzelne Zutaten nützen mir nichts, wenn ich nicht die dazugehörigen Wertungsziele auch auf meinen Karten habe. Das macht das Sammeln auch zu einer kleinen Knobelaufgabe. Insgesamt ist es aber ein sehr schönes, flüssiges Familienspiel.


Fakten zu Carnuta

Autoren: Yohan Goh, Hope S. Hwang, Gary Kim
Illustrationen: Davide Tosello
Verlag: Repos

Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Spieldauer: 25 Minuten
Altersangabe: ab 10 Jahren
Benötigt: Zutaten-Kombinationen
Wiederspielreiz: sehr gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie

sehr gutes Spiel

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