Cities – Spielkritik

Die grossen Städte der Welt haben noch Entwicklungspotenzial. Und so bauen wir bei Cities neue Stadtviertel und orientieren uns an den Vorgaben der Stadträte. Für sämtliche Entscheidungen sind wir selber zuständig. Der Zeitpunkt entscheidet, welche Komponenten gerade besonders gefragt sind.

Cities

Alles beginnt mit einem Startfeld und der Wahl einer Stadt, die ein neues Viertel erhalten soll. Mit der Stadt erhält man gleichzeitig drei Ziele geliefert, die man erreichen muss, um zu punkten. Der grosse Spielplan ist eine Auslage, auf der man Auftragskarten, Stadtfelder, Plättchen und Gebäudeteile auslegt. Die meisten Teile liegen offen aus, ein Teil bleibt verdeckt oder verborgen. Alle nehmen sich noch die Spielfiguren in ihrer Farbe. Damit kann die Planung beginnen.

Und so wird gespielt:

Eine Partie geht über 8 Runden, in denen man je einen Auftrag, ein Stadtfeld, Plättchen und Gebäudeteile zu sich holt. Das Startfeld ist der Grundstock des neuen Stadtviertels. Es liegt offen vor den Spielenden aus. Gespielt wird reihum. Wer am Zug ist, setzt einen Arbeiter ein und holt sich ein gewünschtes Plättchen oder eine Karte zu sich. Dazu sehen wir uns die Möglichkeiten zuerst einmal genauer an.

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Mit einer Auftragskarte steckt man sich selber Ziele, die man bis zum Ende erfüllen will. Das kann beispielsweise die Höhe der Gebäude im neuen Viertel betreffen oder die Anzahl einzelner Gebiete. Die Vielfalt ist gross, die Anzahl der möglichen Punkte ebenfalls.
Mit einem Stadtfeld erweitert man das neue Viertel. Das neue Feld muss seitlich an das Startfeld oder an ein bereits ausliegendes Stadtfeld angelegt werden. Am Ende muss ein 3×3 – Raster ausliegen. Stadtfelder liefern Wasser, Wiese oder Baugebiete.
Plättchen bringen kleine Attraktionen für das neue Viertel. Einige müssen aufs Wasser, andere in die Wiese und Denkmäler auf Baugebiete.
Gebäude stapelt man auf farblich passende Baugebiete. Bis zu vier Stockwerke hoch dürfen sie wachsen.

Nun ist alles eine Frage der Planung. In jeder Runde darf man sich in allen Kategorien genau ein Mal bedienen. Je eher man sich für eine Kategorie entscheidet, desto grösser ist die Auswahl. Irgendwo muss man am Ende aber das nehmen, was übrigbleibt. Wo setzt man seine Prioritäten? Das Stadtviertel wächst und neue Ziele kommen dazu, nach denen man sein Spiel ausrichtet.

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Nach einer Runde füllt man die Auslage wieder auf. Den Startspieler-Stern kann man sich ebenfalls beim Setzen seiner Arbeiter sichern, damit man sicher nichts verpasst in der nächsten Runde. Nach acht Runden ist Schluss. Punkte erhält man für die Stadtziele, unterhaltsame Wasser- und Parkgebiete mit vielen Plättchen, sowie Denkmäler. Die gesammelten Auftragskarten sorgen für weiteren Punktezuwachs, den man auf der Punkteleiste notiert. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt den Wettbewerb um das neue Stadtviertel.

Im Spiel zu zweit darf man sich zwei Mal bedienen in jeder Kategorie. Dadurch geht das Spiel nur über 4 Runden. Spielerisch hat das aber kaum Einfluss, ausser dass nicht sämtliche Karten und Plättchen ins Spiel kommen. Der Städtebau von Cities bleibt unverändert spannend.


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Fazit zu Cities

Es sind kurze Entscheidungen, mit denen man Runde für Runde ein Plättchen, einen Stadtteil, ein Gebäude oder einen Auftrag holt. Alle Komponenten müssen am Ende zu einem tollen, neuen Stadtviertel zusammenwachsen. Die Möglichkeiten sind schnell klar, der Spielablauf eingängig. Mit nur neun Stadtfeldern puzzelt man sich das neue Stadtviertel zusammen und haucht ihm Leben ein mit passenden Attraktionen und Gebäuden. Bei Cities ist alles eine Frage des Timings. Wann holt man sich ein neues Stadtfeld? Muss das sofort geschehen oder kann dieses Kategorie warten? Mit den verdeckten Plättchen geht man in einem Bereich ins Risiko und lässt sich überraschen. Das kann man ganz bewusst machen oder in einer Notlage, weil die Auswahl nicht passend ist.

Die Städte spielen mit unterschiedlichen Zielen. Dadurch variiert man das Spielerlebnis ein wenig. Die Reihenfolge der vielen Plättchen und Karten ist sowieso in jeder Partie anders beim Städtebau. Die grundlegende Mission bleibt also, die Rahmenbedingungen sind mehr oder weniger zufällig. Cities spielt sich sehr flott und kurzweilig. Das Planen des neuen Stadtviertels macht Spass und funktioniert mit wenigen Erklärungen. Das Spiel ist knifflig, ohne zu überfordern. Da startet man gerne in die nächste Partie.


Fakten zu Cities

Autoren: Steve Finn, Phil Walker-Harding
Illustrationen: Jorge Tabanera
Verlag: Kosmos

Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Spieldauer: 45 Minuten
Altersangabe: ab 10 Jahren
Benötigt: Ein buntes, neues Stadtviertel
Wiederspielreiz: sehr gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie

sehr gutes Spiel

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