Die glorreichen Gilden von Buttonville – Spielkritik

Noch ist die Stadt ganz leer, doch im Auftrag des Königs suchen wir nach neuen Bewohnerinnen und Bewohnern für die Stadt. Die glorreichen Gilden von Buttonville ist ein Kartensammelspiel, bei dem man die phantasievollen Fähigkeiten der sonderbaren Kreaturen nutzt.

Die glorreichen Gilden von Buttonville

Für das Spiel benötigt man einen grossen Kartenstapel, den man aus unterschiedlichen Gildenkarten zusammenstellt. Zu Beginn lohnt es sich, wenn man den Vorschlägen in der Anleitung folgt und eine Spielrichtung wählt. Kennt man die Gilden ein wenig, stellt man das Kartendeck frei zusammen. Alle ziehen 4 Karten auf die Hand, erhalten 2 Knöpfe, und man bildet eine offene Kartenauslage aus 5 Karten. Damit beginnt die Suche nach zukünftigen Bewohnern der Stadt.

Und so wird gespielt:

Der Spielablauf ist wirklich sehr simpel gehalten. Der Reihe nach absolvieren alle ihren Spielzug, bis der Kartenstapel leergespielt ist. Danach folgt noch eine allerletzte Runde mit einigen Reservekarten. Wer an der Reihe ist, muss 2 Karten nehmen. Dazu nimmt man eine offene Karte von der Auslage oder eine verdeckte Karte vom Nachziehstapel. Liegen weniger als 5 Karten in der offenen Auslage, füllt man sie sofort mit einer neuen Karte auf. So besteht immer eine Auswahl an offenen Karten.

Die glorreichen Gilden von Buttonville

Die zweite Aktion ist freiwillig. Nun kann man ein Set aus der Hand ausspielen. Das Set besteht aus beliebig vielen Karten einer Gilde. Die Karten legt man leicht versetzt in einer Spalte vor sich aus. Jede Gilde bringt eine gewisse Fähigkeit mit, die man mit dem Ausspielen eines Sets nutzt. So kann man mit Bella die Bardin Karten nachziehen oder mit Mützel der Magier bis zu 3 Karten an ein ausliegendes Set anlegen. Sämtliche Fähigkeiten haben einen Nutzen, der Zeitpunkt ist aber vielleicht nicht immer ideal.

Punkte gibt es am Ende für möglichst grosse Kartensets. Das Dumme ist, dass man nur ein Set jeder Gilde besitzen darf. Daher muss man am Ende seines Spielzugs zwei Dinge überprüfen. Das Handkartenlimit beträgt 7 Karten. Hat man nach dem Ausspielen eines Sets mehr als 7 Karten in der Hand, muss man reduzieren. Besitzt man 2 Sets einer Gilde in seiner Auslage, muss man eines abwerfen. Es ist also erlaubt, ein zweites Set der gleichen Kreaturen auszuspielen, um die Fähigkeiten zu nutzen. Gleich danach muss man sich aber von einem Set wieder trennen. Meist ist es das kleinere, da es weniger Punkte bringt.

Die glorreichen Gilden von Buttonville

Die Knöpfe fungieren als eine Art Geld. Bei manchen Aktionen sind sie wichtig. Zudem bringen sie am Ende noch Punkte ein, die entscheidend sein können. Ist der Kartenstapel leer, wertet man seine Sets. Je grösser sie sind, desto mehr Punkte bringen sie ein. Für ein Set aus 7 oder mehr Karten gibt es 17 Punkte zu holen. Die Summe aus allen Sets und die Punkte aus der Anzahl der Knöpfe bestimmen, wer das Spiel gewinnt. Wer sammelt das beste Volk für den König?


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Fazit zu Die glorreichen Gilden von Buttonville

Schon das Öffnen der Schachtel lässt keinen Zweifel aufkommen: Hier geht es um das Sammeln von Karten. Aus 25 unterschiedlichen Wesen und ihren Fähigkeiten bildet man einen Kartenstapel, der in jeder Partie einen anderen Spielverlauf mit sich bringt. So kann man einen eher wirtschaftlichen Weg einschlagen oder auch etwas aggressiver ans Werk gehen. Die Mischung der Karten beeinflusst die Spielrichtung. Viel Liebe steckt in der Namensgebung der Wesen. Da spielt zum Beispiel Marty der Zeitreisende mit oder auch Helge der Schneider. Die Fähigkeiten sind breit gestreut.

Das Sammeln der Karten ist sehr einfach aufgezogen und hängt auch etwas vom Glück ab, was gerade auf dem Tisch erscheint. Mit dem tiefen Handkartenlimit muss man gut planen, sonst sind grosse Sets eher schwierig zu erreichen. Zum Glück helfen die Fähigkeiten der Wesen manchmal weiter. Die glorreichen Gilden von Buttonville lassen sich in zahlreichen Kombinationen testen. Im Ablauf bleibt das Spiel gleich, mit den Fähigkeiten verändert sich der Spielcharakter leicht. Ein einfaches Kartensammelspiel mit vielen, kleinen Varianten.


Fakten zu Die glorreichen Gilden von Buttonville

Autoren: Christian Kudahl, Erik Andersson Sundén
Illustrationen: Matt Owen
Verlag: Ravensburger

Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Spieldauer: 30 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Grosse Karten-Sets
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie

gutes Spiel

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