Beim Stichspiel Matter Matters stellen wir das Gleichgewicht im Universum her. Thematisch ist das eine grosse Bürde, doch eigentlich müssen wir einfach gleich viele Stiche in den beiden Spielfarben einfahren, um zu Pluspunkten zu gelangen.

Es handelt sich also eher um eine abstrakte Angelegenheit in diesem Kartenspiel, das im Grunde ein ganz normales Stichspiel ist. Nur die Spielkarten besitzen gleich zwei Farben und zwei Zahlenwerte. In der Summe gibt das immer 45. Wenn Gelb den Wert 30 trägt, so hat Lila den Wert 15. Zu Beginn erhalten alle 10 oder 11 Karten (je nach Personenzahl). Einige Karten bleiben übrig und kommen unbesehen aus dem Spiel. Zudem bekommen alle eine Gleichgewichtskarte, die sie vor sich auslegen.
Und so wird gespielt:
Es startet ein fast normales Stichspiel. Wer am Zug ist, spielt eine beliebige Karte aus und nennt laut die aktuell gültige Farbe: Gelb oder Lila. Die Mitspielenden müssen der Reihe nach eine Karte ausspielen. Wer den höchsten Wert in der gewünschten Farbe spielt, sticht. Die gewonnenen Karten stapelt man und legt sie auf die farblich richtige Seite an die eigene Gleichgewichtskarte.

Wer gestochen hat, startet eine neue Runde, legt eine neue Karte in die Mitte und nennt die gewünschte Spielfarbe. So geht das Runde für Runde weiter. Wer einen Stich macht, platziert den gewonnenen Stapel auf der eben gespielten Farbenseite der Gleichgewichtskarte.
Wir erinnern uns noch an das universelle Thema des Spiels. Das Gleichgewicht ist das Ziel. Es sollen also am Ende eines Durchgangs gleich viele lila Stiche wie gelbe Stiche sein.
Sind alle Karten gespielt, wertet man die Runde aus. Sind die Stiche im Gleichgewicht, gibt es Pluspunkte in der Anzahl aller gemachten Stiche. Besteht ein Ungleichgewicht, gibt es Minuspunkte in der Differenz der gegenüberliegenden Stapelzahlen.
Gespielt werden so viele Durchgänge, wie Personen am Spiel teilnehmen. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt die Partie.

Im Spiel zu zweit vergleicht man die Differenz der gewonnenen Stiche jeder Farbe. Wer die kleinere Differenz hat, gewinnt einen Durchgang. Wer zuerst zwei Durchgänge für sich entscheidet, holt sich den Sieg.
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Fazit von Matter Matters
Thematisch müssen wir nicht näher auf die Sache eingehen. Wir spielen hier ein abstraktes Stichspiel mit zwei Spielfarben, die man am Ende einer Runde gleichmässig sammeln muss. Auf den ersten Blick kommt meist die Frage auf: War’s das? Im Laufe einer Partie erkennt man aber durchaus die verborgenen Feinheiten. Man kann anderen Stiche unterjubeln oder eine Farbe ansagen, die nicht gefragt ist. Da immer einige Karten aus dem Spiel sind, weiss man nicht, ob gewisse Werte überhaupt im Spiel vorkommen. Eine exakte Planung ist also nicht möglich.
Auf Grund des fehlenden Themas ist Matter Matters eher eine trockene Angelegenheit. Hier steht die Mechanik im Mittelpunkt, die Spieleröffnung mit einer der beiden Farben, das richtige Timing beim Karten spielen und sammeln. Für die einen ist das zu wenig, für die anderen entwickelt sich ein einfaches, taktisches Spiel, das sich gegen Ende eines Durchgangs zuspitzt. Mir gefällt das Spiel vor allem grösseren Runden.
Fakten zu Matter Matters
Autor: Tsutomu Dejima
Illustrationen: Fiore GmbH
Verlag: AMIGO
Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Gleich viele Stiche
Wiederspielreiz: gross
Geeignet für 2 Spieler: es geht
Beste Spielerzahl: 3 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie




