Der bekannteste Lehrmeister der Ninjas ist Meister Makatsu. Mit seinen Methoden hat er schon manchen Kämpfer geformt. In drei Durchgängen misst man sich mit anderen Lehrlingen in diesem aussergewöhnlichen Stichspiel.

Thematisch erinnert der grosse Meister an Mister Miyagi aus dem Film Karate Kid. Für die Übungseinheiten in diesem Spiel erhalten alle aber ganz kampflos ein ganzes Kartendeck mit Kartenwerten von 1 bis 8 in drei Farben. Dieses Deck aus 24 Karten mischt man gut durch und legt es vor sich bereit. 4 Karten zieht man auf die Hand. Als Vorrat legt man Minus-Chips bereit. Im ersten Durchgang kann man Chips mit einem Strafpunkt gewinnen. Die Startperson erhält die Figur von Meister Makatsu.
Und so wird gespielt:
Von den vier Handkarten schickt man reihum einen ersten Kämpfer, danach einen zweiten auf die Matte für die Übungseinheit. Die Karten legt man leicht versetzt übereinander, so dass zu erkennen ist, welche Karte zuerst und welche danach gespielt wurde. Nach dem Ausspielen bleiben zwei Karten übrig. Die legt man verdeckt und quer neben sein Kartendeck. Die nicht verwendeten Karten kommen nämlich im nächsten Durchgang wieder ins Spiel.

Haben alle zwei Kämpfer auf die Matte geschickt, folgt eine Zwischenwertung. Jede Farbe wird einzeln gewertet. Dabei spielt es keine Rolle, ob eine Karte oben oder unten ausliegt. Wer den höchsten Kartenwert bei Blau gespielt hat, erhält einen Minus-Chip. Bei einem Gleichstand kassiert immer die Person, die zuletzt den höchsten Wert gespielt hat. Das kann man gut herausfinden anhand der Makatsu-Figur und den versetzt ausliegenden Karten. Der höchste Kartenwert der gelben Karten bringt gleich 2 Minus-Chips. Bei den lila Karten gibt es einen Minus-Chip und die Makatsu-Figur. Damit ist man auch Startperson in der nächsten Runde. Die gespielten Karten kommen vom Tisch und sind aus der Partie.
Mit dem Nachziehen von 4 neuen Karten geht es ins nächste Duell. Wieder spielt man zwei Karten und legt zwei Karten verdeckt zur Seite für den nächsten Durchgang. Erneut folgt eine Zwischenwertung und man verteilt Minus-Chips. Nach 6 Runden sind alle Karten weggespielt. Nun mischt man das Kartendeck seiner weggelegten 12 Karten durch und macht es bereit für Durchgang 2. Neu sind die Minus-Chips mit 2 Strafpunkten im Spiel. Der Ablauf bleibt gleich wie in Durchgang 1, allerdings sind es diesmal nur 3 Runden.

Für Durchgang 3 bleiben noch 6 Karten übrig. Die erste Runde spielt man mit 4 Handkarten und ergänzt die Hand für die zweite Runde mit den zwei letzten Karten. Für jeden Minus-Chip erhält man im Finale 3 Strafpunkte. 2 Karten bleiben am Ende in der Hand übrig, die man weglegen kann. Sie kommen nicht in die Wertung.
Wer jetzt in der Summe am wenigsten Punkte auf seinen Minus-Chips hat, gewinnt die Partie und wird zum besten Ninja.
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Fazit zu Meister Makatsu
Ist das jetzt ein echtes Stichspiel oder nicht? Bei Meister Makatsu erlebt man viele Überraschungen. Man kann Karten wegspielen oder für die nächsten Runden behalten. Man zockt um die Zahlenwerte und versucht, viele Karten mit leicht tieferen Werten irgendwo unterzubringen. Abgerechnet wird allerdings erst nach dem Spielen von zwei Karten, bei denen die Reihenfolge relevant ist. Das alles macht den grossen Spielreiz des Kartenspiels aus. Natürlich macht es Sinn, hohe Werte früh wegzuspielen. Rechnet man das aber mathematisch durch, kassiert man zu einem späteren Zeitpunkt einfach mehr Minuspunkte auf einmal, das Endresultat bleibt mit weniger Spielrunden gleich. Bleibt nur eine sinnvolle Variante: Man sucht die Schlupflöcher beim Ausspielen.
Die eigene Kartenhand bestimmt ein wenig die Spielweise. Manchmal besitzt man eine Farbe im Überfluss, andere gar nicht. Und man weiss eben nie, wie das bei den Mitspielenden aussieht. Gerade in grossen Spielrunden macht das richtig Spass, Ärger und Freude wechseln sich mit jeder gespielten Karte ab. Der Spielmechanismus ist einfach. Über die drei Durchgänge spitzt sich die Lage zu. Am Ende hat man aber noch einmal einen Notausgang, denn zwei Karten darf man entsorgen, wenn man sie bis zuletzt gut verbergen kann. Das Kartenspiel besitzt mehrere kleine Kniffe und sorgt vor allem in grösseren Spielrunden für beste Unterhaltung.
Fakten zu Meister Makatsu
Autor: Reiner Knizia
Illustrationen: Sonja Müller
Verlag: AMIGO
Spielerzahl: 2 – 6 Personen
Spieldauer: 15 – 30 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Bloss keine Minus-Chips
Wiederspielreiz: sehr gross
Geeignet für 2 Spieler: geht so
Beste Spielerzahl: ab 3 Personen
Richtet sich an: Familie




