Verflixt verzaubert – Spielkritik

In diesem Kinderspiel fühlt man sich ähnlich wie dazumal bei Scotland Yard. Doch hier spielen die Zauberschüler gegen einen Dieb, den man erst einmal entlarven muss. Verflixt verzaubert ist ein vielseitiges Deduktionsspiel mit Charme.

Verflixt verzaubert

Bis zu drei Zauberschüler treten gegen einen geheimen Dieb an, der vier Zaubergegenstände aus der Burg entwenden will, um die Zauberschüler zu ärgern. Das gelingt ihm nur wegen eines Tarnumhangs, der in den Besitz der Drachen, Kobolde, Gespenster und Feen gelangt ist. Alle Zauberwesen mischt man zu Beginn gut durch und verteilt ihre Höhlen auf dem Spielbrett, dem Zaubergelände. Dasselbe macht man mit den Versteck-Plättchen. Der Dieb erhält das letzte Höhlenplättchen und findet darauf seine Identität für diese Partie. Die Ermittlerinnen und Ermittler erhalten ein Verdächtigen-Tableau. Alle setzen ihre Spielfiguren auf die Burg.

Und so wird gespielt:

Der Dieb startet immer zuerst ins Spiel. Seine Aufgabe: Er soll seine Identität möglichst geheim halten und nebenbei die vier Zaubergegenstände entwenden. Für das Amulett, den Zauberstab, das Zauberbuch und den Zaubertrank gibt es je drei Plättchen auf dem Spielplan verteilt. Nur unter einem der drei Plättchen findet man den gesuchten Gegenstand aber auch. Mit den drei Bewegungswürfeln ermittelt der Dieb die Anzahl seiner Schritte in seinem Spielzug. Nun darf er sich waagrecht oder senkrecht über die Felder des Schlossgartens bewegen.

Verflixt verzaubert

Der Dieb interessiert sich vor allem für die Versteckplättchen. Jedes Plättchen, das er passiert oder erreicht, sieht er sich an und nimmt es zu sich. Dabei muss er ein wenig bluffen und darf nie verraten, ob er einen magischen Gegenstand tatsächlich gefunden hat oder nicht. Durch das Wegnehmen eines Plättchens macht er gleichzeitig den Weg für gefährliche Fragen für das Ermittlungsteam frei. Denn auf jedem Feld findet man auch ein Symbolbild für Fragen.

Nach dem Dieb sind die Ermittler an der Reihe. Sie möchten möglichst schnell den Dieb entlarven. Der aktuelle Leiter des Teams würfelt ebenfalls, muss die Würfel aber an alle Zauberschüler verteilen. Mindestens einen Würfel muss es für alle geben. Die Zauberinnen und Zauberer bewegen sich der Reihe nach über das Schlossgelände. Passieren oder erreichen sie ein Höhlenfeld, dürfen sie sich ansehen, wer dort wohnt. Dieses fabelhafte Wesen kann nicht der Dieb sein. Auf dem Verdächtigen-Tableau deckt man die eben entdeckte Figur ab.

Verflixt verzaubert

Noch effektiver ist es, wenn man sich auf ein Feld bewegt, von dem das Versteck-Plättchen bereits entfernt wurde. Dann dürfen die Ermittler nach dem Symbol fragen, das sich dort befindet. Hat der Dieb eine bestimmte Farbe, einen Gegenstand oder gehört er einer bestimmten Art an? Mit der Antwort des Diebes lassen sich unter Umständen gleich mehrere Verdächtige ausschliessen.

Das Wettrennen ist auf jeden Fall lanciert und dauert nun mehrere Runden an. Während der Dieb seine magischen Gegenstände sucht, suchen die Ermittler nach dem Dieb. Wer seine Aufgabe beendet hat, bewegt sich schnellstens zurück zum Schloss. Der Dieb gewinnt, wenn er dort als Erster mit seinen vier Gegenständen ankommt. Die Ermittler gewinnen, wenn einer von ihnen das Schloss erreicht und den Dieb entlarvt. Bei einer falschen Beschuldigung verlieren die Ermittler.


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Fazit zu Verflixt verzaubert

Ziemlich viele Erinnerungen kommen auf, wenn man sich das Spiel ein erstes Mal ansieht. Da gibt es natürlich Anleihen von Harry Potter und seiner magischen Welt. Zumindest die Kobolde haben eine grosse Ähnlichkeit mit Dobby, dem Hauselfen. Spielerisch erinnert alles an Scotland Yard und der Jagd auf Mr. X. Wir erleben bei Verflixt verzaubert auf jeden Fall einen spannenden Wettlauf. Während der Dieb eine grössere Reichweite besitzt, dafür aber auch weitere Wege absolvieren muss, sind die Ermittler auf eine gute Kommunikation und Arbeitsaufteilung angewiesen. Sie müssen dafür ihre Bewegungspunkte untereinander aufteilen.

Mit jedem Plättchen, das vom Spielfeld verschwindet, erhalten die Ermittler zudem die Möglichkeit, eine Frage zu stellen. So steigt die Spannung auf beiden Seiten und häufig wird das eine ganz enge Kiste, ob am Ende der Dieb oder die Ermittler zuerst zum Schloss zurückkehren. Bei diesem Spiel ermitteln übrigens auch Erwachsene gerne mit, denn sie sind ebenso herausgefordert.


Fakten zu Verflixt verzaubert

Autor: Thomas Dagenais-Lespérance
Illustrationen: Maïa Zeidan
Verlag: Game Factory

Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 6 Jahren
Benötigt: Ermittlungen oder Gegenstände
Wiederspielreiz: sehr gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Kinder, Familie

sehr gutes Spiel

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