So viel Trödel liegt herum und nun soll alles weg auf den Flohmarkt. Doch dort muss passend alles weggeräumt werden. So wird Speedy Market zu einem hektischen Wettlauf in bekannter Ligretto-Manier. Ein Spiel, bei dem man seine Reaktion ausgiebig testet.

Grosse Erklärungen benötigt das schnelle Kartenspiel tatsächlich nicht. Auf den einzelnen Karten findet man immer ein Trödelstück, das vor einer Hintergrundfarbe präsentiert wird. Zu Beginn legt man drei Karten offen als Markt in die Tischmitte und alle erhalten einen Kartenstapel, den man verdeckt in seiner Hand hält. Nun muss es schnell gehen, denn der gesamte Trödel muss raus.
Und so wird gespielt:
Auf ein Kommando geht es los. Alle dürfen die erste Karte wenden und versuchen, sie abzulegen. Dazu hat man verschiedene Möglichkeiten. Die schnellste Variante zu Beginn ist der Markt. Passt Farbe oder Motiv zu einer der drei ausliegenden Karten, darf man seine Karte oben auf den entsprechenden Stapel legen. Ist eine Karte weg, schaut man sich die nächste an und spielt sofort weiter.

Irgendwann passt es nicht mehr mit dem Markt, dann kann man vor sich einen eigenen Flohmarktkistenstapel bilden. Dort darf man jede eigene Karte ablegen, auch wenn sie nicht passt. Dadurch spart man Zeit und kann sich schneller die nächste Karte ansehen.
Eine Flohmarktkiste zieht aber auch die mitspielenden Nachbarn an. Die dürfen passende Karten auch auf benachbarte Flohmarktkistenstapel legen. Achtung: Das ist nur bei den direkten Nachbarn links und rechts möglich, die bereits einen Flohmarktstapel besitzen.
Auf wenigen Karten findet man ein Ausrufezeichen. Diese Karten darf man auch verschenken und mit ihnen bei den Personen links und rechts einen Flohmarktstapel starten. Es ist die Ausnahme, die die Regel bestätigt.

Ziel von Speedy Market ist es, sämtliche Karten wegzuspielen. Hat man seinen Handkartenstapel durchgespielt, nimmt man die Flohkistenkarten wieder in die Hand und spielt weiter. Erst wenn man ALLE Karten weggespielt hat, ruft man laut „Fertig!“.
Wer eine Runde gewinnt, erhält zwei Karten zur Belohnung. Auf den Kartenrückseiten findet man Kleingeld, das man sich am Flohmarkt verdient hat. Wer sonst die wenigsten Karten besitzt, bekommt immerhin noch eine Geldkarte.
In der nächsten Runde erhalten alle Personen für jede Kleingeld-Karte eine zusätzliche Karte in den eigenen Stapel – ein spielerischer Ausgleich. Hat jemand am Ende einer Runde 5 oder mehr Kleingeld-Karten, gewinnt diese Person.
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Fazit zu Speedy Market
Kurze Regeln, ein schneller Einstieg und ganz viel Tempo – Speedy Market ist ein klassischer Vertreter der schnellen Reaktionsspiele à la Ligretto oder Halli Galli. Im eigenen Temporausch muss man auch seine Nachbarn stets im Auge behalten. Dort kann man ebenfalls Karten auf die Flohmarktkisten legen und benachbarte Kartenkonten ganz nebenbei wieder erhöhen. Diesen fiesen Move hat man natürlich nicht so gern, deswegen zögert man das Eröffnen einer eigenen Flohmarktkiste möglichst lange hinaus. Mit einer Geschenk-Karte kann man knausrigen Nachbarn aber auch hier eins auswischen. Bei Speedy Market ist eben nichts absolut sicher und man kommt nicht drum rum, seine eigenen Karten passend wegzuspielen. Schnelle Trödler werden in den kommenden Runden mit zusätzlichen Karten bestraft. Eine wenigstens kurzfristig ausgleichende Gerechtigkeit, um Führende eventuell einzuholen. Das Tempospiel für schnelle Händler sorgt für kurzen und sehr knackigen Spielspass, wenn man schnelle Reaktionsspiele mag.
Fazit zu Speedy Market
Autor: Günter Burkhardt
Illustrationen: Oliver & Sandra Freudenreich
Verlag: NSV
Spielerzahl: 2 – 5 Personen
Spieldauer: 15 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Keinen Trödel mehr
Wiederspielreiz: gross
Geeignet für 2 Spieler: gut
Beste Spielerzahl: ab 3 Personen
Richtet sich an: Familie




