Die Spielschachtel ist gut gefüllt mit allerlei Dokumenten. Bei Dark Cases – Feuerfest sind erneut akribische Ermittler gefragt, denn es ist bereits der zweite Teil der Reihe. Diesmal suchen wir die verschwundene Bürgermeisterin.

Beim Krimispiel muss man ermitteln, wie man das auch von Krimis kennt. Dazu erhält man einen Stapel an unterschiedlichen Dokumenten: Karten, Polizeiberichte, Fotos und Informationsmaterial aus verschiedenen Quellen. Im Internet findet man ebenfalls Informationen. Und dort beginnt die Reise auch mit einer Sprachnachricht von Polizeimeister Rupprecht, der uns in den Fall einführt.
Und so wird gespielt:
Die Situation ist etwas unübersichtlich. Bürgermeisterin Barbara Christ-Kümmersbeck ist seit 48 Stunden verschwunden. Zu einem geplanten Anlass am Burschenfest ist sie nicht erschienen. Seither fehlt jede Spur von ihr. Doch das ist nicht alles. Die Feuerwehr musste in den Wald ausrücken und fand dort eine brennende Scheune und ein brennendes Auto. Beim Auto handelt es sich um das Dienstfahrzeug der Bürgermeisterin, in der Scheune fand man eine Leiche, die jedoch männlich ist.

Schliesslich erhält man vier brennende Fragen, damit man die Ermittlungen starten kann. Da geht es um die Suche nach der Bürgermeisterin und auch um die Identität der toten Person. Und wie schon bei Dark Cases – Tiefer Fall startet man auf der grünen Wiese. Die vielen Dokumente wollen zuerst eingeordnet und gesichtet werden. In einer grösseren Spielgruppe lässt sich die Ermittlungsarbeit hervorragend aufteilen oder in kleineren Schritten konkreten Fragen nachgehen. Es dauert nicht lange und man steckt tief in der Materie drin.
Zu entdecken gibt es einiges – offline wie online. Einige Hinweise lassen sich schnell verbinden, anderen folgt man über mehrere Dokumente hinweg. Nach und nach erhält man ein konkreteres Bilder der Angelegenheit, belastet Personen und entlastet andere wieder. Man kombiniert sich durch die Geschehnisse der letzten 48 Stunden.

Auf der Webseite zum Fall kann man sich Tipps abholen, wenn man irgendwo steckenbleibt. Will man Dark Cases – Feuerfest aber auf Ergebnis spielen, sollte man nicht zu viele Tipps sammeln. Die Ermittlungszeit und die Anzahl der Tipps ergeben das Resultat der Ermittlergruppe.
Kann man sämtliche Fragen von Polizeimeister Rupprecht beantworten, schliesst man den Fall auf der Webseite ab. Dort gibt man die gesuchten Antworten ein und erhält eine Rückmeldung über die gemachten Ermittlungen. Der Fall kann danach hoffentlich zu den Akten gelegt werden.
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Fazit zu Dark Cases – Feuerfest
Gleich zwei Ereignisse sorgen für Aufsehen. Stehen sie miteinander in Verbindung? Auch beim zweiten Fall der Dark Cases – Reihe klammert man sich erst einmal an die Vorfälle und sammelt Hinweise. Hier gibt es keinen klaren roten Faden durch die ganzen Ermittlungen. Man arbeitet zwar auf die Endfragen hin, wie man das Ziel erreicht, hängt allerdings von der Ermittlungsgruppe ab. Die muss vor allem gut kombinieren und kommunizieren können. Es werden Thesen aufgestellt und nach Hinweisen gesucht.
Die Fülle an Dokumenten ist gross und sehr gut vorbereitet. Was ist wichtig, was kann warten? Ein Plakat mit allen wichtigen Personen der Story lädt zu Diskussionen ein. Wie im besten Krimi filtert man die Informationen bestmöglich und kommt langsam voran. Da man alles selber erarbeitet, muss man sich genügend Zeit nehmen. Es wäre schwierig, das Spiel zu unterbrechen. Doch das will man auch nicht, mitten im grossen Informationsaustausch. Ermittler, die gerne selber ihre Thesen verfolgen, werden wieder viel Freude an diesem Fall haben.
Fakten zu Dark Cases – Feuerfest
Autoren: Tobias Kühnlein, Mona Dengler
Illustrationen: Tobias Kühnlein, Lutz Eberle
Verlag: Gmeiner-Verlag
Spielerzahl: 1 – 6 Personen
Spieldauer: 90 – 150 Minuten
Altersangabe: ab 14 Jahren
Benötigt: Gute Zusammenarbeit
Wiederspielreiz: gross
Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie




