Es sieht aus wie im Paradies. Insularo lockt mit zahlreichen Inseln, einigen Fischgründen und vor allem vielen Nistplätzen. In diesem Laufspiel sucht man überall seine Plätze und sichert sich Mehrheiten auf den Inseln. Welcher Vogel hat am Ende den Schnabel vorn?

Je nach Personenzahl legt man zu Beginn einige Inseln in einem Kreis aus und platziert dazwischen auch Fischgründe mit Wasserplättchen. Zentral legt man die Buschplättchen aus. Sie bringen später Blumen auf die Inseln. Alle nehmen sich einen Tölpel (den Vogel), Nestplättchen und Karten ihrer gewünschten Farbe. Einen Würfel für allfällige Flugbewegungen legt man ebenfalls zentral aus. Den eigenen Kartenstapel mischt man gut durch und zieht 3 Karten auf die Hand.
Und so wird gespielt:
Der Reihe nach spielen alle immer zwei ihrer drei Handkarten aus und führen die entsprechenden Aktionen aus. Dabei kann es zu einer, aber auch zu mehreren Aktionen pro ausgespielter Karte kommen. Das Fragezeichen ist ein Joker, bei dem man seine Aktion frei wählen darf. Spielerisch bewegt man sich mit drei möglichen Aktionen über die Inseln, um den grossen Punktereigen am Ende der Partie vorzubereiten.

Mit einem Nest auf einer Karte platziert man ein eigenes Nest auf der Insel, auf der sich der Tölpel gerade befindet. Bei einem Busch deckt man zwei Buschplättchen in der Tischmitte auf und sucht sich eines aus. Dieses Plättchen legt man auf die Insel mit dem eigenen Tölpel. Beim Abflug wirft man den Würfel und bewegt den eigenen Tölpel im Uhrzeigersinn über die Inseln. Der Würfel besitzt auch einen Joker, mit dem man den Flug frei wählen darf. So füllen sich allmählich die freien Plätze auf den Inseln.
Zwischen einigen Inseln gibt es Fischgründe. Überquert ein Vogel die Fischgründe, nimmt man sich ein Wasserplättchen von dort, in der Hoffnung, dass man viele Fische findet. Bei einer Landung auf den Fischgründen gibt es sogar zwei Wasserplättchen. Alle Aktionen sind natürlich nur möglich, solange es noch freie Plätze oder Plättchen gibt.

Nach dem Ausspielen von zwei Karten zieht man wieder Karten nach. Nach einigen Runden bleiben noch zwei Handkarten übrig, die man ebenfalls wegspielt. Danach geht es ans Auswerten mit einer Wertungstafel. Für jede Insel gibt es eine Mehrheitenwertung mit Küken und Tölpel. Eine klare Mehrheit bringt 10 Punkte, eine geteilte 5. Sind noch mehr Personen an einem Gleichstand beteiligt, gibt es keine Punkte. Alle, die einen Tölpel oder ein Küken auf einer Insel haben, erhalten einen Punkt pro Blume. Wer auf den Fischgründen sitzt, bekommt pro Fisch auf liegengebliebenen Plättchen einen Punkt. Und die eigenen Fische, die man während der Partie sammelte, sind ebenfalls Punkte wert.
Auf der Wertungstafel kann man nun ablesen, wer die meisten Punkte gesammelt hat.
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Fazit zu Insularo
Das Spielmaterial ist schön gestaltet, aber es liegt kreuz und quer in der Schachtel herum. Und das sind ganz schön viele Teile, die man jedes mal erst mühsam suchen und platzieren muss. Spielerisch geht es danach sofort zur Sache. Die drei möglichen Aktionen sind schnell erklärt, der Mechanismus mit den Karten ebenfalls. Wähle aus drei Karten zwei aus! Es folgt ein Gerangel um die wenigen Plätze auf den Inseln. Man versucht, sich Mehrheiten zu sichern und nimmt auf dem Weg auch gerne Fische mit. Blumen setzt man vor allem auf eigene Inseln, ohne dass andere zu stark profitieren.
Die 12 Karten sind schnell durchgespielt. Ob man klug gespielt hat oder sich von anderen Tölpeln übertölpeln liess, erfährt man erst bei der Abrechnung am Ende des Spiels. Vorher ist kaum ersichtlich, wer gut im Rennen liegt und wer nicht.
Insularo ist ein schönes, einfaches Lauf- und Sammelspiel, bei dem die Mehrheiten auf den Inseln wichtig sind. Punkte liegen aber an so manchen Stellen drin. Es lohnt sich, auf das Verhalten der anderen Vögel zu achten und sich ein wenig antizyklisch zu verhalten, sofern das mit den Karten möglich ist.
Fakten zu Insularo
Autor: Gérard Pierson
Illustrationen: Maïa Zeidan
Verlag: HABA
Spielerzahl: 2 – 5 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Inselpräsenz
Wiederspielreiz: ok
Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 5 Personen
Richtet sich an: Familie




