Umami – Spielkritik

Beim Food Festival der Tiere buhlen wir um jeden Gast. Der Geschmack ist dabei zentral. Ein Gericht soll voller Umami sein, diesen herzhaft, würzigen Geschmack besitzen. Bei diesem Kartensammelspiel schnappen wir uns gegenseitig die tierischen Kunden weg.

Umami

Es gibt zweierlei Karten in diesem Spiel. Da sind die Gästekarten, die sämtliche Ansprüche definieren. Und es gibt die Zutatenkarten, mit denen man möglichst nahe an das perfekte Gericht kommen will. Denn die Gäste gehen immer dorthin, wo ihre Bedingungen am besten erfüllt sind. Alle erhalten zu Beginn 4 Zutatenkarten auf die Hand. Auf dem Tisch gibt es eine Auslage mit 4 Gästekarten und 4 Zutatenkarten und den jeweiligen Nachziehstapeln. Und nicht zu vergessen: Alle erhalten einen persönlichen Bonusgast, den man geheim hält.

Und so wird gespielt:

Der Reihe nach dürfen alle die Gäste bedienen. Dazu stellt man die gewünschten Köstlichkeiten zusammen. Eine Zutatenkarte spielt man aus der Hand, eine zweite Zutatenkarte wählt man aus der offenen Auslage. Die beiden Karten legt man vor sich aus. In der eigenen Auslage bildet man Gerichte aus drei Karten. Bis zu 5 Trios dürfen ausliegen. So legt man die beiden Karten des aktuellen Spielzugs zu einem bereits bestehenden Gericht, oder man beginnt ein neues.

Umami

Nach dem Spielen der Karten komplettiert man die Auslage und die Kartenhand wieder auf vier Karten. In der ersten Runde wird man noch keine Gästewünsche erfüllen können. Aber schon ab der zweiten Spielrunde ist das möglich. Die Katze möchte gerne zwei rote Karten mit ungleichen Werten und eine gelbe Karte. Kann man ihr das Angebot machen, holt man sie sofort zu sich und legt sie oben an das Gericht. Doch die Katze ist wählerisch. Oben auf ihrer Karte zeigen die Pfeile nach unten. Das bedeutet, sie möchte gerne eine möglichst kleine Summe auf den Karten ihres Gerichts haben. Macht jemand ein besseres Angebot, ist die Katze weg und wählt sofort das bessere Gericht.

Umami ist also ein Spiel der perfekten Gerichte für die Gäste in der Auslage. So lockt man mit geeigneten Zutatenkarten die Gäste zu sich. Ein Gericht lässt sich auch verbessern. Legt man eine vierte Karte an, darf man eine beliebige Karte entfernen. So lassen sich Summen erhöhen oder verkleinern.
Einige Zutatenkarten besitzen das Symbol einer Hand. Wählt man eine solche Karte, darf man sie auch abwerfen und dafür von jemandem eine Zutatenkarte stehlen. Sie darf allerdings nicht aus einem fertigen Gericht kommen.

Umami

Und schliesslich gibt es noch Zutaten mit einem Blumensymbol, die einen Gleichstand bei der Summe entscheiden. Besitzt eine Zutat einen Stern, ist die Karte am Ende einen Punkt wert. Aber wann tritt denn das Ende ein? Nimmt jemand den letzten Gast aus der Auslage oder jemand spielt seine 12. Zutatenkarte vor sich aus, dann startet das Finale. Man sichert alle vor sich ausliegenden Gäste. Sie können nun nicht mehr weggelockt werden. Dann legen alle ihre Bonusgäste in die Auslage. Beginnend beim Startspieler dürfen jetzt alle ein letztes Mal beliebig viele Zutaten ausspielen und Gäste sichern.

Nach dieser letzten Runde zählen alle die Sterne auf den Karten bei fertigen Gerichten. Wer am meisten Sterne besitzt, kennt sich aus mit Umami-Gerichten.


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Fazit zu Umami

Wer sich auf den Wettstreit mit den Gerichten einlässt, muss auch einstecken können – und das gleich in zweierlei Hinsicht. Da wechseln die Gerichte munter hin und her. Es wird über- und unterboten mit noch passenderen Summen. Und dann lassen sich einzelne Zutaten auch noch klauen mit den Hand-Symbolkarten. In der ganzen Hektik übersieht man schliesslich Stern-Symbole für die entscheidenden Punkte am Ende. Anders herum ist es auch das grosse Dilemma des Spiels. Wo legt man seine Prioritäten? Schnappt man sich die Stern-Karten oder setzt man zu einem weiteren Duell um einen Gast an.

Am Ende ist Umami auch ein Spiel auf Zeit. Die Gäste werden schnell weniger und die Zutatenplätze in der eigenen Auslage füllen sich immer mehr. So unscheinbar und niedlich das kleine Kartenspiel daherkommt, es entfaltet sich schnell und entwickelt sich dynamisch zu einem knallharten Wettkampf beim Karten sammeln. Die wenigen Aktionen sind manchmal fies, ihr Erscheinen glücksbetont. Aber das macht eben die Würze im Spiel aus – Umami eben!


Fakten zu Umami

Autor: Don Eskridge
Illustrationen: Ikuko Nakai
Verlag: Heidelbär Games

Spielerzahl: 2 – 5 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 10 Jahren
Benötigt: Gäste bei den Gerichten
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: gut
Beste Spielerzahl: 3 – 5 Personen
Richtet sich an: Familie

gutes Spiel

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