Spiel des Monats: Dixit

Jeden Monat findet auf www.brettspielblog.ch ein Preisvergleich eines ausgewählten Spieles statt. Wo bekomme ich das Spiel am günstigsten? Aufgeführt werden ausschliesslich Schweizer Anbieter. Zum kleinen internationalen Vergleich ziehe ich jeweils Amazon.de bei.

Den Jahresabschluss macht natürlich das Spiel des Jahres 2010: Dixit von Libellud/Asmodee

Über das Spiel:
In jeder Runde schlüpft ein anderer Mitspieler in die Rolle des Erzählers. Zu einer seiner Handkarten überlegt er sich eine Geschichte, einen Satz oder eine treffende Aussage. Die Mitspieler wählen aus ihren Handkarten nun auch eine, zu der die Aussage zutreffen kann. Dann beginnt das grosse Rätselraten um die bunt bemalten Karten.

Preisvergleich Dixit - 28. Dezember 2010

AnbieterLadenpreisPreis inkl. Versandkosten
Bol.ch44.50 Fr.44.50 Fr.
Books.ch39.90 Fr.39.90 Fr.
Ex Libris /exlibris.ch39.90 Fr.39.90 Fr.
Franz Carl Weber35.00 Fr.nicht möglich
Manor /manor.ch44.90 Fr.54.80 Fr.
Spielbude.ch39.90 Fr.44.90 Fr.
Spielzeug24.ch44.90 Fr.51.80 Fr.
Spielzone.ch35.50 Fr.43.00 Fr.
Storyworld.ch35.40 Fr.35.40 Fr.
Thalia.ch39.90 Fr.43.40 Fr.
Weltbild.ch39.95 Fr.47.90 Fr.
Wog.ch39.90 Fr.39.90 Fr.
Amazon.de-------25.45 Fr.
Preisvergleich des Kartenspiels Dixit von Asmodée. Grün markiert: Das günstigste Angebot mit und ohne Versand.

Den günstigsten Ladenpreis findet man aktuell bei Franz Carl Weber. Eine Online-Bestellung ist dort allerdings nicht möglich. Unter den Versandhändlern schlägt Storyworld.ch alle Anbieter. Manor und Spielzeug24.ch sind am teuersten.

Bei Dixit lohnt sich allerdings ein Blick über die Landesgrenzen. Denn Amazon.de liefert dasselbe Spiel noch einmal 10.- Fr. günstiger. (Umrechnungskurs 28.12.2010)  Damit zeigt sich eine Preisspanne von 30.- Fr. vom günstigsten zum teuersten Angebot. Ein Vergleich lohnt sich!

> Preisvergleich Monat November: Fresko

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Formula D – Spielkritik

Zuerst muss ich eines klarstellen: Ich mag keine Autorennen. Irgendwie dreht sich da alles im Kreis und kostet nur Geld. Was aber, wenn es sich um ein Brettspiel handelt? Formula D ist ein Rennspiel, das sich stark an der Formel 1 orientiert. Und ich habe es getestet. Was dabei rauskam? Hier steht’s:


Das Spiel ist riesig, es braucht einigen Platz auf dem Tisch, um die Rennstrecke aufzubauen. Aber der Spielplan ist gleich beidseitig bedruckt. Auf der Rückseite kann man ein Strassenrennen fahren – illegal versteht sich.  Das deckt sich ein wenig mit der Vorderseite, denn da findet man DEN Stadtkurs der Formel 1 – Monaco! So gross der Spielplan auch sein mag, so klein sind die Fahrzeuge. Ein wenig zu klein, dafür genau modelliert und bemalt. Von ihnen gibt es gleich einige, denn das Spiel kann mit bis zu 10 Spielern gespielt werden. Dazu erhält jeder Spieler eine Gangschaltung, auf der auch der Wagenzustand markiert ist. Mit Verschleisspunkten (VP) wird festgehalten, wie fahrtüchtig das Auto noch ist.

Das Spielprinzip ist einfach: Gewinne das Autorennen! Aber Vorsicht, vom Sieg bis zum frühzeitigen Ausfall ist bei Formula D alles möglich.  Formula D beinhaltet eine Kurzregel für den Schnelleinstieg. Damit steht einem sofortigen Start nichts im Wege. Die Rennstrecke ist in viele kleine Felder eingeteilt. Jedes Feld bedeutet einen Zug für den Wagen und dafür muss man Würfeln. 7 Würfel braucht das Spiel. Jeder würfelt für einen anderen Gang. Der schwarze Würfel entscheidet über Ereignisse im Spiel.

Die Kurven sind speziell gekennzeichnet. Sie müssen mit einer bestimmten Anzahl Stopps passiert werden – eben langsam. Macht man das nicht, kostet das Verschleisspunkte (VP). Das kann es auch bei einer allfälligen Kollision (Schwarzer Würfel) oder beim Abbremsen. So können sich die ursprünglich 18 VP schnell verringern. Sind sie weg, ist das Rennen für den Wagen aus.

Wem das zu einfach ist, der kann sich an die Regeln für Fortgeschrittene wagen. Die VP werden dort in verschiedene Bereich unterteilt: Reifen, Bremsen, Getriebe, Karrosserie, Motor und Strassenlage. Jede Aktion schadet einem bestimmten Autoteil. Und auch hier gilt: Sind die Punkte weg, scheidet man aus. Dafür kann man bei den Profis Windschattenfahren, einen Dreher machen und bei mehreren Runde auch einen Boxenstopp einlegen. Der verbessert allerdings nur die Reifen.

Optional bietet Formula D noch einige Möglichkeiten: Man kann sein Auto selber anpassen, das Wetter kann mitspielen oder die Startaufstellung wird mittels Trainingsrunde ermittelt. Kurz: Das Spiel bietet so ziemlich alle Möglichkeiten, um das richtige Renngefühl zu erleben. Damit lässt es andere Rennspiele, wie z.B. Ave Caesar klar hinter sich.

Fazit:
Formula D ist ein gutes Rennspiel, das sehr viele Möglichkeiten bietet. Strategisch kann man einiges erreichen, ABER mit 7 Würfeln ist und bleibt es ein Glücksspiel. Das Spiel ist schön gestaltet, den Schwierigkeitsgrad kann man selber bestimmen. Bei einer grösseren Anzahl Mitspieler kommt ein gewisser Ärgerfaktor dazu, da sicher immer einer im Weg rumsteht. Und die Gefahr des Ausscheidens sitzt immer im Nacken.
Mittlerweile gibt es auch weitere Module mit neuen Rennstrecken für Formula D.

Formula D | Autoren: Eric Randall und Laurent Lavaur | Verlag: Asmodée
Rennspiel für 2-10 Spieler | Spieldauer: ca. 60 Minuten | Benötigt: Würfelglück und die richtige Fahrspur | Wiederspielreiz: ok

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Neue Spiele von alea

Der Spieleverlag alea veröffentlicht schon bald Die Burgen von Burgund, das neue Brettspiel von Stefan Feld, das an der Spiel 10 in Essen bereits vorgestellt wurde. Die Veröffentlichung stockt allerdings immer wieder. So wird nun als neuer Termin schon Februar 2011 genannt. Die Vorfreude auf das Spiel muss also noch ein wenig länger anhalten.

Eine weitere Frühlingsneuheit 2011 von alea heisst König Artus und die Tafelrunde. Wolfgang Kramer und Michael Kiesling sind die Autoren des Spiels. Dabei soll es sich um ein Lauf- und Setzspiel für 2-4 Spieler handeln. König Artus soll vor allem durch seinen ungewöhnlichen Spielmechanismus und das Spielmaterial überzeugen. Es soll ein eher einfaches Spiel sein.
Bei alea kann der Frühling also kommen…

> Spielkritik zu Artus
> Spielkritik zu Die Burgen von Burgund

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Ave Caesar – Spielkritik

Ein Wagenrennen im Alten Rom lockt bei Ave Caesar. Einmal den Kaiser grüssen und siegreich aus dem Rennen den ganze Ruhm einstreichen. Das ist beim Brettspiel Ave Caesar kein Problem. Ave Caesar ist ein Spiel, das es eigentlich schon lange gibt, ein Klassiker. Zuerst bei Ravensburger erschienen, brachte Pro Ludo 2006 eine Neuauflage auf den Markt.

Ave Caesar ist ein Rennspiel. Mit seinem Gespann absolviert man 3 Runden auf dem Kurs – inklusive Kaisergruss. Für den Gruss biegt man eigens in die Kaisergasse ab. Gefahren wird mit Zahlenkärtchen. Von denen gibt es 24 mit den Werten 1 bis 6. Der führende Spieler darf allerdings keine 6 fahren. Aus drei Handkarten darf man seinen nächsten Zug jeweils wählen.

Die Rennstrecke ist nicht an allen Stellen genügend breit. Und weil überholen nur gestattet ist, wenn man an seinen Mitspielern auch vorbeifahren kann, ist es möglich seine Gegenspieler zu sperren. Das ist allerdings schon die einzige taktische Möglichkeit, die sich im Spiel bietet. Ansonsten zieht man seine Handkarten, versucht den Kaiser glücklich zu machen und als Erster im Ziel zu sein. Bei den Handkarten ist immer ein gewisser Glücksfaktor im Spiel.

Das Spielbrett ist schön gestaltet, beidseitig bedruckt. Die Rundkurse bieten 4 Rennen an. Auf beiden Seiten kann nämlich auch noch im Gegenuhrzeigersinn gefahren werden. Etwas enttäuschend: Die Wagengespanne passen nicht in jedes Zugfeld. So stehen die Pferdewagen manchmal ziemlich schräg in der Landschaft.

Fazit:
Ave Caesar ist ein simples Rennspiel – schnell erklärt und sofort gestartet. Wer nicht viel erwartet, ist mit diesem Spiel gut bedient. Taktische Spieltiefe bietet es nicht. Dafür kann ein glückliches Händchen beim Kartenziehen entscheidend sein. So richtige Spannung entsteht bei diesem Brettspiel aber kaum. Und ich weiss nicht, ob der Kaiser mit so einem Wagenrennen zufrieden gewesen wäre?

Ave Caesar | Autor: Wolfgang Riedesser | Verlag: Pro Ludo
Rennspiel für 3-6 Spieler | Spieldauer: ca. 45 Minuten | Benötigt: Ein glückliches Kartenhändchen bei der Stau-Umfahrung | Wiederspielreiz: es geht so

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Grand Cru – Ulrich Blum

An der Spiel 10 in Essen wurde das Brettspiel Grand Cru vorgestellt. Der Titel lässt es erahnen – es geht um Wein. WER hat es erfunden? Richtig, der Ulrich Blum aus der Schweiz. Also ein guter Grund für brettspielblog.ch, um nachzufragen.

Wie entstand Grand Cru, insbesondere auch die Thematik des Spieles. Und wie lange dauerte es von der Idee bis zur Veröffentichung von Grand Cru?
Ulrich Blum (U.B.): Die erste Idee zu dem, was heute Grand Cru ist, hatte ich vor etwa 6 Jahren. Ich hatte damals viel Zeit. Ein Auto hatte mich angefahren und ich war etwa ein Jahr lang zum nichts tun verdonnert. In dieser Zeit entstanden erste Ideen zu einem Spiel, einfach weil ich etwas tun musste. Zuerst war ein Mechanismus: Ich wollte, dass man Aktionen langfristig planen muss. Man legt Aktionskarten verdeckt an ein Ende einer Reihe und deckt dann die Karte am anderen Ende auf und führt sie aus. Als ich anhand dieses Mechanismus nach einem Thema suchte, kam ich schnell auf Wein. Zwar wurden dadurch die Aktionskarten zu Wein, der im Keller reift, aber so passte der Mechanismus hervorragend zum Thema und das Thema sprach mich sofort an. So baute ich Stück für Stück den Rest des Spiels um dieses Thema auf. Ich führte unzählige Tests durch und änderte immer wieder grössere und kleinere Teile des Spiels. So wuchs Grand Cru langsam aber stetig.

Wie kam es dann zur Zusammenarbeit mit dem Verleger eggertspiele?
U.B.: Auf dem Spieleautorentreffen in Göttingen 2009 präsentierte ich Grand Cru zusammen mit meinem inzwischen ebenfalls veröffentlichten Spiel „Antigua“. Dort sprach ich unter anderen auch Peter Eggert von eggertspiele an. Ihm gefiel was er sah und bat mich ihm einen Prototypen zu schicken. Dass ich in Göttingen kurz nach unserem Gespräch auch noch das Förderstipendium des Vereins Spiel des Jahres gewann, machte den Tag noch perfekter, als er ohnehin schon war. So ging es auch weiter. Schon wenige Monate später bot mir eggertspiele einen Vertrag an. Die darauf folgende Zusammenarbeit war äusserst fruchtbar und angenehm.

Welche Strategie empfiehlt denn der Autor von Grand Cru für das Spiel?
U.B.: Ich möchte natürlich nicht zu viel verraten, schliesslich ist für mich das Ausprobieren neuer Strategien eines der grössten Vergnügen beim Spielen. Ein paar allgemeine Tips kann man aber durchaus geben. Ganz wichtig ist, dass neben dem Geld, auch die Anzahl Aktionen ein wertvolles Gut ist. Sehr schnell kann ein Jahr vorbei sein, und ich muss schon wieder Zinsen zahlen. Zudem will das aufnehmen von Krediten gut überlegt sein. Da ich am Ende jeder Runde Kredite aufnehmen kann, bringt es nichts einfach mal einen Kredit aufzunehmen, ohne ihn wirklich zu brauchen. Das erhöht nur meine Zinsen. Lieber mal auf einen Kredit verzichten und ein Jahr lang keine Plättchen kaufen, wenn es zum Ernten und Zinsen zahlen reicht. Mit den Plättchen ist es natürlich auch so eine Sache, natürlich möchte man immer noch eines kaufen, zumal es dafür auch Punkte gibt. Aber, das Spielziel ist hauptsächlich seine Kredite so schnell wie möglich zurück zu bezahlen. Es geht also nicht darum möglichst viele Plättchen zu haben, sondern das was man hat, so zu bewirtschaften, dass man einen Gewinn erzielt. Wer immer noch mehr will, wird unweigerlich in die Schuldenfalle laufen. Grand Cru hat im Unterschied zu vielen anderen Wirtschaftsspielen keinen positiven Feedback-Mechanismus, der stetiges Wachstum belohnt. Vielmehr geht es darum den Punkt zu erkennen, an dem das eigene Weingut rentabel und effizient ist.

Schliesslich möchte ich noch darauf verweisen, dass es eigentlich immer auch eine Gegenstrategie gibt, die das Gegenteil des Besagten beweist. Es hängt sehr stark vom Verhalten der Mitspieler und meinem Reagieren darauf ab, ob sich meine Strategie durchsetzen kann. Wer stur vor sich hin werkelt, wird meist nicht weit kommen.

Und zum Schluss würde es mich natürlich interessieren, ob es in Zukunft weitere Spiele-Projekte von Ulrich Blum geben wird?
U.B.: Und wie! Aktuell liegen zwei Spiele bei Verlagen zur Prüfung. Diverse weitere Projekte sind bei mir in Arbeit. Genau wie bei Grand Cru bin ich aktuell daran, meine Fässer zu füllen und Projekte reifen zu lassen. Ich hoffe, dass dabei nach kürzerer oder längerer Lagerung immer mal wieder ein guter Tropfen meinen Keller verlässt. So schnell werde ich jedenfalls die Finger nicht mehr vom Spiele entwickeln lassen.

Ulrich Blum, besten Dank für das Interview und ich bin wirklich gespannt, was da noch Interessantes heran reift!

> Zur Spielkritik von Grand Cru

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