Yubibo – Spielkritik

Finger und Stab auf Japanisch ergeben Yubibo. Und damit ist auch schon die ganze Aufgabe erklärt. Setzt eure Verbindungen zwischen den Fingern mit Stäbchen, ohne dass sie krachen. Und wartet erst einmal, bis auch noch die Bällchen dazukommen.

Yubibo

Ich habe hier die französische Ausgabe getestet. Die unterscheidet sich aber nicht von der Ausgabe der Edition Spielwiese. Mit Yubibo kann man auch auf Deutsch viel Spass haben – den Stäbchen ist das egal. Am besten setzt am sich gegenüber an einen Tisch und legt dazu einige Stäbchen bereit. Alle entscheiden sich für eine Farbe, die entsprechenden Karten mischt man zu einem grossen Stapel. Nun müssen sich alle noch für eine Spielhand und eine Karten-Nachzieh-Hand entscheiden.

Und so wird gespielt:

Die Karten stellen die aktuelle Aufgabe. Zwischen den Fingern aller Mitspielenden wird nun ziemlich wild mit Stäbchen Kontakt aufgenommen. Dabei sollte natürlich keines fallen. Doch der Reihe nach: Die Startperson zieht eine erste Karte. Zeigt sie die Farbe einer anderen Person, klemmt man zwischen einen beliebigen Finger der eigenen Hand und dem angezeigten Finger der anderen Person ein Stäbchen. Zieht man mit der Karte die eigene Farbe, so ist der Finger der eigenen Hand fix, dafür darf man sich eine beliebige Person und einen beliebigen Finger auswählen.

Yubibo

Das war’s auch schon. Na ja, mit jeder neuen Karte folgt natürlich ein neues Stäbchen. Gut möglich, dass ein Finger schon bald mehrere Stäbchen halten muss. Ein Fehler liegt drin, fällt das zweite Stäbchen auf den Tisch, verliert die Gruppe das Spiel. Kann man sämtliche Stäbchen in den Händen einsetzen, gewinnt die Gruppe.

Nach dem Vorgeplänkel kann man sich den Bällchen widmen. Ein Spiel mit Bällchen verläuft grundsätzlich nach denselben Regeln, statt dem Ziehen einer Karte darf man aber alternativ ein Bällchen einsetzen. Die weichen Bälle setzt man auf zwei Stäbchen. Sie dürfen weder Finger noch andere Bällchen berühren. Jedes Stäbchen-Paar darf nur ein Bällchen tragen. Wieder dürfen höchstens zwei Stäbchen fallen. Den Sieg gibt es aber erst, wenn sämtliche Stäbchen UND alle Bällchen verarbeitet wurden.

Yubibo

Funktioniert das auch zu zweit? Klar, dann nehmen beide Personen einen Kartenstapel aus zwei Farben und verbinden die beiden angezeigten Finger mit einem Stäbchen. Die Farben sind dabei nicht relevant. Insgesamt 8 Stäbchen muss man so setzen, ohne dass eines fällt.
Und natürlich lässt sich auch dieses Level mit dem Einsetzen der Bällchen und sämtlichen Stäbchen noch einmal steigern.


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Fazit zu Yubibo

Ein schneller Spieleinstieg und einfache Regeln sorgen in diesem Geschicklichkeitsspiel für grossen Spielspass. Ob man die Aufgaben bis zum Ende durchhält, ist zweitrangig. Hier macht man sich kooperativ ans Werk und dehnt seine Finger mit möglichst vielen Stäbchen. Die Verbindungen lassen sich leider nicht immer selbst bestimmen, das macht die Aufgabe nicht leichter. Noch verrückter wird es mit den weichen Bällchen, die sich zwischen all den Händen natürlich nicht immer wie gewünscht verhalten. Auf jeden Fall schliesst man bei Yubibo schnell Kontakt, witzige Situationen sind vorprogrammiert. In knapp 10 Minuten ist eine Partie gespielt – und es bleibt nicht bei einer allein. An dieser Challenge kann man als Gruppe wachsen.


Fakten zu Yubibo

Autoren: Kosuke Takahashi, Natsumi Wada, Hayato Tabata, Momoka Nakayama
Illustrationen: Kanako Ichimori
Verlag: Edition Spielwiese

Spielerzahl: 2 – 8 Personen
Spieldauer: 10 Minuten
Altersangabe: ab 6 Jahren
Benötigt: Schwebende Stäbchen
Wiederspielreiz: sehr gross

Geeignet für 2 Spieler: gut
Beste Spielerzahl: ab 3 Personen
Richtet sich an: Familie

sehr gutes Spiel

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