Trainsilvania – Spielkritik

Wie kommen die Monster nachts nach ihrer Arbeit wieder nach Hause? Natürlich nehmen sie den Nachtexpress. Doch bei dem Gedränge ist es schwierig am richtigen Bahnhof auszusteigen. So führen wir die Monster bei Trainsilvania sicher nach Hause.

Trainsilvania

Das Thema ist zwar recht kindlich illustriert, aber eigentlich haben wir hier ein sehr schönes Familienspiel, das mit seinen Möglichkeiten auch Erwachsene gerne mitspielen lässt. Das Monster-Thema soll niemanden erschrecken, denn Dracula, Frank N. Stein, Wolfgang und Sand-Ra möchten ganz einfach möglichst schnell nach Hause. Da empfiehlt sich der Nachtexpress, der mit seinem Platzangebot leider sehr limitiert ist. Nur drei Kreaturen finden darin Platz. Kommt eine vierte hinzu, purzelt die hinterste raus. Das Spielbrett zeigt einen kleinen Eisenbahn-Rundkurs mit vier Bahnhöfen. Den Nachtexpress muss man vor der ersten Partie zusammenbauen. Alle Spielenden nehmen sich vier Zug-Sitze in ihrer Farbe. Darunter verborgen sind, ganz geheim, die vier Hauptfiguren des Spiels. Einen farblich passenden Kartenstapel mischt man gut durch und zieht drei Karten auf die Hand. Der persönliche Nachziehstapel bleibt verdeckt liegen Damit ist Trainsilvania startbereit.

Na ja, fast startbereit, denn das Wichtigste haben wir noch vergessen. Die vier Zug-Sitze muss man ebenfalls gut durchmischen, so dass niemand mehr weiss, was sich darunter befindet. Die Sitze platziert man vor sich, noch ausserhalb des Schienen-Rundkurses.

Trainsilvania

Nun spielt man reihum, mit dem Ziel: Drei der vier Monster müssen zu ihrem Heimat-Bahnhof. Erreicht jemand das Ziel, endet die Partie sofort und man darf das Ende verkünden.
Schönes Ziel, wie soll man die Monster nach Hause bringen, wenn man nicht sieht, wer sich unter dem Sitz befindet? Da kommen wir zum ersten Kniff von Trainsilvania. Steht ein Sessel an einem Bahnhof, darf man darunter nachsehen, wer dort sitzt.

Wer am Zug ist, spielt eine seiner Aktionskarten. Dort gibt es Einzelaktionen oder auch doppelte, die man in beliebiger Reihenfolge, aber nie mit demselben Monster ausführt. Auf den Karten findet man alles, was man sich wünscht. Man bewegt den Zug, lässt eigene Monster ein- oder aussteigen, verschiebt beliebige Monster innerhalb des Zuges oder führt mit dem Joker eine beliebige der Aktionen durch.

Beim Einsteigen bringt man seine Zug-Sitze erst einmal ins Spiel auf den Nachtexpress. Danach steigt man irgendwo aus, um nachsehen zu können, wer es ist. Vielleicht passt es mit dem Bahnhof schon perfekt, vielleicht muss man später erneut reisen. Auf jeden Fall sollte man sich die Positionen seiner Monster gut merken bei Trainsilvania.

Trainsilvania

Und dann gibt es kleine spielerische Kniffe: Warum nicht mal ein fremdes Monster aus dem Zug fallen lassen? Oder die Positionen mal schnell wechseln? Vielleicht fährt man den Zug einfach schnell weiter, damit jemand den Bahnhof verpasst?

Und wie erwähnt: Stehen drei der vier Monster am richtigen Bahnhof, hat man seine Mission erfüllt und die Monster gut nach Hause begleitet. Was will man mehr?


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Fazit zu Trainsilvania

Es ist manchmal nicht ganz einfach, bei der Fülle an Spielen alle gleichzeitig zu berücksichtigen. Aber Trainsilvania habe ich einfach viel zu lange liegen lassen. Was ist das doch für ein tolles, kleines Spiel! Schon die Einleitung und die Beschreibung der Monster ist derart liebevoll gemacht. Da isst Dracula vegane Blutwurst und Sand-Ra ist seit vielen Jahren 15. Trainsilvania versprüht viel Charme. Auch das Spielbrett mit dem Nachtexpress sieht einfach toll aus. Spielerisch kann man mit seinen Aktionen fast immer etwas anstellen. Man möchte natürlich möglichst schnell wissen, wen man gerade Heim begleitet.

Zu zweit geht es im Zug noch beschaulich zu und her, zu dritt und zu viert purzelt schnell mal jemand aus dem Zug, doch auch das kann man bewusst herbeiführen. Vielleicht steht man dann ja am richtigen Bahnhof? Manchmal spielt das Glück ein wenig mit, wenn man zufällig richtig aussteigt. Auch beim Ziehen der Karten kann es sein, dass man in einer sehnlichst herbeigesehnten Aktion blockiert ist, doch das löst sich schnell wieder auf. Trainsilvania ist ein richtig gutes Familienspiel, bei dem man ein wenig strategisch vorgehen muss und seine Merkfähigkeit fördert. Auf jeden Fall bleibt es mit den geheimen Fahrgästen spannend, bis jemand ganz plötzlich die Partie beendet.

Fakten zu Trainsilvania

Autor: Paco Yanez | Illustrationen: Gabriela Silveira | Verlag: Zoch Verlag

Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Spieldauer: 15 – 25 Minuten
Altersangabe: ab 6 Jahren
Benötigt: Monster im Heimat-Bahnhof
Wiederspielreiz: sehr gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Kinder, Familie

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