Es geht ziemlich geordnet zu und her beim Sammeln der Spielsteine. Horizontal oder vertikal sucht man bei Coloro nach dem nächsten Stein für die eigene Sammlung. Wer sich im direkten Duell die meisten Steine einer beliebigen Farbe sichert, gewinnt.

Die 36 Spielsteine sehen wunderschön aus mit ihren ausgestanzten Symbolen in der Mitte. Von den 6 Spielfarben gibt es je 6 Steine, die man zu Beginn in ein zufälliges 6×6-Raster auf dem Tisch auslegt. Es gibt genau einen Richtungspfeil, den man auf einen beliebigen Spielstein im Raster legt. Damit ist alles vorbereitet für ein spannendes Duell in diesem Sammelspiel.
Und so wird gespielt:
Coloro ist ein reines 2 Personen-Spiel. Zu Beginn wählt die Startperson, ob sie den Spielstein unter dem Richtungspfeil zu sich nehmen will oder nicht. Schnappt sie sich den Spielstein, ist die andere Person an der Reihe. Alternativ kann man den Spielstein der zweiten Person geben und beginnt anschliessend selber die Partie mit dem ersten Zug.

Grundsätzlich wechselt man sich ab beim Einsammeln der farbigen Spielsteine. Nach dem Startprozedere fehlt also nun ein Stein im Raster und der Richtungspfeil zeigt auf eine Reihe oder Spalte des Rasters. Von nun an muss die aktive Person den Richtungspfeil in Pfeilrichtung seitlich verschieben bis zu einem Spielstein, den man sofort einsammelt. Für jede gesammelte Farbe bildet man einen Stapel vor sich. Eine neue Farbe legt man rechts an. So können sich im Laufe einer Partie bis zu 6 Stapel vor jeder Person bilden.
Ganz wichtig: Nach dem Entfernen eines Spielsteins wendet man den Richtungspfeil um 90 Grad. So wechselt die Spielrichtung ständig zwischen horizontal und vertikal oder anders ausgedrückt, zwischen Reihen und Spalten. Abwechselnd sammelt man so lange Spielsteine, bis sich der Richtungspfeil nicht mehr bewegen lässt. Das ist der Fall, wenn sich nur noch leere Plätze in der Reihe und Spalte des Pfeils befinden und nichts mehr zu holen ist. Es kann durchaus sein, dass noch einige Spielsteine unerreichbar im Raster liegen.

Wer die meisten Spielsteine einer beliebigen Farbe besitzt, gewinnt Coloro. Bei gleichstarken Duellierenden kann es durchaus zu einem Gleichstand kommen. Dann entscheidet eine wohl überlegte Regel. Da man die Farben von links nach rechts vor sich sammelt und stapelt, entscheidet die Position des höchsten Steinstapels. Je weiter links der höchste Stapel liegt, desto besser.
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Fazit zu Coloro
Die Spielregeln finden auf zwei kleinen Seiten Platz und trotzdem entwickelt sich schnell eine taktische Spieltiefe. Mit dem Verschieben des Pfeils sammelt man seine gewünschten Farben. Durch das kurze Drehen des Pfeils muss man aber bereits die Möglichkeiten für sein Gegenüber einkalkulieren. Man möchte nicht zu viele Steine einer Farbe überlassen und muss sich trotzdem auf gewisse Farben spezialisieren, um den grössten Farbturm zu erspielen – ein Dilemma.
Spielerisch ergeben sich ständig neue Ausgangspositionen mit dem zufälligen Start-Raster. Auch gegen Ende kann man das Spiel ins Ziel führen, wenn man den Richtungspfeil gut positioniert. Es gibt kleine Kniffe in diesem einfachen Spiel, das sich aber ziemlich flott spielt, trotz der ständigen, taktischen Überlegungen. Ein wunderschönes, abstraktes Sammelspiel mit Holzsteinen.
Fakten zu Coloro
Autor: Ralf zur Linde
Illustrationen: Ewelina Proczko
Verlag: Steffen Spiele / Helvetiq
Spielerzahl: 2 Personen
Spieldauer: 15 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Den höchsten Farbturm
Wiederspielreiz: gross
Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 Personen
Richtet sich an: Familie




