Echoes – Die Titanic-Affäre – Spielkritik

Da steht eine 9 an der Seite der kleinen Spielschachtel von Echoes – Die Titanic-Affäre. Seit nun 9 Geschichten bin ich Teil des Ermittlerteams, das Echos aus Gegenständen hören kann und so schon manchen Fall gelöst hat. Nur ein Fall hat bisher enttäuscht, alle anderen waren ein Hörgenuss.

Echoes - Die Titanic-Affäre

Die Geschichte der Titanic fasziniert, seit sie untergegangen ist. Bis heute ranken sich Gerüchte und Mutmassungen um das Schiff, das bei seiner ersten Fahrt Bekanntschaft mit einem Eisberg machte. Der aktuelle Fall spielt zwar AUF der Titanic, dreht sich aber nicht UM die Titanic. Die Rahmenbedingungen sind gleich geblieben: Mit der App erhält man das Hilfsmittel, das die Audiodateien der 6 Kapitelkarten und 18 Objektkarten liefert. Legt man die Karten auf den Tisch, startet man die App und steckt schon mitten in der Zeit der Titanic.

Und so wird gespielt:

Die App zum Spiel wird zwingend benötigt. Das Hörerlebnis steht im Zentrum des Rätselspiel. Es führen wieder hervorragende Sprecherinnen und Sprecher durch die Story, doch ebenso wichtig sind die Geräusche, die den Ermittelnden am Spieltisch auf die Sprünge helfen. Um Hinweise zu erhalten, scannt man ein Bild und bekommt sofort die dazugehörige Audiospur zu hören. Die kann mal grösser, mal kleiner sein. Alle Hinweise sollte man sich aber gut merken, denn einige davon muss man zusammenführen.

Echoes - Die Titanic-Affäre

Die Kapitelkarten sind auf etwas dickerer Pappe zu finden. Zu jeder Kapitelkarte gehören immer drei Objektkarten, die man in der richtigen Reihenfolge zuordnen muss. Es macht also Sinn, sich zuerst einen Überblick zu verschaffen. Man kann die Audios der einzelnen Bilder beliebig oft scannen und anhören. Im Spiel wird das „Lauschen“ genannt.

Nach und nach gewinnt man neue Erkenntnisse. Zuerst noch nicht in jedem Bereich, doch einige Hinweise bleiben haften. Gelingt es, eine Kapitelkarten mit drei Objektkarten zu ergänzen, löst man ein Kapitel. Die genaue Reihenfolge wird eingescannt, die Antwort erfolgt sofort. Entweder ist das Kapitel korrekt oder eine Anzahl an Karten passt zur Kapitelkarte. Ist ein Kapitel gelöst, legt man es zur Seite. Am Ende muss man die 6 Kapitel auch noch in der richtigen Reihenfolge ordnen, um den Fall zu lösen.

Echoes - Die Titanic-Affäre

Inhaltlich will ich natürlich nicht zu viel verraten. Doch es geht um die Menschen an Bord. Dort folgt man einer Geschichte, die eher zufällig auf der Titanic stattfindet. Die Ermittelnden müssen herausfinden, was genau geschah und wie es dazu kam. Der Vorteil von Ermittlern mit besonderen Fähigkeiten ist es, nicht persönlich vor Ort sein zu müssen. Wir orientieren uns an den Echos der Vergangenheit und befinden uns nicht direkt in Gefahr.

Nach etwa einer Stunde ist der Fall gelöst. Mit dem Epilog gibt es noch einen versöhnlichen Abschluss der Geschichte, sowie eine persönliche Statistik. Am Untergang der Titanic ändert er nichts.


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Fazit zu Echoes – Die Titanic-Affäre

Es ist immer wieder faszinierend, in einen neuen Echoes-Fall einzutauchen. Die Reihenfolge der Karten ist massgebend, wie schnell man auf eine Spur kommt und welche Spur es sein wird. Mal steigt man vom Ende her ein, mal von vorne, mal findet man mittendrin ein klares Indiz. Bei Echoes – Die Titanic-Affäre tauchen Leonardo Di Caprio und Kate Winslet immer wieder vor dem geistigen Auge auf. Ganz zu Unrecht geschieht das nicht, obwohl die Story am Ende eine ganz andere ist.

Die Geschichte auf der Titanic ist klassisch gestrickt und spannend. Das liegt zum einen wieder an den tollen Sprecherinnen und Sprechern, zum anderen am erkennbaren roten Faden der Story. So langsam bringt man die unterschiedlichen Charaktere zusammen und damit auch ihren Hintergrund. Ein Vorteil der Echoes-Reihe ist, dass sie zeitlich nicht gebunden ist. Man reist durch die Zeit an unterschiedlichste Orte und hört sich dort um. Das belebt jeden Fall neu, ein Hörgenuss, der jedes Mal zum Spielgenuss wird.


Fakten zu Echoes – Die Titanic-Affäre

Autoren: Dave Neale, Matthew Dunstan
Illustrationen: Samuel Bourguignon, Harnickell Design
Verlag: Ravensburger

Spielerzahl: 1 – 4 Personen
Spieldauer: 40 – 60 Minuten
Altersangabe: ab 14 Jahren
Benötigt: Karten in der richtigen Reihenfolge
Wiederspielreiz: sehr gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 1 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie

sehr gutes Spiel

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