Um an die Pokale zu gelangen, muss man seine Karten wegspielen. Je öfter man das schafft, desto mehr Pokale gewinnt man bei Keine Ahnung. Mit ein wenig Glück und etwas Merkfähigkeit spielt man seine Auslage locker weg, um gleich eine neue zu erhalten.

Im grossen Kartenstapel gibt es Zahlenkarten von 1 bis 6 in 6 Farben. Dazu mischen sich einige Pokalkarten für einen schnellen Gewinn zwischendurch. Alle diese Karten mischt man zu einem Nachziehstapel. 6 Karten legt man in zwei Reihen verdeckt vor sich aus. Einen Stapel mit 12 Pokalen mischt man ebenfalls und legt ihn auf dem Tisch bereit.
Und so wird gespielt:
Der Reihe nach folgen alle immer demselben Spielablauf. Ein Spielzug beginnt mit dem Aufdecken einer Karte vom Nachziehstapel. Liegt noch keine Karte aus, legt man die neue Karte neben den Stapel. Gibt es dort schon eine oder mehrere Karten, muss man die Legeregeln beachten. Ist die Farbe oder die Zahl identisch, legt man eine neue Karte auf eine bereits ausliegende.

Das Aufdecken einer Karte des Nachziehstapels ist eigentlich nur das Vorgeplänkel des eigenen Spielzuges. Denn jetzt widmet man sich der Hauptaufgabe des Spiels: seine eigenen Karten wegzuspielen. Dazu deckt man eine seiner ausliegenden Karten auf. Passt die Farbe oder die Zahl zu einer Karte neben dem Nachziehstapel, darf man die Karte dort ablegen. Passt sie nicht, verdeckt man sie wieder und merkt sich, was sich an dieser Position befindet.
Solange man eine Karte ablegen kann, darf man weitere Karten aufdecken. Im besten Fall räumt man so seine sechste Karte ab und erhält als Belohnung eine Pokalkarte. Dann nimmt man sich 6 neue Karten vom Nachziehstapel und legt sie wieder verdeckt vor sich aus. In der nächsten Runde geht man wieder auf Entdeckungstour.

Bis hierhin wäre alles ganz leicht, aber es gibt einige Spezialkarten im Spiel. Gewisse Zahlenkarten besitzen einen Effekt, den man immer sofort auslösen muss, wenn die Karte erscheint. So muss man manchmal eine zusätzliche Karte vom Nachziehstapel aufdecken oder entfernt dort gewisse Stapel. Ein anderer Effekt füllt bei allen Mitspielenden die eigene Auslage wieder auf 3 Karten auf, wenn dort weniger Karten liegen. Mit einer Trostpreiskarte erhält man eventuell einen Sofort-Pokal, muss aber den Spielzug auch sofort beenden.
Und schliesslich gibt es noch den speziellen Kniff bei Keine Ahnung. Besitzt man nur noch maximal 3 Karten, kann man den Spiess umdrehen. Mit der Ankündigung „Nichts passt mehr!“ dreht man seine letzten Karten um. Passt tatsächlich keine Karte mehr auf die Ablagestapel, erhält man einen Pokal. Wenn auch nur eine Karte passt, gibt es den Pokal nicht. So oder so: Danach wendet man die Karten wieder und füllt die eigene Auslage wieder auf 6 Karten auf. Mit dieser Ankündigung spielt das Risiko immer mit.
Ist die letzte Pokalkarte vom Tisch, endet die Partie. Wer die meisten Pokalpunkte hat, gewinnt.
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Fazit zu Keine Ahnung
Es ist alles eine Frage des Glücks und der Merkfähigkeit beim Wegspielen der Karten. Gelingt ein korrektes Ablegen einer Karte ist das schön, muss man sie wieder wenden, ist das auch nicht so schlimm. Denn bei einem Fehlversuch erwirbt man Kartenwissen, das schon im nächsten Spielzug sehr nützlich sein kann. Zwar sind es nur 6 Karten in der eigenen Auslage, doch sehr selten gelingt ein kompaktes Wegspielen aller Karten in einem Spielzug. Die kleinen Effekte auf den Zahlenkarten können spielerische Vorteile wieder zunichte machen. Sie erscheinen ganz unverhofft. Doch am besten gefällt mir die Ansage-Umkehr, mit der man etwas weiter ins Risiko gehen kann. So kann man auch punkten, wenn nichts passt.
Spielerisch vermischt sich ein wenig das Gefühl von Uno und das Kartenmanagement von Skyjo. Mit beiden bekannten Elementen kommt man schnell ins Spiel und sammelt bei Keine Ahnung fleissig Pokale. Für viele Pokale muss man sich bei diesem Kartenspiel die Ahnung durch geschicktes Aufdecken erspielen.
Fakten zu Keine Ahnung
Autoren: Steffen & Florian Benndorf
Illustrationen: Christian Opperer
Verlag: KENDi Games
Spielerzahl: 2 – 5 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 7 Jahren
Benötigt: Gute Pokalkarten
Wiederspielreiz: gross
Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 5 Personen
Richtet sich an: Familie




